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Erster Trinationaler Jugendaustausch erzielt eine positive Außendarstellung für die gesamte Kreisstadt
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Vorurteile künstlerisch abgebaut

Christian Markwort 22.10.2013 0 Kommentare

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42 Jugendliche aus der Kreisstadt, Polen und Marokko beschäftigten sich beim trinationalen Jugendaustausch mit Frieden und Kultur. Mitorganisator Abdelhafid Catruat (rechts) und Torsten Rohde (links) von der Stadt zeigten sich begeistert von den drei Graffiti. CM· (christian markwort)

Harmonie und Symbolik standen während der Abschlusspräsentation des trinationalen Jugendaustausches im Jugendhaus am Pumpelberg im Mittelpunkt. Nachdem zwei Delegationen aus Polen und Marokko auf Einladung der städtischen Jugendarbeit eine Woche lang in der Kreisstadt mit ihren deutschen Gastgebern in Sachen Völkerverständigung unterwegs waren (wir berichteten), stellten die insgesamt 42 Jugendlichen im Jugendhaus die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Graffiti-Aktion vor. Unter den Augen von Stadtdezernent Torsten Rohde sowie zahlreicher Gäste aus den Bereichen Jugendarbeit, Landkreis und Polizei enthüllten jeweils drei Jugendliche pro Land Stellwände, auf denen sie während eines Graffiti-Workshops mit dem Bremer Künstler Siko Ortner farbenprächtige und aussagekräftige Bilder erstellt hatten. „Es war eine ganz besondere Woche“, erklärte die Leiterin des Jugendhauses, Monika Genssler, in ihrer Begrüßungsansprache. „So ein Projekt macht uns so schnell niemand nach.“

Neben zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten aller Beteiligten wie einer Stadtführung durch Bremen, einem Kennenlern-Abend in Osterholz-Scharmbeck sowie einem Tag im Allwetterbad der Kreisstadt stand die Kunst ganz oben auf der Prioritätenliste. Der Graffiti-Lehrer Siko Ortner vermittelte zunächst den deutschen Jugendlichen die Grundlagen der Sprühkunst, diese gaben sie anschließend an ihre ausländischen Gäste weiter. „Das Schwierigste dabei war, alle drei Gruppen auf einen Stand zu bringen“, blickte Ortner auf die Anfänge zurück. Jede Gruppe sollte Ideen entwickeln und umsetzen, welche Symbole ihr Land am besten repräsentierten. „Alle haben toll mitgezogen und ganz fantastische Einzelwerke erstellt“, lobte der Künstler die Jugendlichen, „ich würde jederzeit wieder an so einer Aktion mitwirken wollen.“

Lob gab es für das gesamte Team des Jugendhauses, bei denen vor allen Dingen Organisator Abdelhafid Catruat und Jana Lüthens vom Lernhaus im Campus mit warmen Worten und ausgiebigem Applaus überschüttet wurden. „Ganz toll, was ihr auf die Beine gestellt habt“, erklärte Monika Genssler. „Aber auch die Zusammenarbeit mit Polizei und Landkreis hat hervorragend funktioniert“, fügte sie hinzu.

Wanderausstellung

Stellvertretend für Osterholz-Scharmbeck zollten alle Beteiligten Stadtdezernent Torsten Rohde, der für die Bereitstellung der nötigen Mittel verantwortlich zeichnete, Kreisjugendpflegerin Hella Martin, der örtlichen Polizei sowie dem Bremer Servicebüro Jugendinformation, dem deutsch-polnischen Jugendwerk und dem Auswärtigen Amt ein großes Lob. „Ohne Ihre Hilfe wäre dieser Austausch kaum möglich gewesen“, so Genssler. Rohde gab das Lob zurück: „Dieser Austausch hat für eine tolle Außenwirkung für die gesamte Stadt gesorgt“, betonte der Stadtvertreter. „Es ist toll mitanzusehen, dass Jugendliche aus verschiedenen Ländern so harmonisch miteinander umzugehen wissen.“

Für die Jugendlichen war die Woche gespickt mit vielen wertvollen Erfahrungen. „Wir konnten vor allen Dingen viele Vorurteile den anderen gegenüber abbauen“, meinte zum Beispiel Tobias Bade aus der deutschen Gruppe. Gemeinsam mit Xesjin Kousa und Sebastian Bonechta präsentierte er ein Bild, auf dem zahlreiche internationale Landesflaggen über der Skyline von Berlin zu sehen waren. „Die stehen symbolisch für alle Nationen, aus denen Jugendliche in Osterholz-Scharmbeck stammen und sollen das Gemeinschaftsgefühl darstellen“, erklärten die drei Jugendlichen. Auch auf den Gemälden der polnischen sowie der marokkanischen Jugendlichen ging es um Symbolkraft und das friedliche Miteinander aller Menschen der Erde. „Ich habe schon häufig an einem Jugendaustausch teilgenommen“, meinte Xesjin. „Aber dieser war mit Abstand der geilste von allen.“ Obwohl die Verständigung untereinander teilweise nur mit Händen und Füßen sowie mit Hilfe von Dolmetschern möglich war, „haben wir uns super verstanden“, lautete der Tenor aller Beteiligten.

Die drei Graffiti-Gemälde der Jugendlichen werden in den kommenden Wochen in Form einer Wanderausstellung unter anderem im Rathaus von Osterholz-Scharmbeck, im Osterholzer Kreishaus sowie in weiteren Gemeinden des Landkreises Osterholz und in Bremen zu besichtigen sein.


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Leserkommentare
Bevenser am 22.10.2019 17:47
Man muss sich nicht künstlich blöd stellen. Wie es geht sieht man z.B. in Österreich - und nicht nur da.
peteris am 22.10.2019 17:39
Werden diese Menschen "losgelassen", dann gibt es erst wieder einen Stop in Deutschland.

Bereiten" wir " uns schon einmal darauf vor. ...