Kommentar über den Umbau des Waldes

Experten sollten angehört werden

Der „Niedersächsische Weg“ soll zu mehr Artenschutz führen. Auch der Umbau des Waldes spielt dabei eine Rolle. Doch Waldbesitzer und Forstwirtschaft fühlen sich ausgegrenzt. Ein Kommentar von Peter Mlodoch.
31.07.2020, 05:00
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Experten sollten angehört werden
Von Peter Mlodoch
Experten sollten angehört werden

Ende Mai 2020: Vertreter der Landesregierung und der beteiligten Verbände unterschreiben den Vertrag für den "Niedersächsischen Weg" beim Artenschutz. Nun wird die Kritik immer lauter.

Julian Stratenschulte/DPA

Seine Macher feiern ihn als bundesweite Blaupause für ein friedliches Miteinander. Der „niedersächsische Weg“ soll die Konflikte zwischen Agrarwirtschaft und Artenschutz einvernehmlich lösen. Und ganz nebenbei soll das Abkommen zwischen SPD/CDU-Regierung, Landwirtschaftskammer, Landvolk sowie den beiden Naturverbänden Nabu und Bund auch das derzeit erfolgreich laufende Volksbegehren Artenschutz überflüssig machen.

Doch der Friedensplan selbst gerät nun zunehmend zwischen die Fronten. So werfen SPD-Umweltminister Olaf Lies und seine CDU-Agrarkollegin Barbara Otte-Kinast dem Partner Nabu ein übles Doppelspiel vor, weil dieser weiter die außerparlamentarische Unterschriftensammlung unterstützt. Auf der anderen Seite fühlen sich junge Bauern von Landvolk-Funktionären ausgegrenzt.

Und jetzt mucken nach dem Protest kleinerer Verbände auch noch Waldbesitzer und Forstwirtschaft kräftig auf. Wütend fordern sie mehr Mitsprache bei den geplanten Gesetzen. Natürlich geschieht dies nicht ohne finanziellen Eigennutz. Trotzdem verdienen diese Experten, dass man sie beim Umbau des Waldes anhört.

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