Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum zeigen zu Hause ihr zweites Gesicht / 4:2 in Esenshamm folgt 3:2 über Sande Niveauarm, aber ereignisreich

Stenum. Wer noch einen besonderen Beweis benötigte, der musste spätestens nach dem gestrigen 3:2 (1:2)-Sieg des VfL Stenum über den SV Rot-Weiß Sande erkennen, dass zwischen den Heim- und Auswärtsauftritten der Bezirksliga-Fußballer Welten liegen können. Denn drei Tage nach dem sehenswerten 4:2 (1:0) beim TV Esenshamm schienen die Stenumer vor eigenem Publikum phasenweise von allen guten Geistern verlassen. Erst ein Sander Eigentor, zwei gelb-rote Karten und zwei kurz aufeinander folgende Foulelfmeter ebneten der Mannschaft von VfL-Trainer Uwe Hammes noch den Weg zum Erfolg.
03.05.2010, 04:27
Lesedauer: 2 Min
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Von Rainer Jüttner

Stenum. Wer noch einen besonderen Beweis benötigte, der musste spätestens nach dem gestrigen 3:2 (1:2)-Sieg des VfL Stenum über den SV Rot-Weiß Sande erkennen, dass zwischen den Heim- und Auswärtsauftritten der Bezirksliga-Fußballer Welten liegen können. Denn drei Tage nach dem sehenswerten 4:2 (1:0) beim TV Esenshamm schienen die Stenumer vor eigenem Publikum phasenweise von allen guten Geistern verlassen. Erst ein Sander Eigentor, zwei gelb-rote Karten und zwei kurz aufeinander folgende Foulelfmeter ebneten der Mannschaft von VfL-Trainer Uwe Hammes noch den Weg zum Erfolg.

'Ich mache mir langsam Gedanken, ob wir nicht nur noch auswärts antreten sollten', fragte sich Hammes nach dieser ebenso niveauarmen wie besonders in der zweiten Hälfte ereignisreichen Partie. In den ersten 45 Minuten ließen die Gastgeber zunächst all das vermissen, was sie noch in Esenshamm ausgezeichnet hatte. Erstaunlich, wie unsicher, umständlich und ideenlos sich die Stenumer gegen die keineswegs als Übermannschaft auftretenden Sander präsentierten. Auch in der Defensive leistete sich der VfL beachtliche Patzer, so bei der 1:0-Führung der Gäste durch Dennis Rehbein nach gerade einmal sieben Minuten.

Auch Dominik Entelmann, am Donnerstag noch zweifacher Torschütze in Esenshamm, hatte erkannt, dass seiner Mannschaft Selbstbewusstsein fehlt. 'Brust ?raus, Kopf hoch', versuchte er seine Mitspieler anzufeuern, doch es sollte noch einige Zeit dauern, bis die Stenumer die Initiative ergriffen. Zunächst halfen die Gäste erst einmal ordentlich mit, denn ein Freistoß von Jörn Poppe lenkte Sandes Moussa El-Ali mit seinem Kopf über seinen Torwart hinweg zum 1:1 ins eigene Netz (28.). Doch die Stenumer Freude währte nur zwei Minuten, denn einen erneuten Abwehrfehler nutzte Germain Young zur 2:1-Pausenführung.

Klar, dass in der Stenumer Kabine ordentlich dicke Luft herrschte, als Uwe Hammes seine Spieler fragte: 'Ist das euer Ernst?' Der Wille, diese Frage mit entsprechenden Taten auf dem holprigen Rasen mit 'Nein' zu beantworten war zweifellos da. Allein Zählbares sollte dabei zunächst nicht herausspringen. Stenum versuchte Druck zu machen, doch Sande zog sich immer mehr zurück, sodass so gut wie keine herausgespielte Chance heraussprang. So musste für den Ausgleich ein berechtigter Elfmeter herhalten, den Roland Göde nach Foul an Rouven Heidemann sicher verwandelte (76.). Kurz danach brachte Hammes mit Christian Barfuss und Alexander Klar zwei frische Kräfte, die gleich für mehr Schwung sorgten. Die nächsten Minuten sollten letztlich zu den entscheidenden werden. Zunächst foulte Sandes Sven Poltrock Dominik Entelmann im Strafraum und sah nach seiner zweiten Verwarnung die gelb-rote Karte (86.), dann verwandelte Jan Badberg den fälligen Elfmeter zum 3:2 und anschließend sah auch noch

Gästetorwart Torben Lindeke wegen wiederholten Meckerns die Ampelkarte.

Zu Meckern hätte sicherlich auch Uwe Hammes einiges gehabt, doch er beließ es bei der simplen Erkenntnis: 'Dazu kann ich heute einfach nichts Positives sagen.'

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