Stadt stellt modernes Erscheinungsbild vor

Neu ist der Bullenkopf im Quadrat

Osterholz-Scharmbeck. Es ist gar nicht so einfach, die Silhouette eines Bullenkopfes so zu zeichnen, dass er auf Anhieb erkannt wird. Diese Erfahrung machte auch die Arbeitsgruppe um Bürgermeister Martin Wagener, als es darum ging, ein neues Logo für die Stadt zu entwerfen.
31.05.2010, 06:02
Lesedauer: 2 Min
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Von Lutz Rode
Neu ist der Bullenkopf im Quadrat

Die Stadt stellt ihr neues Logo vor. Unser Foto zeigt von links: Erik Lorenz, Jörg Fanelli-Falke, Annette Wiese, Nicolin

RODE

Osterholz-Scharmbeck. Es ist gar nicht so einfach, die Silhouette eines Bullenkopfes so zu zeichnen, dass er auf Anhieb erkannt wird. Diese Erfahrung machten auch die Mitstreiter in der Arbeitsgruppe um Bürgermeister Martin Wagener, als es darum ging, ein neues Logo für die Stadt zu entwerfen. Mal ähnelte der Bulle eher einer Forke, dann wieder hätte man die Umrisse auch für ein Schwein halten können. Doch irgendwann passte alles zusammen. Das Ergebnis der Tüftelei wurde offiziell im Rathaus vorgestellt.

Ab dem 1. Juni wird das neue Erscheinungsbild überall im Internet, auf dem Briefpapier der Stadt, auf Plakaten oder in Zeitungsannoncen zu sehen sein. Der Bullenkopf mit den sich überlappenden Quadraten im Hintergrund wird das mehr als 20 Jahre alte Logo ablösen, das fest mit dem Stadt-Motto 'offen und sympathisch' verbunden war.

Auf einen Leitspruch wie diesen wird künftig ganz verzichtet. Künftig heißt es schlicht 'Osterholz-Scharmbeck'. Nur bei Bedarf will man das Logo um ein Motto erweitern - in einer Imagebroschüre der Wirtschaftsförderung könne dieses durchaus anders lauten als beispielsweise bei einer Schrift über die Bildungseinrichtungen der Stadt. Je nach Ausrichtung behält sich die Stadt vor, ein passendes Motto hinzuzufügen.

Das Erscheinungsbild der Stadt moderner und ansprechender zu gestalten - mit dieser Idee hatte Bürgermeister Martin Wagener schon länger geliebäugelt, wie er jetzt bei der Vorstellung des neuen Logos erklärte. Der richtige Zeitpunkt für die Umsetzung dieses Wunsches war gekommen, als das Ergebnis einer Internet-Umfrage im Rahmen des EU-Projekts 'smart cities' auf dem Tisch lag. Bei dem Projekt geht es unter anderem darum, die Internet-Dienste der öffentlichen Verwaltung auszubauen und im Hinblick auf die Bürgerfreundlichkeit auch grafisch zu überarbeiten.

90 Prozent wollten den Bullen

Die Mehrheit der Bürger, die sich im Rahmen der Befragung geäußert hatten, hielten das bisherige Erscheinungsbild für überholungsbedürftig. Mehr als 90 Prozent wünschten sich, dass der Bullenkopf als Identifikationssymbol für die Stadt im Logo auftauchen sollte. Ferner erklärten die meisten Grün zu ihrer Wunschfarbe bei der Gestaltung - alles in allem Anregungen, die man im Rathaus der Kreisstadt gerne aufgegriffen hat.

Mit professioneller Hilfe machte sich eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe daran, die Vorstellungen der Bevölkerung für das neue Erscheinungsbild zu übernehmen.

Die Kommunikationsdesignerin Annette Wiese von der Agentur 'Planetage' aus Osterholz-Scharmbeck und ihr Partner Erik Lorenz mit der Agentur 'Kampagnenschmiede' aus Bremen erhielten den Auftrag, ein neues so genanntes Corporate Design zu entwickeln, das nicht nur ein neues Markenzeichen in Wort und Bild enthält, sondern auch die Suche nach einer einheitlichen Schriftart und Farbgestaltung mit einschloss.

Wie das Ergebnis der aufwändigen Suche nach einem neuen Erscheinungsbild bei den Bürgern ankommt, werden die Beteiligten spätestens erfahren, wenn die Stadt das neue Logo auf ihrem Stand während der 'Publica'-Messe am 5. und 6. Juni in Osterholz-Scharmbeck präsentiert. Für die Bürger der Kreisstadt besteht dort auch die Möglichkeit, sich an einer Kampagne der Stadt zu beteiligen.

Dafür kann sich jeder, der möchte, am Osterholz-Scharmbeck-Stand fotografieren lassen. Das Motto des Castings steht unter dem Motto 'Geben Sie unserer Stadt ein Gesicht'.

Einige ausgewählte Bilder sollen später für Postkarten, Poster oder Anzeigen verwendet werden. Ziel solcher Aktionen ist es, das 'Wir-Gefühl' in der Stadt zu beflügeln. Die Fotos sollen dokumentieren, wie die Menschen, die hier leben, zu ihrer Stadt mit allen Stärken und Schwächen stehen.

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