Die SPD-Kandidatin Daniela Behrens will im zweiten Anlauf raus aus der Opposition Optimistisch in den Wahlkampf

Daniela Behrens tritt als SPD-Kandidatin im Wahlkreis Unterweser bei der Landtagswahl im Januar 2013 an. Einstimmig wurde sie von den Delegierten auf der Wahlkreiskonferenz in der Bramstedter Bauernschänke nominiert.
15.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Luise Bär

Daniela Behrens tritt als SPD-Kandidatin im Wahlkreis Unterweser bei der Landtagswahl im Januar 2013 an. Einstimmig wurde sie von den Delegierten auf der Wahlkreiskonferenz in der Bramstedter Bauernschänke nominiert.

Bramstedt. "Die rot-grüne Mehrheit kann erreicht werden." Die SPD-Landtagsabgeordnete Daniela Behrens aus Beverstedt-Bokel gab sich siegessicher. Die Prognosen für die Niedersachsenwahl stünden auf Regierungswechsel, sagte die 43-Jährige zu den Teilnehmern der Wahlkreiskonferenz. Für ihren Wahlkreis 59 (Unterweser) hat sich Behrens zum Ziel gesetzt, an die erfolgreichen Direktwahlen von Edda Goede (1986 bis 2003) und Uwe Brauns (1986 bis 1994) anzuknüpfen: "Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn dieser Wahlkreis nicht von uns gewonnen werden kann."

Dann heiße es nicht mehr Meckern, wie in der Opposition, sondern Gestalten. In den Bereichen Erziehung, Bildung, Arbeit und Kultur müssten Änderungen her, so die Politikerin. Gesamt- und Ganztagsschulen, Abschaffung der Studiengebühren, 8,50 Euro-Mindestlohn waren und sind dabei ihre Stichworte. Der Wirtschaftsförderung gebühre Priorität. Im Bereich Hafen- und Energiewirtschaft und setze sie auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Land Bremen, fuhr Behrens fort: "Die wirtschaftliche Entwicklung Bremens ist der Motor für unsere Region." Rund 70 Prozent der Pendler hätten ihre Arbeitsplätze in Bremen oder Bremerhaven.

Unterstützung erhielt die Kandidatin von Gastredner Jens Böhrnsen (SPD), Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen. Die Zusammenarbeit der Länder Bremen und Niedersachsen sei wichtig für die Region, betonte Böhrnsen. Moderne Wirtschaftspolitik heiße, neuen Branchen die passenden Rahmenbedingungen zu bieten. "Die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft - das ist es", erklärte der Bremer mit Blick auf die beispielhafte Kombination aus Theorie und Praxis bei der Windenergie, ihren Produktionsstätten und angegliederten Service-Unternehmen. Davon könnten alle umliegenden Kommunen profitieren, "Stadt und Land sind aufeinander angewiesen". Die Nachbarschaft sei Partnerschaft auf Augenhöhe, davon hätten alle etwas. Allerdings, so Böhrnsen, sei zu befürchten, dass die Bundesregierung die Energiewende gerade an die Wand fahre. Durch Zuständigkeits-Wirrwarr stocke der Bau sogenannter Offshore-Anlagen; wegen ungesicherter Stromnetz-Anbindungen hielten die Banken

Kredite zurück. Der gemeinsam von Niedersachsen und Bremen gebaute Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, der als einziger deutscher Tiefseehafen im Sommer seinen Betrieb aufnehmen soll, sei hingegen ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit der Länder und eine strategisch richtige Entscheidung für Deutschland.

Bevor die 36 Wahlkreis-Delegierten aus den Gemeinden Loxstedt, Schiffdorf und Schwanewede sowie den Samtgemeinden Hambergen und Hagen zur Abstimmung schritten, stimmte der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Olaf Lies auf den kommenden Wahlkampf ein. Der Norden werde "richtig rot", wenn in Schleswig-Holstein und Niedersachsen ein Regierungswechsel herbeigeführt werde. Das mache die Zusammenarbeit vielleicht nicht einfacher, aber sozialdemokratischer, so Lies.

"Der Aufgalopp ist erfolgt, nun geht es um die inhaltlichen Auseinandersetzungen", wies Gunnar Wegener, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Cuxhaven, auf die Aktivitäten der nächsten Monate hin. In der Reihe der sogenannten Dialog-Veranstaltungen sollen dabei künftig Themen wie Altersarmut, Trinkwasserschutz oder Arbeitsmarktpolitik mit Experten und Bürgern diskutiert werden.

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