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Trasse soll Öko-Strom nach Bayern bringen
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Fragen und Antworten zu Suedlink

Christian Brahmann 07.06.2017 0 Kommentare

Erdkabel
Die Stromkabel werden durch Kunststoffrohre gezogen. Sie ersetzen die ursprünglich geplanten Überlandleitungen, gegen die sich allerdings massiver Widerstand gebildet hatte. Danach schwenkte die Politik auf Erdverkabelung um. (Roland Weihrauch / dpa)

Auf drei sogenannten Antragskonferenzen soll im Juni die Strecke durch Niedersachsen diskutiert werden. Los geht es am Mittwoch in Osterode.

Was ist Suedlink?

Die etwa 700 Kilometer lange Gleichstromtrasse soll die „Hauptschlagader“ der Energiewende werden. Die Leitungen verlaufen von Brunsbüttel in Schleswig-Holstein nach Großgartach in Baden-Württemberg sowie von Wilster in Schleswig-Holstein nach Grafenrheinfeld in Bayern. Für die Trasse gibt es die gesetzliche Vorgabe, Erdkabeln den Vorrang vor Freileitungen zu geben. Die Bundesnetzagentur geht in ihren Planungen deshalb zunächst von einer kompletten Erdverkabelung aus.

Wie weit ist das Projekt?

„Das einzige, was bislang feststeht, sind Start und Ende. Alles dazwischen ist offen“, betont der Sprecher der Bundesnetzagentur, Fiete Wulff. Die Netzbetreiber sind die Unternehmen Tennet und TransnetBW. Sie haben mögliche Routen erarbeitet, von denen sie einen Vorschlagskorridor favorisieren und eine Alternativlösung anbieten. „Beschlossen ist aber noch nichts“, heißt es von der Bundesnetzagentur. Jetzt finden in Städten entlang der Trasse sogenannte Antragskonferenzen statt, bei denen sich betroffene Kommunen, Verbände und interessierte Bürger einbringen können. Die Hinweise werden gebündelt und zur Prüfung und Bewertung an die Netzbetreiber weitergegeben.

Wo sollen die Kabel im Land Niedersachsen liegen?

Die Vorschlagsroute läuft in Niedersachsen unter anderem durch Scheeßel, östlich an Hannover vorbei nach Bad Gandersheim und weiter nach Thüringen. Die Alternative würde westlich an der Landeshauptstadt vorbei nach Hessen führen. Die verschiedenen Abschnitte sollen auf drei Antragskonferenzen in Osterode und danach in Hannover (13. Juni) und Verden (20. Juni) diskutiert werden.

Was sagen die Gegner?

Naturschützer lehnen das Projekt komplett ab. Der Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Bundesverband der Bürgerinitiativen fordern den Stopp des Planungsverfahrens und eine grundlegende Neuererstellung der Stromnetzplanung. Sie kritisieren unter anderem, dass die Trasse oft als Windstrom-Trasse bezeichnet werde, obwohl auch Strom aus Steinkohle darüber in den Süden transportiert werden soll.

Landwirte stellen die Notwendigkeit der Stromtrasse nicht infrage. Aus ihrer Sicht werden ihnen aber zu viele Nachteile des Trassenbaus aufgebürdet. Sie fordern unter anderem eine jährliche statt der geplanten einmaligen Entschädigung.


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Leserkommentare
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...
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