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Hermann-Allmers-Schwimmen
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Der Strömung Tribut gezollt

Andreas Palme 15.07.2018 0 Kommentare

Zahlreiche
Zahlreiche "Sehleute" begleiten den Start zum 10. Hermann-Allmers-Schwimmen in Sandstedt am Fähranleger. (Andreas Palme)

Hagen. Zehn Jahre Freischwimmen in der Weser: Anlässlich dieses kleinen Jubiläums fanden sich 71 Schwimmerinnen und Schwimmer in Sandstedt ein, um gemeinsam nach Rechtenfleth zu schwimmen. Zu Ehren des Marschendichters Hermann Allmers lockt dieses Ereignis alljährlich zahlreiche Teilnehmer aus dem norddeutschen Raum in die Gemeinde Hagen.

Bei hervorragenden Wetterbedingungen war die Teilnahme für alle Akteure ein großer Spaß, wenngleich die Startzeit um 15.35 Uhr dafür sorgte, dass die Schwimmer eine Zeit lang gegen die Strömung ankämpfen mussten. Dieser besonderen Herausforderung mussten einige Teilnehmer Tribut zollen: Die DLRG holte fünf Schwimmer mit Problemen aus dem Wasser und brachte sie unbeschadet im Boot ins Ziel. Sie beendeten ihr Weserschwimmen wie alle anderen auch am Strand in Rechtenfleth unter den Beifall zahlreicher Schaulustiger. Eine gemeinsame Abschlussveranstaltung, bei der alle Teilnehmer eine Medaille erhielten, rundete den Tag mit Musik der Josie White Revival Band im Hof des Hermann-Allmers-Hauses ab.

Bereits 2008  veranstaltet die damalige Samtgemeinde Hagen erstmals diese besondere Schwimmveranstaltung zu Ehren des Dichters Hermann Allmers (1821-1902). Es ging um die Förderung des Tourismus. Zudem wollten die Organisatoren das Rechtenflether Museum „Hermann-Allmers-Haus“ verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Zusammen mit dem Verein „Weserschwimmer“ aus Bremerhaven fand seinerzeit die Premiere statt.

Harm Allers hat bisher kein Weserschwimmen verpasst, ist von anfangan dabei.
Harm Allers hat bisher kein Weserschwimmen verpasst, ist von anfangan dabei. (Andreas Palme)

Bis heute hält Harm Allers als Teilnehmer der ersten Stunde der Veranstaltung die Treue. Der Bremerhavener Sportler freut sich jedes Jahr auf das für Breiten- und Leistungssportler gleichermaßen geeignete Langstreckenschwimmen im Freiwasser der Weser. Auch der Cuxhavener Falko Toetzke ist von diesem Event  begeistert. Er wagte sich zum siebten Mal in die Fluten der Weser und absolvierte die zwei Kilometer lange Strecke  in exakt 30 Minuten. Damit erreichte die Startnummer 1 als erster den Strand am Campingplatz Rechtenfleth und freute sich über den Erfolg. Der sportliche Cuxhavener trainiert regelmäßig in der Grimmershörner Bucht auf etwa 1,5 Kilometern Streckenlänge. „Ich habe ein Faible fürs Freiwasserschwimmen“, bekennt  Toetzke und findet es toll, „das man hier einmal in Gewässern mit Strömung schwimmen kann“.

Erstmals startete auch Nicolas Radwe aus Hamburg in Sandstedt. Der 14-jährige Ruderer war mit seinen Eltern aus der Hansestadt angereist und machte neue Erfahrungen im Freiwasserschwimmen. „Es war ziemlich anstrengend“, empfand der junge Mann . Dennoch will er im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Das Hagener Ratsmitglied Heinz Bühring vertrat Bürgermeister Andreas Wittenberg bei der Abschlussveranstaltung auf dem Hof des Hermann-Allmers-Museums. „Dabei sein ist alles“, beschrieb Bühring die Breitensportveranstaltung, an der Schwimmerinnen und Schwimmer im Alter zwischen neun und 72 Jahren teilnehmen. Unter großem Beifall erhielt Falko Toetzke einen Pokal für seine regelmäßige Teilnahme. „Und für sein Engagement, sich durch frühzeitige Anmeldung die Startnummer 1 zu sichern“, fügte Bühring launig hinzu.

In der Laudatio dankte der stellvertretende Bürgermeister allen Helfern und Sponsoren. Für die Gemeinde betreute das Team um Doris Walleit, Erika Thomsen, Margarethe Schulz, Claudia Sievert und Katja Aschen den Veranstaltungsablauf. Neben der DLRG mit vier Booten und zehn Rettern sorgten die Ortswehren aus Sandstedt und Rechtenfleth sowie die Wasserschutzpolizei für Sicherheit. Darüber hinaus trugen viele andere Helfer und Sponsoren zum Gelingen der Veranstaltung bei. „Ich freue mich über den inzwischen hohen Bekanntheitsgrad der Veranstaltung“ schloss Bühring seine Rede.

Dann schlug die Stunde der The Josie White Revival Band aus Bremen, die die Abschlussveranstaltung umrahmte. Die drei Sänger und Multiinstrumentalisten Willie Burger, Jürgen Schöffel und Bernd Vogelei spielten auf verschiedenen Gitarren, zudem erklangen Banjo, Bass, Mandoline, Fiddle, Bodrán, Keyboard und Ukulele. Neben klassischen Irish- und American-Songs vollzogen die drei zudem Seitensprünge in Richtung Blue-Grass, Blues, Pop und Klezmer.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...