Samtgemeinde-Bauausschuss stimmt Antrag auf Flächennutzungsplan-Änderung einstimmig zu Neue Windparks für Uthlede und Bramstedt

Hagen. Für den Bau weiterer Windkraftanlagen in der Samtgemeinde Hagen soll keine Zeit verloren werden. Die Betreiberfirma Energiekontor AG Bremen stellte den Antrag auf Flächennutzungsplanänderungen. Der Samtgemeinde-Bauausschuss stimmte dem einstimmig zu.
14.04.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Luise Bär

Hagen. Für den Bau weiterer Windkraftanlagen in der Samtgemeinde Hagen soll keine Zeit verloren werden. Die Betreiberfirma Energiekontor AG Bremen stellte den Antrag auf Flächennutzungsplanänderungen. Der Samtgemeinde-Bauausschuss stimmte dem einstimmig zu.

Im Landkreis-Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) sind in der Samtgemeinde zwei Flächen ausgewiesen. Der Uthleder Windpark soll Richtung Autobahn erweitert werden und östlich von Bramstedt ist eine Neuanlage vorgesehen. Projektkoordinator Sven Punke (Energiekontor) stellte die Firmenpläne vor. Bereits 2013 sollen die neuen Windräder in Betrieb gehen. Weil die Genehmigungsverfahren "recht lange dauern", warb er um die vorgezogene Einleitung der FN-Änderung durch die dafür zuständige Samtgemeinde. Die dazu erforderlichen Gutachten zu Natur und Landschaft seien bereits im Auftrag der Firma durchgeführt worden. Die vorliegenden Ergebnisse ließen den Schluss zu, dass die Flächen genehmigungsfähig seien.

In Uthlede soll sich der Windpark von jetzt 15 Anlagen um 12 bis 15 weitere nahezu verdoppeln. In der Gackau-Niederung sind vier bis fünf Rotoranlagen vorgesehen. Die Gesamthöhe der Windräder soll bei 150 Meter liegen. "Wir zahlen nicht einen Cent dazu, die Planung kostet uns nichts. Dafür bekommen wir irgendwann Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Bisher haben wir zwar noch kein Geld aus den Windkraftanlagen gesehen, aber das kommt", trug Bauamtsleiter Günter Schemkes die Aspekte der Verwaltung vor.

Das Planungsbüro Planungsgruppe grün (Bremen) soll vom Energiekontor mit der Planung beauftragt werden. Deren Geschäftsführer Gotthard Storz stellte den Ausschussmitgliedern die Verfahrensschritte vor. Ämter und Bürger würden nach den gesetzlichen Vorgaben beteiligt. Die Kommune sei verpflichtet, sich den Vorgaben des RROP anzupassen, "spätestens, wenn es in Kraft tritt". Damit rechnet Punke im November diesen Jahres. Zur Erinnerung: Eigentlich hätte das RROP im Kreistag längst verabschiedet sein sollen, Einsprüche der Landwirte gegen Ausweisungen der Grünlandstandorte fruchteten. In diesem Punkt wird das RROP neu überarbeitet und den Einsprüchen nachgegeben (wir berichteten).

Heiner Fromme, beratendes Mitglied, fragte nach den Anpassungen an die Stromleitungsnetze. Punke berichtete von Gesprächen mit den Netzbetreibern. Wenn in den nächsten Jahren die im Cuxland erzeugte Windenergie von bisher 450 Megawatt (MW) um weitere 300 MW gesteigert werde, seien dafür keine weiteren Freileitungen notwendig. Gemeinsam mit den Netzbetreibern werde nach neuen Netzanschlusspunkten gesucht. "Es kann Erweiterungen der Umspannwerke in Uthlede und Beverstedt geben", kündigte Punke an. Für den Bramstedter Windpark seien Erdkabel zu einem dieser Umspannwerke vorgesehen.

Heiner Schöne (Wählergemeinschaft) fragte, ob die Kommune einen Einfluss auf die Höhe der Anlagen habe. Klare Antwort von Punke. "Sollten Sie in Erwägung ziehen, weniger als 150-Meter-Anlagen fest zu schreiben, wird das rechtlich nicht haltbar sein und dagegen werden wir auch vorgehen." Heute würden Land-Anlagen (In-Shore) bis 200 Meter Höhe gebaut, das sei Stand der Technik.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+