Serengeti-Park – mit Video

Nashorn soll nach Attacke in anderen Zoo umziehen

Im Serengeti-Park hat ein Nashornbulle das Auto einer Pflegerin attackiert. Für das Tier sucht der Park nun nach einem neuen Heim.
28.08.2019, 09:41
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Nashorn soll nach Attacke in anderen Zoo umziehen

Ein Nashornbulle attackierte im Serengeti-Park Hodenhagen das Auto einer Pflegerin (Symbolbild).

Ben Curtis/AP/dpa

Nach dem Angriff eines Breitmaulnashorns auf das Auto einer Pflegerin sucht der Serengeti-Park bei Hodenhagen ein neues Heim für den Bullen. Ein Tier, von dem eine potenzielle Gefahr für Gäste oder Mitarbeiter ausgehe, könne nicht dauerhaft bleiben, teilte der Park am Mittwoch mit. Der wütende Nashornbulle hatte am Montagabend das Auto einer Pflegerin angegriffen und umgeworfen. Die Frau wurde einer Parksprecherin zufolge leicht verletzt.

Der Park habe Kontakt mit dem Zuchtbuchführer des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP aufgenommen. „Es wird bereits nach einem passenden Zoo oder Tierpark gesucht, der Kusini zeitnah in seine Herde aufnehmen kann“, sagte die Sprecherin. Warum der Bulle das Fahrzeug angriff, sei weiter unklar. Das Breitmaulnashorn namens Kusini kam nach Parkangaben vor etwa einem Jahr aus einem anderen Zoo und befindet sich derzeit noch in der Eingewöhnungsphase.

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Ein Besucher, der auf einem parkeigenen Jeep durch das Gelände gefahren war, hatte die Attacke des 30 Jahre alten Bullen gefilmt. Kusini rammte den Kleinwagen der Pflegerin so heftig, dass dieser sich dreimal überschlug. Sie rettete sich in ein Auto von Kollegen, die ihr zu Hilfe kamen. „Den Besuchern hätte nichts passieren können“, stellte Park-Geschäftsführer Fabrizio Sepe nach dem Vorfall klar. Er sagte, es sei unklar, was den tonnenschweren Nashornbullen am Montagabend so in Wut versetzt habe.

Seinen Angaben nach lebt der Bulle seit anderthalb Jahren im Safaripark und wird noch eingewöhnt. Er dürfe nur morgens und abends in das Gelände, wenn dort parkeigene Fahrzeuge unterwegs seien, aber keine Besucher mit ihren eigenen Wägen. Kusini sei ein „ganz wertvolles Tier“ und hätte im Park zur Zucht eingesetzt werden sollen, sagte der Geschäftsführer.

Im Mai wurde in dem Serengeti-Park ein Tierpfleger verletzt, der aus Versehen in ein Gehege mit zwei Löwen geraten war. (dpa)

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+++Dieser Text wurde um 14.51 Uhr aktualisiert+++

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