Skat bei TSG Seckenhausen-Fahrenhorst

Noch nicht ausgereizt

Seit diesem Monat spielt die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst wieder in der zweiten Skat-Bundesliga Nord. Das Team sprach über Taktik und Leidenschaft, Ziele und Sorgen.
14.03.2019, 16:00
Lesedauer: 3 Min
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Noch nicht ausgereizt
Von Eike Wienbarg
Noch nicht ausgereizt

Der Erfolg liegt auf der Hand: Stefan Krause (von links), Gerhard Förstmann und Frank Mai spielen mit der TSG in der zweithöchsten Liga.

Jonas Kako

Stuhr-Seckenhausen. Seit März fliegen in der zweiten Skat-Bundesliga Nord wieder die Karten über den Tisch – und auch die Spieler der ersten Mannschaft der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst sind wieder mit von der Partie. Nach einer guten Saison im vergangenen Jahr hat die Truppe um Spartenleiter Frank Mai den Aufstieg perfekt gemacht und spielt wieder in der zweithöchsten deutschen Spielklasse.

Erst im Jahr 2017 war die Skat-Mannschaft der TSG in die Regionalliga abgestiegen, berichtet Mai. „Davor haben wir bereits lange in der zweiten Bundesliga gespielt“, erzählt er weiter. Neun oder zehn Jahre sei dies der Fall gewesen. Nach dem Abstieg habe sich das Team aber sehr gut verkauft. „Wir haben ein wirklich starkes Jahr gespielt“, resümiert der Spartenleiter die erfolgreiche Saison im vergangenen Jahr. Von Anfang an habe die Mannschaft einen „sehr großen Vorsprung“ auf die anderen Teams gehabt. Und das, obwohl Bremen laut Frank Mai die stärkste Verbandsgruppe in ganz Deutschland ist. „Am letzten Spieltag wurde es aber noch einmal spannend“, berichtet Gerhard Förstmann, der neben Mai, Stefan Krause, Doris Möhle, Edgar Ammermann und Yannick Möhle ebenfalls zum Team gehört.

Immer vier Mannschaften treffen an einem Spieltag aufeinander, erklärt Frank Mai den Modus der Ligen. Gleichzeitig spielen vier Teammitglieder an den Tischen um Einzelpunkte, ein fünfter Spieler ist als Ersatz dabei. 48 Spiele in drei Runden werden jeweils gespielt. Für jede Runde gibt es ein Zeitlimit von maximal zwei Stunden. Danach werde auch immer das Kartenspiel ausgetauscht. „Ein Spieltag dauert rund sieben Stunden“, berichtet Mai. Von diesen Spieltagen gibt es fünf im Jahr. „Wir haben einen Heimspieltag pro Jahr“, erläutert der Spartenleiter weiter. Am letzten Spieltag des Jahres kommen alle Mannschaften an einem Ort zusammen.

Während es in der Regionalliga für die Seckenhauser Skatspieler im weitesten Falle bis nach Nienburg ging, stehen jetzt weitere Fahrten für die Mannschaft auf dem Programm. Da die zweite Liga viergleisig ist, kommen Teams aus dem ganzen Norden zusammen. „Kiel ist unter anderem mit dabei“, berichtet Frank Mai. Da dürfte die Fahrt schon ein bisschen weiter werden.

Im Gegensatz zu anderen Mannschaften, die sich in erster Linie aus den – internen – Tabellen zusammensetzen, ist die Seckenhauser Mannschaft zusammengewachsen, wie Mai berichtet. „Es passt menschlich gut zusammen“, bestätigt Stefan Krause. So unterstütze sich das Team, auch wenn es mal schlechter läuft, ergänzt Mai.

Die Mitspieler sind dabei schon lange vom Skatspielen fasziniert. Krause zum Beispiel kam bereits in der Schule zum Skat, gründete sogar eine Skat-AG mit. Bei Frank Mai ging die Leidenschaft schon im Kindesalter los, auch Gerhard Förstmann war bereits in der Schule mit den Skat-Karten unterwegs.

Aber was macht die Leidenschaft Skat aus? „Es ist die Faszination, den Glücksfaktor zu überwinden“, beschreibt es Frank Mai. Klar gebe es beim Skat wie bei allen Kartenspielen eine Glückskomponente. Durch viele Spiele werde aber versucht, diese auszugleichen. Ein guter Skatspieler wisse immer, wie viele Punkte er hat. Und auch verschiedene Spielertypen sind in den Teams vertreten. So spiele der eine eher defensiv, ein anderer eher offensiv. „Wenn der Erwartungswert positiv ist, dann reizt man, wenn nicht, dann nicht“, erklärt Mai. Im Ligenbetrieb überwiege aber der eher defensive Spielstil, weiß er zu berichten.

„Für mich zählt genauso der Spaßfaktor dabei“, berichtet Stefan Krause. „Es ist nur ein Spiel“, ergänzt ihn Gerhard Förstmann. Aber eben auch ein Spiel, das wie Frank Mai berichtet, „sehr emotional werden kann“.

Ein wenig Sorgen um den Nachwuchs gibt es aber auch beim Skat. Mit seinen 49 Jahren gehört TSG-Spartenleiter Frank Mai nach eigenen Angaben mit zu den Jüngeren. Der Altersschnitt in Seckenhausen liege bei etwa 60 Jahren, die ältesten Spieler seien um die 80 Jahre. 22 Spieler nahmen im vergangenen regelmäßig an den Trainingsabenden im Vereinsheim an der Timmstraße teil, berichtet er. Interessierte seien immer willkommen.

Und was erwartetet die Mannschaft von der Saison in Liga zwei? „Das Ziel ist Drinbleiben“, sagt Spartenleiter Mai, der selbst mal erste Bundesliga gespielt hat. „Da ist nichts mehr mit lustig am Tisch“, berichtet er aus Erfahrung. An den meisten Tischen in der zweiten Liga stehe aber der Spaß im Vordergrund.

Die Skatsparte der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst kommt immer freitags um 19.30 Uhr zu ihren Übungsabenden zusammen. Diese finden im Vereinsheim an der Timmstraße 1 in Seckenhausen statt. Weitere Informationen erteilt Spartenleiter Frank Mai per E-Mail an fosmai@web.de.

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