Fahrgastschiff in Stettin auf Kiel gelegt / Ausbau erfolgt in Berne Neues Fährschiff für Helgoland

Motzen. Im Auftrag der Aktiengesellschaft (AG) „EMS“ baut die Firma Fassmer ein Fährschiff für den Helgolandverkehr der Reederei Cassen Eils in Emden. Der Vertrag wurde, wie berichtet, im Oktober 2013 in Motzen unterzeichnet.
29.08.2014, 00:00
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Von Hannelore Johannesdotter

Im Auftrag der Aktiengesellschaft (AG) „EMS“ baut die Firma Fassmer ein Fährschiff für den Helgolandverkehr der Reederei Cassen Eils in Emden. Der Vertrag wurde, wie berichtet, im Oktober 2013 in Motzen unterzeichnet. Dieser Tage wurde das neue Passagierschiff bei der Partnerfirma von Fassmer, der Hullkon Ship-yard in Stettin (Polen), auf Kiel gelegt.

„Somit ist das Schiff nun offiziell im Bau“, freute sich Bernhard Brons, Vorstand der AG „EMS“-Gruppe, zu der die Reederei Cassen Eils seit 2010 gehört. Ab Anfang Mai wurden in Polen Einzelteile gebrannt, verformt und zu Sektionen zusammengebaut. Dadurch war bei der Kiellegung die Schiffsform bereits erkennbar. Claus Hirsch, Technischer Inspektor der AG „EMS“, wohnte dem besonderen Akt bei: „Wir konnten uns vor Ort von der hervorragenden Arbeit der durch Fassmer beauftragten Werft überzeugen. Die verstehen ihr Handwerk“, lobte der Fachmann.

„Mit dem neuen Fährschiff setzen wir im Helgolandverkehr zwischen Cuxhaven und der Nordseeinsel neue Maßstäbe“, zeigt sich Peter Eesmann, Geschäftsführer der Reederei Cassen Eils, stolz. „Mit acht Salonbereichen, einem Atrium über drei Etagen und vielen Plätzen auf dem Sonnendeck bieten wir künftig ein neues kreuzfahrtähnliches Nordsee-Erlebnis an.“ Das soll den Passagieren ab Mai kommenden Jahres – die Ablieferung des Fahrgastschiffes ist für 30. April 2015 geplant – ganzjährig geboten werden. Die Arbeiten am Schiffsrumpf werden bei der Hullkon Shipyard bis Mitte November in Anspruch nehmen. Dann soll der schwimmfähige sogenannte Kasko die Reise nach Berne antreten, um bei Fassmer zum luxuriösen Passagierschiff ausgestattet zu werden. Zu den Besonderheiten des 79,90 Meter langen und 12,40 Meter breiten Neubaus gehört ein Dual-Fuel-Antriebssystem: Die Motoren für den Antrieb und die Energieversorgung können mit umweltfreundlichem Flüssiggas betrieben werden.

Neu im Konzept ist die Bereitstellung eines Frachtladeraums für Stückgut, Waren aller Art und Gepäck. Im Bereich des Vorschiffes und unter Deck können bis zu zehn Zehn-Fuß-Container befördert werden. Auch Kühlcontainer kann das Schiff künftig transportieren und so eine ununterbrochene Kühlkette gewährleisten. Das Be- und Entladen wird mittels eines bordeigenen Krans durchgeführt.

Die Aktien-Gesellschaft „EMS“ besteht seit 1843 und betreibt unter anderem den Schiffsliniendienst zur Nordseeinsel Borkum. Von 1926 an wurden Ausflugsfahrten nach Helgoland ins Angebot aufgenommen, die seit 1989 mit dem ersten deutschen High-Tech-Katamaran, MS „Nordlicht“, erfolgten. 2006 erweiterte die Reederei ihr Angebot um einen täglichen saisonalen Liniendienst mit MS „Helgoland“ ab Wilhelmshaven.

Mit der Übernahme der Traditionsreederei Cassen Eils im Jahr 2010 stieg die AG „EMS“ in den ganzjährigen Versorgungsverkehr zur Insel Helgoland ein. Heute bietet die Reederei saisonale Linienverbindungen ab Bremerhaven, Büsum, Wilhelmshaven und den Winterverkehr ab Cuxhaven.

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