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Energetisches Sanierungsgebiet
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Anreiz für mehr Klimaschutz

Brigitte Lange 15.05.2019 0 Kommentare

Ein Teil von Alt-Ritterhude soll zum energetischen Sanierungsgebiet erklärt werden. Das Dämmen von Wänden und andere Maßnahmen wären dann für die Hausbesitzer steuerlich absetzbar.
Ein Teil von Alt-Ritterhude soll zum energetischen Sanierungsgebiet erklärt werden. Das Dämmen von Wänden und andere Maßnahmen wären dann für die Hausbesitzer steuerlich absetzbar. (ARMIN WEIGEL/dpa)

Ritterhude. Deutschland wird nach dem neuen Klimaschutzbericht seine Klimaziele für 2020 verfehlen. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat daher die Debatte über eine C02-Steuer angestoßen. Dass Ritterhude gerade dabei ist, für ein Wohngebiet in Alt-Ritterhude ein energetisches Sanierungsprojekt aufzulegen, könnte den dortigen Gebäude-Eigentümern somit gelegen kommen.

Ihr Vorteil: Sobald das ins Visier genommene Sanierungsquartier, das zwischen den Straßen Mühlenberg, Ahornstraße und Am Großen Geeren liegt, förmlich festgesetzt ist, können sie die energetischen Schwachstellen ihrer Häuser sanieren. Besondere Fördermittel werden sie dafür zwar nicht erhalten. Die Kosten können sie aber zehn bis zwölf Jahre lang zu 80 bis 100 Prozent über ihre Einkommensteuer absetzen, berichtete Bauamtsleiter Michael Keßler dem Ritterhuder Bauausschuss. Außerdem profitierten sie davon, dass durch eine Sanierung ihr Energieverbrauch sinke. Beides zusammen, so hoffte er, sei für viele Betroffene ein Anreiz, um in Maßnahmen zu investieren.

Projektleiter Ralf Manke und Projektbearbeiterin Nora Wolter von der Firma Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DKS) waren zur Sitzung gekommen, um sich das Okay für die notwendige vorbereitende Untersuchung zur Festsetzung des Sanierungsquartiers zu holen. Sie bekamen es – einstimmig.

 Untersuchung vermutlich kostenlos

Die Untersuchung werde die Gemeinde voraussichtlich nichts kosten, beantwortete Manke Politiker-Fragen. Zwar sei die vorbereitende Untersuchung für sich genommen nicht förderfähig. Allerdings nimmt die Gemeinde Ritterhude bereits an einem Programm zur „energetischen Stadtsanierung“ teil. Dieses wird zu 65 Prozent von der KfW-Bank gefördert. Die Untersuchungen, die als Teil dieses Projektes gemacht würden, überschnitten sich zum Großteil mit denen für die nun geforderte vorbereitende Untersuchung zum Sanierungsgebiet. Manken geht daher davon aus, dass keine nennenswerten zusätzlichen Kosten auf die Gemeinde zukommen.

In diesem ersten Schritt zur Festlegung des 60 Hektar messenden Sanierungsquartiers werden alle Gebäude, egal ob Wohnhaus oder Gewerbe, sowie Verkehr und Infrastruktur untersucht. Daraus werden weitergehende Handlungsempfehlungen entwickelt. Anschließend wird das Sanierungsquartier förmlich festgesetzt, und die Eigentümer der Gebäude können aktiv werden. Für weitere Nachfragen aus den Reihen der Politiker sorgte der Hinweis, dass der Status „Sanierungsquartier“ in den Grundbüchern eingetragen werde und dass die Eigentümer gegenüber den Mitarbeitern des Untersuchungsbüros auskunftspflichtig seien. Letzteres hielt Manken aber für vernachlässigbar. Dieses Quartier-Vorhaben sei so „schlank“, dass sie das Instrument sicher nicht bräuchten. Der Eintrag ins Grundbuch ist laut Verwaltung wiederum wichtig, damit die Gemeinde  gegenüber dem Finanzamt bestätigen kann, dass ein bestimmtes Gebäude innerhalb des Sanierungsgebietes liegt. Keßler mahnte jedoch, dass innerhalb dieses Quartiers die Hausbesitzer aber nun nicht einfach mit der Sanierung anfangen dürften. „Sie müssen erst einen Modernisierungs- und Instandsetzungsvertrag mit der Gemeinde schließen“, erklärte er. Sobald die Maßnahmen umgesetzt seien, werde kontrolliert, ob sie sachgerecht gemacht wurden. Dann erst könne die Gemeinde gegenüber dem Finanzamt bestätigen, dass die Kosten als Teil des Sanierungsprojekts angefallen seien.

Die Festsetzung des Sanierungsgebietes und damit das Startzeichen für Sanierungsmaßnahmen sieht Keßler etwa Anfang 2020. Energetische Beratungen sollen früher möglich sein. Für den 22. August  laden Gemeinde und DKS zu einer Bürgerinformation ein.


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Leserkommentare
linde79 am 20.10.2019 17:58
Wie wäre es denn, wenn man auch mal die Qualität der Lehrer und Lehrerinnen hinterfragte? Wie wäre es in Anbetracht der Bildungsmisere, die ...
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...