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Projekt von IHK und IGS
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Auf der Suche nach den Technikern von Morgen

Christa Neckermann 17.06.2019 0 Kommentare

Die Teilnehmer des MINT-Projektes nahmen nicht nur Urkunden mit, sondern auch viele neue Erfahrungen und spannende Einblicke in hiesige Unternehmen.
Die Teilnehmer des MINT-Projektes nahmen nicht nur Urkunden mit, sondern auch viele neue Erfahrungen und spannende Einblicke in hiesige Unternehmen. (Maximilian von Lachner)

Osterholz-Scharmbeck. Um auch in der Zukunft die vielfältigen Probleme dieser Welt lösen zu können, werden Ingenieure und Techniker gesucht, die mit Einfallsreichtum, frischen Ideen und Freude am Detail Lösungen für Probleme finden, die sich die Menschheit zum Teil selbst bereitet hat. Leider interessieren sich immer weniger Jugendliche für die sogenannten MINT-Berufe, die nichts mit einem einfach zu lutschenden Drops zu tun haben, sondern ganz handfest für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik stehen.

Die Begeisterung der Jugendlichen für diese Fächer neu anzufachen, das hat sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) mit ihrem MINT-Projekt vorgenommen. Seit 2014 besteht diese Zusammenarbeit zwischen natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Unternehmen und den Schulen, die begabte Schüler zu besonderen Berufspraktika in die Unternehmen schicken können. War das MINT-Projekt bisher vornehmlich im Landkreis Rotenburg vertreten, so nahmen in diesem Jahr erstmals Unternehmen und Schulen aus dem Landkreis Osterholz daran teil. Jetzt, bei der Abschlussveranstaltung in den Räumen der IGS Buschhausen, zeigte sich, wie erfolgreich das Projekt sowohl für die teilnehmenden Unternehmen als auch für die 15 Schülerinnen und Schüler war. „Es macht einen großen Unterschied, ob ein Lehrer vor der Klasse naturwissenschaftliche Gesetze erklärt, oder ob ein Ausbilder in einem Lacklabor fragt, nach welchen physikalischen Gesetzen hier ein bestimmter Beschichtungsvorgang funktioniert“, ist sich Stefan Dilbart, stellvertretender Schulleiter der IGS sicher.

Marie Jordan, stellvertretende Bürgermeisterin von Osterholz-Scharmbeck, stellte in ihrer kleinen Begrüßung fest, dass es heute zu den größten Problemen der Wirtschaft gehört, geeignete Nachwuchskräfte zu finden. „Ich finde dieses MINT-Projekt besonders spannend und beeindruckend“, sagte Jordan, und nahm sich dann auch die Zeit, den Vorträgen und Berichten der anwesenden 13 MINT-Teilnehmer zu folgen. Auch die Eltern und Lehrkräfte der teilnehmenden Schulen – der KGS Hambergen, der IGS Lilienthal, des Gymnasiums Osterholz-Scharmbeck, des Lernhauses im Campus, der IGS Buschhausen und des Gymnasiums Ritterhude – konnten noch einmal das vergangene halbe Jahr Revue passieren lassen. „Besonders erwähnenswert finde ich, dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler des 8. und 9. Jahrgangs dieses Projekt sozusagen in ihrer Freizeit durchgezogen haben. Natürlich fanden die Projekttage in den Firmen in der Schulzeit statt, doch die jungen Leute mussten trotzdem die versäumten Stunden nachholen, ihre Hausaufgaben machen und sich auf Klausuren vorbereiten – also extra Arbeit und Einsatz investieren“, lobte Sonja Tiedemann, Ausbildungsentwicklerin bei der IHK Stade.

Bei Lubrizol Deutschland in Ritterhude erhielten die Nachwuchstüftler Einblick in die Herstellung von Additiven für Lacke und Druckfarben, beim Armaturen-Hersteller Ritag in Osterholz-Scharmbeck konnten sie ein Pumpen-Rückschlag-Ventil herstellen und als Produktdesigner kreativ werden. Nabertherm in Lilienthal gab den jungen Leuten einen ersten Einblick in elektrotechnische Schaltungen, der kleine Elektromotor, der dabei entstand, durfte dann mit nach Hause genommen werden. Faun Umwelttechnik bot einen Blick hinter die Kulisse der unterschiedlichsten Müllentsorgungsfahrzeuge, dort lernten die jungen Leute auch, wie ein Gewinde geschnitten wird. Die Firma Bergolin beschäftigt sich mit der Herstellung von Lacken. Die jungen MINT-Teilnehmer konnten dort mit den Auszubildenden Lacke mischen.

Bei den Stadtwerken Osterholz lernten die MINT-Teilnehmer, warum Strom grün ist, Gas nicht riecht und weshalb eine Kläranlage wichtig ist. Das Highlight für die Schülerinnen und Schüler bestand aber in der Berechnung eines Stromkreises, damit alle angeschlossenen Geräte mit ausreichender Power versorgt werden, ohne dass die Sicherungen überlastet werden.

Alle MINT-Teilnehmer erhielten dann von Sonja Tiedemann und Daniela Westerhoff neben dem Zertifikat für die Teilnahme am Projekt noch einen USB-Stick und eine großzügig ausgelegte Powerbank. Karin Kühnrich, Ausbildungsleiterin bei Lubrizol, brachte es für die teilnehmenden Betriebe auf den Punkt: „Es war ein großartiges Projekt, bei dem wir auch zukünftig gern wieder mitmachen würden!“


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...