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Überschuss von 50.000 Tonnen
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Erneut zu viel Dünger auf den Äckern in Niedersachsen

20.04.2019 0 Kommentare

Zwischen Juli 2017 und Juni 2018 wurden 50 000 Tonnen Stickstoff zu viel auf niedersächsischen Äckern verteilt.
Zwischen Juli 2017 und Juni 2018 wurden 50 000 Tonnen Stickstoff zu viel auf niedersächsischen Äckern verteilt. (Patrick Pleul / dpa)

Trotz des Streits um Nitrat-Belastung und schärfere Düngeregeln für Bauern landet in Niedersachsen noch immer zu viel Dünger auf den Äckern. Demnach sollen zwischen Juli 2017 und Ende Juni 2018 rund 50 000 Tonnen Stickstoff mehr angefallen sein als die Pflanzen zur Düngung gebraucht hätten, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Samstag) unter Berufung auf Zahlen der Landwirtschaftskammer. Das Agrarministerium in Hannover bestätigte den Wert. Am Mittwoch will das Ministerium den neuen Nährstoffbericht vorlegen. Dieser dokumentiert, wie viel Gülle und Kunstdünger auf welchen Äckern ausgefahren wurde.

Laut Zeitungsbericht sank der Stickstoffüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 18 000 Tonnen. Grund sei, dass die Landwirte weniger industriell hergestellten Mineraldünger eingesetzt hätten. In der Tierhaltung sei jedoch fast genauso viel Gülle oder Mist angefallen wie zuvor. Besonders stark belastet sind demnach die Böden in den Regionen Vechta, Oldenburg sowie im Emsland.

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Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hatte zuvor im Streit um ein erneutes Verschärfen der Düngeregeln Protest angemeldet: "Berlin sollte die geplanten Anpassungen überdenken und hier dringend nachjustieren", sagte die Ministerin kürzlich. Niedersachsen sei mit den bestehenden Regeln auf dem richtigen Weg, den viel zu hohen Gehalt an Stickstoff und Phosphat zu reduzieren. "Um diesen Weg nun zielgerichtet weiter zu gehen, benötigen wir jedoch einen verlässlichen rechtlichen Rahmen und sollten der geltenden Düngeverordnung Zeit geben, um zu wirken", erklärte sie.

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Landeswirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) mahnte unlängst, problematische Messstellen zu hinterfragen. Einzelprüfungen in Nordrhein-Westfalen hätten gezeigt, dass Messverfahren fehleranfällig seien oder es neben der Düngung auch andere Ursachen für hohe Nitratwerte gebe.

Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke sagte der Zeitung, der Rückgang beim Stickstoffüberschuss zeige, dass die Branche das Problem angehe. Dies reiche aber noch nicht. Grünen-Agrarexpertin Miriam Staudte monierte, die Landesregierung habe wirksame Maßnahmen zum Wasserschutz verschlafen. (dpa)

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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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