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Herbstmarkt Hagen
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Bonbon-Deko aus Poolnudel-Scheiben

Andrea Grotheer 15.09.2019 0 Kommentare

Süße Deko-Idee:
Die „Fantasy Kids“ aus Hagen hatten viel Mühe in ihren „Candy Shop“ -Wagen investiert.
Süße Deko-Idee: Die „Fantasy Kids“ aus Hagen hatten viel Mühe in ihren „Candy Shop“ -Wagen investiert. (Fotos: Grotheer)

Hagen. Aktuelle Chart-Hits dröhnen aus den Boxen am Autoscooter, der Duft frisch gebrannter Mandeln steigt in die Nase, und auf dem Kinderkarussell drehen die Jüngsten im Feuerwehrauto ihre Runden: Schon beim Betreten des Festgeländes am Busbahnhof überkommt den Besucher das typische Jahrmarktsgefühl. Dabei ist der Hagener Herbstmarkt noch viel mehr: Er ist Treffpunkt der Hagener, ein Ort der Zusammenkunft für Alt und Jung, für alle, die weggezogen sind und einmal im Jahr wiederkommen. Für alle gilt: „Wir treffen uns beim Herbstmarkt."

Schon am Familientag am Freitag hatte sich das Festgelände schnell gefüllt. Mit dem Fassbier-Anstich eröffnete Bürgermeister Andreas Wittenberg gemeinsam mit Ortsvorsteherin Giesela Schwertfeger und dem Landtagsabgeordneten Oliver Lottke die dreitägige Veranstaltung. Applaus gab es, als das Freibier aus dem sicher platzierten Zapfhahn floss. Die Zumba-Kids und -Teens unterhielten die Besucher im Anschluss mit ihrer Vorführung. Zuvor hatten sich bereits rund 150 Gäste im Festzelt beim Seniorennachmittag über die Hagener Originale „Madda und Kede“ amüsiert. Am Abend wurde nach dem Laternenumzug auf dem Festgelände gefeiert: Zum „Project Herbstmarkt“ im Zelt hatte die Diskothek Pam-Pam eingeladen.

Am Sonnabend startete der Festumzug mit insgesamt 53 Gruppen. „Wir haben 47 Wagen und sechs Fußgruppen, es wird immer größer“, erzählte Marc Segelken, der gemeinsam mit Ehefrau Andrea sowie Henning Marlow und Justin Womble den Umzug organisiert hatte. Zahlreiche Helfer waren im Einsatz, um die ankommenden Wagen auf dem Startplatz im Gewerbegebiet Döhrenacker zu platzieren.

Helfer marschieren mit

Bereits seit 13 Jahren übernimmt Marc Segelken die Umzugsleitung ehrenamtlich. „Wir haben dieses Jahr erstmals zusätzlich zu dem im Zug mitfahrenden Rettungswagen und dem Quad des DRK zwei DLRG-Fußgruppen mit jeweils zwei Sanitätern dabei“, erzählte er. Damit sei im Notfall auch für die zahlreichen Zuschauer gesorgt, die in Massen die Straßen säumten und den Zug der bunten Wagen verfolgten.

Viel Mühe hatte sich beispielsweise das Team der „Fantasy Kids“ mit der Dekoration ihres Wagens gemacht. Unter dem Motto „Candy Shop“ waren etwa 1400 Bonbons aus in Scheiben geschnittenen Poolnudeln entstanden, die in Folie eingepackt wurden. Lollis aus Styropor, in Neonfarben angemalt und ebenfalls verpackt, vervollständigten die aufwendige Dekoration. „Die Idee haben wir selber entwickelt“, erzählte Sandra Otten. Die Gruppe aus Hagen, bestehend aus Nachbarn und Freunden, war schon zum vierten Mal beim Umzug dabei.

Eine bereits im Vorjahr aus Styroporsteinen gebaute Burg war unterdessen das Domizil von Schneewittchen und den sieben Zwergen der LTG Lehnstedt. „Eigentlich sind wir 13 Zwerge“, so Martina Heinsohn-Kursawski lachend. Wie auch Christina Klawitter als Schneewittchen, hatte sie sich ein wirklich märchenhaftes Kleid zugelegt. „Wir sind im letzten Jahr schon in Bremen bei einem Umzug zum Thema Mittelalter mitgefahren und haben dort den fünften Platz belegt“, sagte sie.

Das Disco-Fieber der 1970er- und 1980er-Jahre hatte sich die Bagaluten-Bande aus Hagen zum Motto gemacht. Mit Schlaghosen, großen Brillen, Perücken und ganz viel Glitzer wurde die Reise in die Vergangenheit perfekt in Szene gesetzt.

Beim Umzug unter anderem mit dabei waren auch die Dorfkinder aus Bokel sowie die Landjugend-Gruppen aus Lehnstedt, Driftsethe, Schwanewede und Lintig. Einfallslos, ehrlich und originell zeigte sich der Ernteclub Axstedt: „Hier sollte ein Spruch stehen, aber leider ist uns nichts eingefallen“ lautete die Aufschrift auf diesem Wagen.

Bevor am Abend im Zelt zur Musik der Partyband „Aquacity“ weitergefeiert wurde, ermittelte ein Jury die Umzugssieger; dabei gab es Preise für Festwagen, Fußgruppen und die Gruppe mit den meisten Kindern. Den ersten Platz belegten die Feuerteufel Ohlenstedt, gefolgt von der LTG-Burg sowie Heiner Bremer and Friends. Den Titel bei den Fußgruppen ergatterte die Jugendfeuerwehr Hagen vor den U 7-Fußballkindern der JFV Staleke und dem Bernhardiner-Club um Sennenhund Jack. Die Rasselbande Ohlenstedt stellte die größte Kindergruppe, gefolgt von den Fantasy Kids und den U 7-Kickern.

Der Herbstmarkt-Sonntag begann schließlich mit einem Gottesdienst. Um 11 Uhr öffneten dann die örtlichen Geschäfte ihre Türen, zahlreiche Gewerbetreibende hatten besondere Aktionen für ihre Kunden vorbereitet. Mit dem Chorfestival im Festzelt endete am Sonntagnachmittag der 37. Hagener Herbstmarkt bei Shanties und anderen Liedern.


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Leserkommentare
oldkarzwortel am 21.10.2019 11:20
Ist ja interessant, die ganze AFD WhatsApp Gruppe ist in heller Aufregung, schreibt man mal ein paar Fakten zu diesem Bericht in die Kommentarzeilen. ...
cleverever am 21.10.2019 11:11
Bedeutet die Schlussfolgerung der Studie ..."verstärkte Bildung den Horizont und die Ambitionen des Einzelnen erheblich erweitert hat...“ - daß ...