Flottenzuwachs der DGzRS Neuer Seenotkreuzer in Berne zu Wasser gelassen

Berne. Flottenzuwachs erhält die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Nach rund 15 monatiger Bauzeit ist der neue über 36 Meter lange Seenotkreuzer „SK 32“ von der Werft Fr. Fassmer am Dienstag in Berne zu Wasser gelassen worden.
14.03.2012, 05:00
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Von Felix A. Waldmann

Berne. Flottenzuwachs erhält die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Nach rund 15 monatiger Bauzeit ist der neue über 36 Meter lange Seenotkreuzer „SK 32“ von der Werft Fr. Fassmer am Dienstag in Berne zu Wasser gelassen worden. Als nächstes folgt die Endausrüstung, Ende März beginnt die Erprobung.

Manfred Lucas, 57 Jahre alt und erster Ingenieur an Bord, ist bereits jetzt vom neuen „Stolz der östlichen Ostsee“ begeistert. Lucas sagt, er freue sich auf die „Herausforderungen auf dem Hightech-Schiff“.

Den Auftrag vergab die DGzRS nach einjähriger Planungsphase im Sommer 2009 an die Werft, die bereits 2003 den mit 46 Metern Länge bisher größten Seenotkreuzer „Hermann Marwede“ ablieferte. Das neue Schiff ist für eine Besatzung von fünf Personen ausgelegt und verfügt über ein Hubschrauberarbeitsdeck, ein Bordhospital und eine Feuerlöschpumpe mit hoher Leistung. Zusätzlich steht den Seenotrettern ein neuartiges Tochterboot mit hoher Wendigkeit und Geschwindigkeit für Arbeiten in Bereichen mit geringem Tiefgang zur Verfügung. Die „SK 32“ wird über drei Hauptmotoren angetrieben, die eine hohe Einsatzgeschwindigkeit und einen großen Einsatzradius ermöglichen.

Noch in diesem Frühjahr wird der neue Seenotkreuzer den 34 Jahre alten Vorgänger „Wilhelm Kaisen“ auf der Station Sassnitz in der Ostsee ablösen. "Wir werden von dieser sehr wichtigen Position aus unseren dann modernsten Seenotkreuzer einsetzen“, sagt Kapitän Udo Helge Fox, Mitglied der Geschäftsführung bei der DGzRS.

Die in Bremen beheimatete und ausschließlich durch Spenden finanzierte DGzRS wurde 1865 gegründet und ist für den Such- und Rettungsdienst bei Seenotfällen in der deutschen Nord- und Ostsee zuständig. Sie verfügt über 54 Stationen mit einer Flotte von 20 Seenotkreuzern und 41 Seenotrettungsbooten entlang der deutschen Küste – und hat seit der Gründung über 79.000 Menschen aus Seenot gerettet.

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