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Interessengemeinschaft der Betriebe startet Initiative
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Freies Netz in Ritterhude

Brigitte Lange 16.12.2016 0 Kommentare

Initiative: Freies Netz Ritterhude
Initiative: Freies Netz Ritterhude (Brigitte Lange)

Konkret war es die Interessengemeinschaft Ritterhuder Betriebe (IRB), die an das Netz-Zentrum herangetreten ist und sich um gesponserte WLAN-Router beworben hatte. Mit Erfolg. „84 Router hat die IRB bekommen und kann diese nun verteilen“, berichtet Beyersdorff bei der Präsentation des Projektes, zu der die IRB samt ehrenamtlichen Berater, dem Lilienthaler Freifunker Winfried Rokita, sowie dem Ideengeber André Hilbers von der Ritterhuder Ratsfraktion der Bündnis-Grünen eingeladen hatte.

Initiative: Freies Netz Ritterhude
Setzen auf die Zugkraft eines freien WLAN-Zugangs für Alt-Ritterhude: Winfried Rokita, Arne Fischbach, Peer Beyersdorff, André Hilbers, Petra Rabba und Axel Schäfer (v.l.). (Brigitte Lange)

Mit den Routern möchte die IRB nun im Bereich der Riesstraße, der Berliner Straße und der Straße Am Großen Geeren flächendeckend für freies WLAN sorgen. Mit der Beschaffung der Geräte ist der erste Schritt getan. Aber noch muss die IRB die Geschäftsleute als Mitstreiter gewinnen. Sie müssen bereit sein, die Router in ihren Verkaufsräumen und/oder an der Fassade ihrer Läden anzubringen, sodass ein durchgehendes freies WLAN-Netz entstehen kann. Bis Ende Februar nächsten Jahres müssen die Router installiert sein, so die Vorgabe.

„Viele Leute stehen dem WLAN-Ausbau skeptisch gegenüber“, sagt Beyersdorff. „Das wird noch schwierig“, sagt auch Winfried Rokita. Dabei spräche vieles für ein freies Netz. „Es stellt einen großen Nutzen für die Gemeinde dar“, versichert Beyersdorff. Die Möglichkeit, jederzeit ohne entsprechenden Vertrag mit dem Smartphone oder Notpad ins Internet zu kommen, werde sicher mehr Menschen und damit auch mehr Kunden in den Ortskern von Alt-Ritterhude führen, sind sie überzeugt. Mithilfe der Router würden sich die Bürger sowohl in den Geschäften als auch draußen auf der Straße ins Netz einwählen können. Hilbers ist überzeugt: „Dadurch würden die Geschäftsleute eine größere Aufenthaltsqualität an der Riesstraße schaffen.“ 

Rokita und Hilbers verweisen vor allem auf Jugendliche und auf Flüchtlinge, die von einem kostenlosen Netz-Zugang profitieren würden. Sie könnten sich die regulären Verträge, über die sie mobil ins Internet kommen, nicht leisten und würden dadurch abgehängt. Rokita bezieht sich auch auf  Jugendliche, denen die Eltern diese Handy-Verträge nicht erlauben würden. Ein freies Netz im Ortskern würde Alt-Ritterhude für sie attraktiv machen. Und Flüchtlingen würde es außerdem erleichtern, den Kontakt zu ihren Familien zu halten. Apotheker Arne Fischbach, Mitglied der IRB, sieht die ältere Generation ebenfalls als Nutznießer.

Gemeinde soll nachziehen

Rokita wirbt für das Projekt: Smartphone-Nutzer könnten sich zum Beispiel kostenlos Updates aus dem Netz runterladen. Das dauere zwar etwas, aber im Sommer könne man sich durchaus eine halbe Stunde im Freien aufhalten. Sorgen, Abmahnungen zu bekommen, weil sich jemand illegal kostenpflichtiges Material aus dem Netz runtergeladen hat, bräuchten sich die Geschäftsleute nicht zu machen, bemerkt Hilbers. Rokita nickt: „Beim Freifunk kann das nicht zurückverfolgt werden, deshalb gibt es keine Abmahnungen.“

Er argumentiert: „Bei einem freien Netz muss ich mich nur einmal einwählen und diese Prozedur nicht alle paar Meter wiederholen“, sagt Rokita. „Ich finde, es gibt zu wenig freies WLAN“, sagt er. Mit dieser Haltung steht er nicht allein. André Hilbers etwa schwebt vor, dass sich irgendwann die Gemeinde selbst als Freifunk-Initiative engagieren und Rathaus, Riesschule und Hamme-Forum entsprechend ausrüsten könne. „Diese Aktion soll eine Initialzündung sein.“

„Diese Aktion der IRB soll erst mal eine Initialzündung sein.“ André Hilbers, Ideengeber

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Leserkommentare
reswer am 22.10.2019 09:01
Die wollen lieber ihre subventionierten Biogasanlagen behalten........Ihre Felder mit Nitrat verseuchen...zum Nachteil aller Menschen.......und ...
gorgon1 am 22.10.2019 08:55
@ManUD7... Schuld, ok, dass ist in erster Linie der Konsument ...

Moin, weshalb das denn? Würde nicht so rumgeaast in der Landwirtschaft ...