Umbau IGS

Neuer Anlauf fürs Lernhaus

Der Bau des neuen Lernhauses an der IGS soll im Spätsommer beginnen. Doch es gibt noch immer Probleme mit dem Brandschutz. Jetzt muss die geplante Raumaufteilung noch einmal geändert werden.
17.02.2019, 17:54
Lesedauer: 2 Min
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Neuer Anlauf fürs Lernhaus
Von Elina Hoepken
Neuer Anlauf fürs Lernhaus

Hinter dem Gebäude der Liesel-Anspacher-Schule soll das Lernhaus entstehen. Voraussichtlich aber mit einer anderen Raumaufteilung als ursprünglich geplant.

Björn Hake

Achim. Probleme mit dem Brandschutz hatte Fachbereichsleiter Steffen Zorn schon Ende des vergangenen Jahres angedeutet, als es darum ging, wann die Arbeiten für das neue Lernhaus der IGS starten sollen. Jetzt ist es offiziell, dass diese Probleme auch größeren Einfluss auf die bisherigen Raumplanungen haben werden. Die zuvor angedachten Lerninseln wird es nach jetzigen Stand so nicht geben können. Dabei waren sie eigentlich einmal als ein zentrales Element des Neubaus geplant. Große, frei gestaltete Flächen, in denen die Schüler losgelöst von ihren Klassenräumen gemeinsam arbeiten und lernen, sollte es geben.

Doch daraus wird nun offenbar nichts, denn – das macht die Verwaltung in einer Vorlage für die kommende Sitzung des Schulausschusses am 25. Februar ganz deutlich – „für die gewünschte Raumplanung wird es leider aufgrund der gesetzlichen Vorgaben derzeit keine Baugenehmigung geben können“. Probleme mache, wie bereits angekündigt, der Brandschutz. So seien für eine Genehmigung des Bauantrags durch den Landkreis Verden ein weiteres Treppenhaus sowie kleinere Brandabschnitte erforderlich. Letztere müssen allerdings, so will es die Vorschrift, durch Wände und Decken abgetrennt sein, damit im Brandfall die Ausbreitung von Feuer und Rauch begrenzt wird. Das sei bei den offenen Lerninseln jedoch nicht der Fall.

Somit musste die Verwaltung zwangsläufig an den bisherigen Plänen noch einmal Hand anlegen und einen alternativen Entwurf erarbeiten. In einem ersten Vorgespräch mit dem Landkreis Verden als Genehmigungsbehörde habe sich bereits abgezeichnet, dass keine Ausnahmen mit Kompensationsmaßnahmen zugelassen würden. Nichtsdestotrotz habe die Verwaltung in ihrem neuen Entwurf nach eigenen Angaben die Klassen-, Differenzierungs-, Ganztags- und Nebenräume in ihrer bisherigen Größe und Anzahl eingearbeitet.

Ganz zufrieden stellt das die Schulleitung der IGS allerdings nicht. Sie habe zwischenzeitlich Bedenken geäußert, dass die neue Raumplanung mit den entsprechenden Anordnungen in dem L-förmigen Gebäude nicht ausreichend die neuen Lernkonzepte berücksichtigt. Immerhin sollten insbesondere die offenen Lernbereiche die Schüler zum selbstständigen Lernen animieren. Die Verwaltung reagierte auf die Kritik, indem sie plant, für das Gebäude überwiegend keine tragenden Wände vorzusehen. Auf diese Weise könnten für den Fall, dass sich die Gesetzeslage beim Thema Brandschutz ändert, später vielleicht doch noch die gewünschten pädagogischen Konzepte baulich umgesetzt werden.

Für wenig sinnvoll hält die Verwaltung indes eine völlige Neuplanung der vom Rat beschlossenen L-Form des Gebäudes. Immerhin ermögliche diese Variante bei Bedarf zukünftig noch zusätzliche Erweiterungsoptionen und beinhalte die geringste Beeinträchtigung für den verbleibenden Schulhof. „Eine vollständige Neuplanung hätte auch zur Folge, dass die geplante Fertigstellung nicht zum Schuljahr 2020/2021 realisiert werden kann“, mahnt die Verwaltung. Damit würde sich auch der Umbau der Realschule um ein Jahr verzögern. Ganz zu schweigen von den personellen und finanziellen Mitteln, die bisher schon in die Planung geflossen sind.

All das spreche nicht dafür, den angepassten Entwurf – trotz einiger Bedenken der Schule – über Bord zu werfen. Im Gegenteil: Mit Hochdruck wolle die Verwaltung weiter an dem neuen Entwurf arbeiten und dabei möglichst auch noch die Forderung der Schule nach einem größeren Gemeinschaftsraum für Pause, Ganztag und Selbstlernen berücksichtigen. Denn die Zeit drängt. Bis Ende Februar soll der Bauantrag eingereicht werden, um voraussichtlich im August mit dem Bau zu beginnen. „Geplant ist, dass zum Schuljahr 2020/2021 die ersten 150 Schüler und 15 Lehrer in das neue Gebäude einziehen“, kündigt die Verwaltung an.

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