Ganderkesee-Bookhorn Nutzungspläne für Alte Schule

Ganderkesee-Bookhorn. Wenn die DRK-Rettungswache ausgezogen ist, will die Gemeinde die Alte Schule in Bookhorn weiterhin mietfrei für Vereine zur Verfügung stellen. Allerdings könnten auf die Nutzer künftig höhere Energierechnungen zukommen.
11.06.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jochen Brünner

Ganderkesee-Bookhorn. Was wird aus der Alten Schule in Bookhorn, wenn die DRK-Rettungswache an die Urneburger Straße gezogen ist? Die Gemeinde will das Gebäude auch weiterhin Vereinen und Verbänden mietfrei zur Verfügung stellen. Allerdings könnten auf die Nutzer künftig höhere Energierechnungen zukommen.

Der Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) des Landkreises Oldenburg an der Westtangente schreitet immer weiter voran – die Fertigstellung ist inzwischen nur noch eine Frage weniger Wochen. Und damit beginnt ein großes Stühlerücken. Denn wenn die FTZ an die Westtangente zieht, räumt die DRK-Rettungswache bekanntlich ihren Standort in der Alten Schule Bookhorn und zieht in die frei werdenden Räumlichkeiten an die Urneburger Straße.

Aktuell werden hinter den Kulissen die Weichen gestellt, was mit der ehemaligen Rettungswache passiert, wenn das DRK raus ist. Denn schließlich wird das Gebäude auch noch von einigen anderen Vereinen – unter anderem der Deutschen Lebens Rettungs Gesellschaft (DLRG) – genutzt.

So hat die CDU-Fraktion vor einigen Wochen einen Prüfauftrag an die Verwaltung gegeben. Die Gemeinde solle über die Sommerferien klären, von welchen Vereinen das Gebäude genutzt wird, welche Sanierungsarbeiten anstehen und ob auch möglicherweise ein Verkauf der Alten Schule in Frage komme. "Natürlich machen wir uns Gedanken, was mit dem Gebäude passieren kann", sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Dietmar Mietrach. "Aber kein Verein muss Angst haben, dass er jetzt einfach vor die Tür gesetzt wird", betont er. So könnte sich der CDU-Mann hier für ein Modell erwärmen, wie es vor einigen Jahren auch beim alten Schulgebäude in Hengsterholz Anwendung gefunden habe: Das sei an einen Privatmann mit der Auflage veräußert worden, dass der Sportverein oder die Feuerwehr einige Räume weiter nutzen können.

Gemeinde-Sprecher Hauke Gruhn erklärte auf Nachfrage, dass die Verwaltung derzeit keinen Anlass sehe, das Gebäude zu verkaufen – vor allem auch aus dem Grund, weil man den dort residierenden Vereinen und Verbänden keine geeigneten Ersatz-Standorte anbieten könne. Nach dem Auszug des DRK werde die DLRG, die aktuell nur einige Räume im Obergeschoss belegt, der Hauptnutzer der bisherigen Rettungswache sein. Nach den aktuellen Planungen wird sie ihren Bereich auf das komplette Obergeschoss und einen Raum im Untergeschoss ausdehnen. Weiterhin nutzen unter anderem die Guttempler, der Dorfausschuss Bookhorn sowie der Sozialverband Deutschland (SoVD) die Räumlichkeiten. Auch die Sportler der SG Bookhorn haben hier ihre Umkleidekabinen. Weil deren Situation jedoch sehr beengt sei, werde sich auch der Umkleidetrakt erweitern, so Gruhn.

Weitgehend einig ist sich die Gemeinde inzwischen mit der Brieftaubenreisevereinigung Delmenhorst und Umgebung: Der Verein kommt als Nutzer neu hinzu und wird nach dem DRK-Auszug eine Garage und einen Lagerraum in dem Gebäude erhalten.

Laut Gruhn bezahlen die in Bookhorn residierenden Vereine derzeit keine Miete an die Verwaltung und würden sich auch nur anteilig an den Energiekosten beteiligen. Zwar will die Gemeinde den Nutzern des Hauses nach dem aktuellen Stand der Dinge auch weiterhin Mietfreiheit gewähren, doch müssten sie damit rechnen, die Energiekosten künftig in voller Höhe tragen zu müssen.

Nicht betroffen von den ganzen Überlegungen ist übrigens der Spielmannszug Ganderkesee, der sein Vereinsheim gleich nebenan hat. Das Gebäude ist Eigentum des Verein und in Eigenleistung errichtet worden. Das Grundstück haben sich die Musiker in einem Erbpachtvertrag auf 99 Jahre gesichert.

Nähere Einzelheiten über die Umzüge der Feuerwehrtechnischen Zentrale an die Westtangente und des Deutschen Roten Kreuzes an die Urneburger Straße will der Landkreis Oldenburg in der kommenden Woche bekanntgeben.

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