Haushaltsberatungen in Hambergen: Zahlreiche Projekte für die nächsten vier Jahre vorgeschlagen Neue Trinkwasserleitungen für die Turnhalle

Hambergen. Die Verwaltung der Samtgemeinde will sparen – und die Politik zieht mit. Zumindest haben die Mitglieder der verschiedenen Fachausschüsse der Samtgemeinde nicht an dem Entwurf des Haushaltsplanes für 2013, den die Verwaltung aufgestellt hat, gerührt. Sollte auch der Rat es bei den vorgelegten Ansätzen belassen, wird die Samtgemeinde Hambergen erstmals seit Einführung der Doppik mit einem ausgeglichenen Haushalt ins Jahr starten. Heißt: Die Ausgaben überschreiten nicht die Einnahmen.
19.02.2013, 05:00
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Neue Trinkwasserleitungen für die Turnhalle
Von Brigitte Lange

Hambergen. Die Verwaltung der Samtgemeinde will sparen – und die Politik zieht mit. Zumindest haben die Mitglieder der verschiedenen Fachausschüsse der Samtgemeinde nicht an dem Entwurf des Haushaltsplanes für 2013, den die Verwaltung aufgestellt hat, gerührt. Sollte auch der Rat es bei den vorgelegten Ansätzen belassen, wird die Samtgemeinde Hambergen erstmals seit Einführung der Doppik mit einem ausgeglichenen Haushalt ins Jahr starten. Heißt: Die Ausgaben überschreiten nicht die Einnahmen.

Projekte gibt es dennoch genug. Bis 2016 will die Samtgemeinde zum Beispiel den Heizkessel an der KGS auswechseln. Eigentlich hatte die Verwaltung dieses Vorhaben mit 90000 Euro für 2013 eingeplant. Nun ist der Kessel den Sparbemühungen zum Opfer gefallen – und soll erst 2014 ersetzt werden. "Wir sind der Auffassung, dies vertreten zu können", betonte Kämmerer Martin Grotheer.

Auf mehrere Jahre verteilt wird auch die Sanierung des Hambades – mit der aber bereits in diesem Sommer begonnen wird. Dann werden im Bereich des Bistros die Unterdecken und die Lüftungsanlage erneuert, einige Bauteile wegen Korrosionsschäden ausgetauscht. Ebenfalls noch in diesem Jahr muss die Deckenkonstruktion im Nichtschwimmerbereich abmontiert und erneuert werden. Auch dort bereitet eine fehlende Dampfsperre Probleme. Für beide Maßnahmen hat die Verwaltung jeweils 60000 Euro eingestellt. In den folgenden Jahren stehen weitere Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen im Bad an. Und immer wieder geht es dabei um das Dach des Gebäudes. Nach ersten Schätzung erwartet die Verwaltung hier weitere Ausgaben in Höhe von 209000 Euro.

Gleich neben dem Hallenbad steht das nächste Baustellen-Projekt: die Turnhalle. Auch in ihrem Fall werden die Arbeiten über mehrere Jahre gestreckt. Erwartete Sanierungskosten: 886000 Euro. Noch dieses Jahr sollen die Trinkwasserleitungen der Turnhalle erneuert werden. 2014 steht die Sanierung der Umkleidekabinen und Duschen und für die Jahre 2015/2016 die der Tribüne und der Halle an.

Für 2014 rät die Verwaltung zur Schaffung neuer "Park and Ride"-Plätze am Bahnhof Oldenbüttel. Schließlich will die Bahn AG bis dahin den Bahnhof barrierefrei umgestaltet haben. Nach Abzug der Zuweisung geht die Verwaltung von einer Eigenbeteiligung von 250000 Euro aus. Für 2016 ist die Schaffung von "Park and Ride"-Plätzen in Lübberstedt für 100000 Euro (Eigenanteil 50000 Euro) vorgesehen.

Ebenfalls bereits im Entwurf des Haushaltsplanes: Geld für den Kauf und die Erschließung eines Gewerbegebietes an der B74. Um Fördermittel dafür in Brüssel abgreifen zu können, sieht die Verwaltung vor, das Vorhaben bis Ende 2014 zu realisieren. So soll in 2013 das Land gekauft, und 2014 erschlossen werden. 1,4 Millionen Euro soll die Erschließung kosten. 840000 Euro davon könnte die EU übernehmen.

Kleinere Maßnahmen sind in 2013 für die Schulen geplant. Bei der Grundschule Hambergen soll etwa der Hartplatz und das Flachdach saniert werden. Für Axstedt ist die Anschaffung einer Lautsprecher-Anlage vorgesehen; auch am Pausenhof soll gearbeitet werden. In Ströhe steht der Bodenbelag in der Pausenhalle zur Sanierung an, und in der KGS platzt das Lehrerzimmer aus allen Nähten. Dort wird über eine Erweiterung – durch Einbeziehung des ehemaligen Raucherzimmers – nachgedacht.

Auf Nachfrage der Politiker bestätigte die Verwaltung, dass am Budget der Samtgemeindebücherei nichts geändert wurde, ebenso wenig wie am Budget des Samtgemeindejugendpflegers. Und was die bis vor Kurzem von der Polizei genutzten und nun leer stehenden Kellerräume des Rathauses betrifft, so riet die Verwaltung, sie nun für ein Kreisarchiv zu nutzen.

Ob es bei diesen Plänen für 2013 – und die folgenden Jahre – bleibt, wird sich in der heutigen Finanzausschusssitzung (17 Uhr, Rathaus) zeigen. Das letzte Wort zu den Finanzen hat dann der Rat der Samtgemeinde Hambergen am Donnerstag, 28. Februar, ab 19 Uhr zeigen.

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