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Regio-S-Bahn von Verden nach Farge startet

Hans Ettemeyer 10.12.2011 0 Kommentare

Im Bahnhof Achim-Baden hat die Bahn einen Gleisübergang mit Fahrstühlen gebaut. Die roten Regionalbahnzüge der Deutschen
Im Bahnhof Achim-Baden hat die Bahn einen Gleisübergang mit Fahrstühlen gebaut. Die roten Regionalbahnzüge der Deutschen Bahn fahren heute zum letzten Mal auf der Strecke Verden-Farge. Ab morgen sind dort die blauen Elektrotriebwagen der Nordwestbahn unterwegs. (Butt)

Verden·Bremen-Farge. Mit dem Start der Linie RS 1 bindet die Nordwestbahn morgen auch die Regionalbahnstrecke von Verden nach Bremen-Farge an ihr Regio-S-Bahn-Netz zwischen Bremen und dem niedersächsischen Umland an. Ärgerlich für Reisende zwischen Farge und dem Bremer Hauptbahnhof: Noch bis zum März müssen sie in Vegesack umsteigen.

Blau statt rot: Mit einem Jahr Verspätung beginnt morgen auch auf der Regionalbahnstrecke zwischen Verden und Bremen-Farge eine neue Zeit. Die Elektrotriebwagen der Nordwestbahn (NWB) lösen die Doppelstockwagen der Deutschen Bahn (DB) ab. Gleichzeitig erweitert die NWB das Angebot. Zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends bedient sie die Strecke Verden-Bremen im Halbstundentakt und die Strecke Farge-Hauptbahnhof im Viertelstundentakt. Fahrplanänderungen gibt es auch auf der RS 2 und der RS3. Die Fahrpreise ändern sich nicht, es gelten die VBN-Tarife.

Ursprünglich sollte die 62 Kilometer lange Regio-S-Bahn-Strecke RS1 schon beim Fahrplanwechsel vor einem Jahr zusammen mit den Linien RS2 Bremerhaven-Twistringen, RS3 Bremen-Bad-Zwischenahn und RS4 Bremen-Nordenham eröffnet werden. Doch die Strecke Farge-Vegesack musste zunächst für 6,6 Millionen Euro saniert und elektrifiziert werden.

Die Oberleitungen hängen zwar seit einem viertel Jahr, Strom ist auch längst da, allein im Stellwerk Vegesack gibt es noch ein Problem. "Dort müssen Anlagen aus der ersten Hälfe des vergangenen Jahrhunderts mit modernster Stellwerktechnik synchronisiert werden", sagt Nordwestbahn-Sprecherin Katrin Hofmann. "Wir warten auf ein Bauteil, das extra angefertigt werden muss." Bis Ende März heißt es deshalb für Durchreisende in Vegesack: bitte umsteigen!

Längere Bahnsteige

Der Abschnitt Farge-Vegesack war in den vergangenen Monaten nicht die einzige Baustelle auf der Regio-S-Bahn-Linie1. Die Deutsche Bahn hat auch in Langwedel, Etelsen, Achim-Baden und St. Magnus die Bahnsteige verlängert und höher gelegt, Tunnel gegraben und Fahrstuhlschächte gebaut, neue Wartehäuschen und Sitzbänke aufgestellt. Allein zwischen Verden und Achim wurden nach Angaben der Bahn mehr als zehn Millionen Euro verbaut. Nicht alles wird bis zum Fahrplanwechsel fertig. "Aber wir sind mit Hochdruck dabei, die Arbeiten abzuschließen", sagt Sabine Brunkhorst von der Deutschen Bahn. Die Fahrstühle würden aber wohl erst im Frühjahr in Betrieb genommen.

Ab morgen, am Sonntag, ist die Regionalbahn RS1 grundsätzlich im Stundentakt unterwegs, zwischen Bremen-Farge und Hauptbahnhof Bremen sogar im Halbstundentakt. Die Fahrzeit der Regionalbahn von Verden nach Bremen verkürzt sich um fünf auf 28 Minuten (schneller geht's nur mit dem IC und dem Regionalexpress, die halten aber nur in Achim).

Neben dem neuen Takt zu den Hauptverkehrszeiten (alle halbe Stunde zwischen Bremen und Verden, jede Viertelstunde zwischen Hauptbahnhof und Farge) gibt es freitags und sonnabends ein neues Angebot für Nachtschwärmer. "Am Anschlussknoten Hauptbahnhof sind dann alle An- und Abfahrtszeiten von Bus, Bahn und Straßenbahn gebündelt", sagt Nordwestbahn-Sprecherin Hofmann. Die letzten Bahnen fahren in der Nacht zwischen 0.45 und 1.15 Uhr.

Kleinere Änderungen sieht der neue Fahrplan ab morgen auch für die RS2 und die RS3 vor. Unter anderem verkürzt sich die Reisezeit auf der Strecke Bremerhaven-Twistringen um neun Minuten, und der morgendliche Zug von Oldenburg nach Bremen fährt bereits um 7.40 Uhr ab, 15 Minuten früher als bisher.

Seit dem Start der Regio-S-Bahn-Strecken vor einem Jahr hat es immer wieder heftige Kritik von Pendlern gegeben: "Ein Gedränge wie im Viehwaggon", schimpften Reisende schon wenige Tage nach der Eröffnung. Das Unternehmen erhöhte daraufhin die Platzkapazitäten. Vor Kurzem erst beschwerte sich die Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter als regelmäßige Pendlerin über Verspätungen und Zugausfälle zwischen Bremen und Nordenham. Der Fahrgastbeirat sprach von einer "Häufung massiver Beschwerden".

Vor dem Wirtschaftsausschuss des Landkreises Wesermarsch nahm NWB-Marketingchef Wigand Maethner in der vergangenen Woche Stellung. Im Oktober seien 95 Prozent aller NWB-Züge pünktlich gewesen. Und bei einer Befragung seien 76,4 Prozent der Reisenden mit der Regio-S-Bahn zufrieden gewesen.


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...
Bremen99 am 21.10.2019 20:41
Das Parken in Wild-West-Manier rund um den Freimarkt hat Tradition. Vor über 40 Jahren konnte man auch schon regelmäßig beobachten wie dreiste ...
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