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Zwei SPD-Siege bei den Stichwahlen

Claudia Ihmels, Kai Purschke, Marius Merle und Andreas Becker 16.06.2019 0 Kommentare

Sandra Röse (CDU) wird als neue Bürgermeisterin in Oyten im November die Nachfolge von Manfred Cordes (SPD, links) antreten, der am Sonntagabend zu den Gratulanten gehörte.
Sandra Röse (CDU) wird als neue Bürgermeisterin in Oyten im November die Nachfolge von Manfred Cordes (SPD, links) antreten, der am Sonntagabend zu den Gratulanten gehörte. (Björn Hake)

In Verden, Oyten und Stuhr haben die Wahlberechtigten am Sonntag in einer Stichwahl über ihre Bürgermeister abgestimmt.

Die Oytener haben entschieden, dass Sandra Röse (CDU) im November die Nachfolge von Bürgermeister Manfred Cordes (SPD) antritt. Die Christdemokratin hat am Sonntagabend in der Stichwahl gegen Heiko Oetjen (SPD) einen sehr deutlichen Wahlsieg errungen: Sie holte rund 68,5 Prozent der Stimmen, Oetjen kam auf etwa 31,5 Prozent und hatte in nur einem einzigen Wahlbezirk die Nase vorn. Die Wahlbeteiligung lag bei 49 Prozent.

„Endlich ist das Rathaus in Oyten wieder schwarz“, rief der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt auf der Wahlparty im Freudentaumel. In die Reihe der Gratulanten reihte sich auch Bürgermeister Manfred Cordes (SPD) ein, von dem Sandra Röse ab November die Geschäfte übernehmen wird.

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Später kam auch das künftige Gemeindeoberhaupt Oytens zu Wort: „Ich finde gar keinen Superlativ für all das“, sagte Sandra Röse und bedankte sich bei ihrem Wahlkampfteam. Am Anfang des Wahlkampfes sei sie für viele in Oyten eine Unbekannte gewesen: „Es ist unfassbar, was im vergangenen halben Jahr alles passiert ist.“

Der alte und neue Bürgermeister der Stadt Verden heißt Lutz Brockmann (SPD). Mit deutlichem Abstand hat er die Stichwahl gegen Jens Richter (CDU) gewonnen. Der Sozialdemokrat kam auf 54,03 Prozent der abgegebenen Stimmen, der Christdemokrat konnte 45,97 Prozent der Wählerstimmen für sich verbuchen. Im ersten Wahlgang im Mai waren vier Kandidaten angetreten, von denen allerdings niemand die absolute Mehrheit erringen konnte. Deshalb war zum ersten Mal in der Geschichte Verdens eine Stichwahl erforderlich.

„Etwas nüchterne und solide“ Arbeit

Entsprechend groß war die Freude über den Sieg beim Wahlgewinner. Brockmann zeigte sich bei seiner Wahlparty „glücklich erleichtert“ und bedankte sich auch insbesondere bei den Verdener Grünen. Sie hatten im Vorfeld eine Wahlempfehlung für ihn gegeben. Die Bürgermeisterwahl sei eindeutig eine Personenwahl gewesen, sagte Brockmann im Hinblick auf die miserablen Umfragewerte der SPD in Bund und Ländern.

„Die Verdener haben für mich als Person und für meine Inhalte gestimmt“, sagte er und sah damit seine „etwas nüchterne und solide“ Arbeit bestätigt. Lag die Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang noch bei rund 60 Prozent, nahmen lediglich 46,2 Prozent der Wahlberechtigten an der Stichwahl teil. Besonders niedrig war die Wahlbeteiligung in der Kernstadt Verden.

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In Stuhr entschieden sich die Wähler für Stephan Korte. Der 54-jährige Sozialdemokrat, der als Einzelbewerber mit Unterstützung von SPD und Grünen angetreten war, setzte sich in der Stichwahl mit 61,49 Prozent gegen den CDU-Kandidaten Frank Holle (38,51 Prozent) durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,15 Prozent, beim ersten Wahlgang am 26. Mai bei 63,20 Prozent. Auch vor drei Wochen hatte Korte vorne gelegen, allerdings knapp mit 43,80 Prozent. Holle war auf 42,90 Prozent gekommen, FDP-Kandidat André Uzulis auf 13,30 Prozent. In der Stichwahl konnte Holle nun nur das Wahllokal Grundschule Moordeich I mit 51,02 Prozent knapp für sich entscheiden, in allen anderen Wahllokalen lag Korte vorne – am deutlichsten im Wahllokal Kita Meyerstraße in Brinkum mit 70,42 Prozent.

Der neue Stuhrer Bürgermeister wird erst im Februar 2020 seinen Dienst antreten und Niels Thomsen beerben, der im Moment wegen einer Erkrankung nicht arbeiten kann und vorab erklärt hatte, sich nicht um weitere Amtszeit zu bewerben. Stephan Korte ist aktuell als Senatsrat beim Senator für Finanzen in Bremen tätig, sein unterlegener Mitbewerber Frank Holle ist Bürgermeister der Samtgemeinde Tarmstedt.

Insgesamt standen am Sonntag 23 Stichwahlen in Niedersachsen an, bei den meisten davon wurde ein neuer Bürgermeister bestimmt.


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Leserkommentare
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
onkelhenry am 19.10.2019 17:00
Hallo @Suzi ....

Was Sie da immer so verstehen ;-)

Das erklärt auch, warum Sie so oft falsch liegen!

Ja zu ...
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