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Elftes Hermann-Allmers-Schwimmen
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Den Fluten trotzen

Andreas Palme 12.08.2019 0 Kommentare

86 Teilnehmer stürzten sich beim elften Hermann-Allmers-Schwimmen in die Weserfluten. Ihr Ziel lag zwei Kilometer weserabwärts am Strand von Rechtenfleth.
86 Teilnehmer stürzten sich beim elften Hermann-Allmers-Schwimmen in die Weserfluten. Ihr Ziel lag zwei Kilometer weserabwärts am Strand von Rechtenfleth. (Fotos: Andreas Palme)

Hagen. Der Start des traditionellen Hermann-Allmers-Schwimmen stand bis zuletzt auf der Kippe. Erst mit dem Gezeitenwechsel änderte sich die Lage deutlich und so konnte das elfte Hermann-Allmers-Schwimmen um 12.12 Uhr wie geplant beginnen. 86 Teilnehmer begaben sich dabei am Fähranleger Sandstedt in die 17 Grad „warmen“ Fluten.

„Wir hatten bei auflaufendem Wasser am Vormittag hohe Wellen die ein Schwimmen unmöglich machten“, berichtet Axel Kobbenbring, der für die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) die Schwimmstrecke kennzeichnete. Zu Ehren des Marschendichters schwammen die Teilnehmer gemeinsam die zwei Kilometer lange Strecke am rechten Weserufer entlang – von Sandstedt nach Rechtenfleth. Dieser Event lockt alljährlich viele Teilnehmer aus dem norddeutschen Raum, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und sogar aus Bayern in die Gemeinde Hagen im Bremischen. Er gilt damit als ein touristischer Höhepunkt im Veranstaltungskalender.

Die DLRG nahm unterwegs drei Schwimmer an Bord der Begleitboote, deren Kräfte schwanden. Auch sie beendeten ihre Teilnahme, wie auch alle Anderen, am Strand in Rechtenfleth unter dem Beifall zahlreicher Zuschauer. Eine gemeinsame Abschlussveranstaltung, bei der alle Teilnehmer eine Medaille erhielten, rundete den Tag ab. Musikalisch begleitet Felix Stein die Verleihung der Teilnehmermedaillen. In der Region ist er als „Elvis“ bekannt. Auf dem Hermann-Allmers-Hof spielte er Musik verschiedener Epochen.

Erinnerungspokal geht an 15-Jährigen

Der Erinnerungspokal ging in diesem Jahr an den 15-jährigen Schüler Marvin Rau aus Walley bei Rosenheim am Tegernsee. Er war für die Ferien zu seinen Großeltern nach Debstedt gekommen.

"Bay-Watch" Axel Kobbenbring von der DLRG Hagen, sorgte für Sicherheit. (Andreas Palme)

Für den Ritterhuder Triathleten Thomas Jasper war die Teilnahme eine Premiere. Der 54-jährige Sportler startet für den VSK Osterholz bei zahlreichen Wettkämpfen und nahm erstmals am Hermann-Allmers-Schwimmen teil. Er ist das Schwimmen im Freiwasser gewohnt und so waren die zwei Kilometer weserabwärts keine große Hürde für ihn. Der Ritterhuder lobte die gute Organisation der Veranstaltung und den familiären Rahmen, in dem der Sportevent stattfand.

Seit 2008  veranstaltet Hagen – damals noch Samtgemeinde – erstmals dieses Schwimmen zu Ehren des Marschendichters Hermann Allmers (1821 bis 1902). Neben der Förderung des Tourismus wollten die Organisatoren damit das Rechtenflether Museum „Hermann-Allmers-Haus“ verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Zusammen mit dem Verein „Weserschwimmer“ aus Bremerhaven fand bereits die Premiere unter guter Beteiligung statt. Die gute Resonanz hält bis heute an.

Harm Allers hält, als Teilnehmer der ersten Stunde, der Veranstaltung die Treue. Der Bremerhavener Sportler freut sich jedes Jahr auf das für Breiten- und Leistungssportler gleichermaßen geeignete Langstreckenschwimmen im Freiwasser der Weser und hilft bei der Organisation des Events. Für ihn ist es eine „Ehrensache“ als Schlussschwimmer die Nachzügler zu motivieren. Bürgermeister Andreas Wittenberg (parteilos) sowie die Ortsvorsteher Hardy Köhler (SPD) und Falko Wahls-Seedorf (CDU) zeichneten die erfolgreichen Schwimmer auf dem Hof des Hermann-Allmers-Museums persönlich aus. Die Sportler waren zwischen neun und 72 Jahre alt.

In seiner Rede dankte der Bürgermeister allen Helfern und Sponsoren, ohne deren Engagement diese Großveranstaltung nicht zu leisten wäre. Für die Gemeinde betreuten Frauke Tienken, Ramona Gattkowski, Larissa Heimann und Meggy Schulze die Veranstaltung. Weitere Unterstützung erhielten sie dabei von Claudia Siewert und Katja Aschen von der Hermann-Allmers-Gesellschaft. Neben der DLRG, die mit fünf Booten und 20 Rettern sowie fünf Wasserfahrzeugen des Wassersportvereins im Einsatz waren, sorgten die Ortswehren aus Sandstedt und Rechtenfleth sowie die Wasserschutzpolizei für Sicherheit. Darüber hinaus trugen viele andere Helfer und Sponsoren zum Gelingen der Veranstaltung bei.


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...
Bremen99 am 21.10.2019 20:41
Das Parken in Wild-West-Manier rund um den Freimarkt hat Tradition. Vor über 40 Jahren konnte man auch schon regelmäßig beobachten wie dreiste ...