Serengeti-Park Hodenhagen

Nach Löwenangriff - Ermittler gehen von menschlichem Versagen aus

Nach einem Angriff von zwei Löwen auf einen Tierpfleger im Serengeti-Park in Hodenhagen gehen die Ermittler von menschlichem Versagen als Ursache aus.
05.05.2019, 13:34
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Nach Löwenangriff - Ermittler gehen von menschlichem Versagen aus

Löwen verweilen im Serengeti-Park Hodenhagen.

dpa

"Wir können von Wunder reden, dass der junge Kollege noch lebt", sagte Geschäftsführer Fabrizio Sepe am Sonntag.

Ein 24 Jahre alter Pfleger war bei einem Kontrollgang von zwei ausgewachsenen, rund 280 Kilogramm schweren Löwen angegriffen und schwer verletzt worden. Er wurde mit tiefen Bisswunden im Brustbereich und mehreren kaputten Rippen in die Medizinische Hochschule Hannover gebracht und dort rund fünf Stunden operiert. "Zwei andere Tierpfleger haben den Kollegen gerettet und von den Löwen getrennt. Die Tiere haben mehrmals zugebissen", sagte der zoologischer Leiter des Parks, Frank Ahrens.

Warum der Pfleger das Gehege betrat, obwohl dort schon das Fleisch für die Tiere verteilt worden war, ist noch unklar. Normalerweise hätte er sich vorher versichern müssen, dass das Gehege leer sei. Erst dann hätte er die Zäune kontrollieren dürfen. Laut Zooangaben handele es sich bei dem Opfer um einen erfahrenen Mitarbeiter. Für die Besucher habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden, weil die Tiere durch einen Extrazaun gesichert seien.

Die beiden männlichen und kastrierten Löwen hätten laut Sepe das gemacht, was sie aus der Natur kennen. "Dramatisch und tragisch, aber ein normales Verhalten." (dpa)

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+