Wetter: Nebel, 11 bis 16 °C
IGS Osterholz-Scharmbeck
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Drei Optionen auf dem Tisch

Michael Schön 05.01.2018 0 Kommentare

D3X_7935.jpg
Weite Sportflächen sind ein äußeres Markenzeichen der ehemaligen US-Schule, der heutigen IGS Osterholz-Scharmbeck. (Christian Valek)

Osterholz-Scharmbeck. Was lange währt, soll endlich gut werden. Schon seit 2014 führt die Stadt Gespräche mit den Beteiligten über die geplante Sanierung der Integrierten Gesamtschule (IGS) Osterholz-Scharmbeck. Auch weil die Kommune mit dem Campus-Bildungszentrum eine weitere Riesenaufgabe zu meistern hatte, hing das Buschhausener Projekt lange in der Warteschleife fest. Doch inzwischen ist Bürgermeister Torsten Rohde zuversichtlich, dass es möglicherweise Ende 2019 zum ersten Spatenstich kommt, wie er in seinem Jahresrückblick verkündete. „In der kommenden Woche gibt es ein Arbeitstreffen mit der Schulleitung, danach werden wir die Politik über die geplante Vorgehensweise informieren und den Weg politisch abstimmen“, verrät Sven Uhrhan, der leitende Stadtplaner im Rathaus. Angesichts der sehr konstruktiven Zusammenarbeit mit der Schulleitung sei er guter Dinge, „dass wir bereits in wenigen Wochen belastbare Ergebnisse vorlegen können“. Trotzdem will er von einem Baubeginn in den nächsten zwei Jahren lieber unter dem Konjunktiv-Vorbehalt sprechen. Die Arbeiten müssen europaweit ausgeschrieben werden. Daher müssen die Planer mit langen Fristen kalkulieren.

Uhrhan spricht von „wachsender Ungeduld“ und enormem Sanierungsbedarf. Die Schulgebäude sind 1978 nach Gusto der dort stationierten US-Soldaten entstanden und erfüllen – vom problematischen Erhaltungszustand einmal abgesehen – viele weitere Ansprüche nicht mehr, die ein moderner Schulbetrieb stellt. Zwei Schulgebäude, Mensa und Mehrzweckhalle, die von über 1000 Schülern und 100 Lehrern frequentiert werden, wollen an aktuelle und zukünftige Erfordernisse angepasst werden. Eine Riesenaufgabe. 40 000 Quadratmeter stehen als bebaubare Fläche zur Verfügung. Dabei nicht mitgerechnet sind auf dem riesigen Areal die Parkplatzfläche, das Heizhaus mit dem Jugendtreff und der schuleigene Sportplatz. Was die Finanzen angeht, hat der Bürgermeister der Sanierung zwar keinen Kostendeckel aufgesetzt, aber sich seine Gedanken über eine Obergrenze  gemacht. „Viel mehr als 30 Millionen dürfen nicht rauskommen, denn wir müssen es ja schließlich zurückzahlen.“ Um Fördermittel bemüht sich die Stadt, aber die Erfolgschancen werden als äußerst gering bewertet. Auf der Basis eines nun noch einmal mit der Schule neu abzustimmenden Raumprogramms, auf das sich eine Arbeitsgruppe bereits früh verständigt hat, sind 2017 viele Voruntersuchungen zur Technik und zur Statik vorgenommen worden. Es wurde dem Schadstoffvorkommen nachgespürt und sogar ein Baugrundgutachten in Auftrag gegeben, um herauszufinden, ob Freiflächen bebaut werden können.

Denn es ist noch keine Entscheidung gefallen, wie die Sanierung konkret vonstattengehen soll. Klar ist nur, dass die IGS am jetzigen Standort bleibt. Die Stadtplaner hatten zwischenzeitlich auch Alternativen zu Buschhausen geprüft. Uhrhan: „Vor allem mit Blick auf die Bildung von Synergien mit Sporthallen und mit Mensa sowie Bibliothek im Campus.“ Doch Verkehrsprobleme und logistische Schwierigkeiten waren absehbar, sodass diese Ideen wieder in den Schubladen verschwanden. „Das Verfahren ist zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr offen“, gibt Uhrhan zu. Alle drei Optionen liegen noch auf dem Tisch: Kompletter Neubau, Sanierung oder Teilneubau. Letzteres, also Neubau light, könnte zum Beispiel den Abriss und Neubau eines der beiden bestehenden Schulgebäude oder deren Aufstockung bedeuten.

Ziemlich wahrscheinlich scheint, dass die Sporthalle unter die Abrissbirne kommt. Die Amerikaner hatten die Abmessungen ihrem Volkssport Basketball gewidmet. Und sie gilt als „abgängig“. Da werde man „ranmüssen“, gibt sich Rohde keinen Illusionen hin. Sie könnte den Planern als wertvolle Verfügungsmasse dienen, indem sie beispielsweise von ihrem bisherigen Platz verschwindet und an anderer Stelle wiederersteht.

Bleibt die Frage zu klären, wie während der Bauarbeiten der Schulbetrieb organisiert werden soll. Nach Auskunft von Uhrhan würde ein Neubau sukzessiv voranschreiten. Die Schüler könnten innerhalb der vorhandenen und der neuen Gebäude wechseln, während bei einer Sanierung des Bestandes eine Übergangslösung für die Schüler geschaffen werden müsste – sprich: In als Provisorien errichteten Ersatzbauten unterrichtet werden würden. Um Provisorien käme man auch bei der Variante „Teilneubau“ nicht herum. Denkbar wäre für Uhrhan auch, das zu ersetzende Schulgebäude erst an anderer Stelle auf dem Gelände neu zu errichten und dann das alte abzureißen.


Ein Artikel von
Mein Osterholz
Ihr Portal für Osterholz und umzu

Herzlich willkommen in Ihrem Portal für Osterholz-Scharmbeck und umzu. Hier informiert Sie die Redaktion des Osterholzer Kreisblatt über wichtige Nachrichten und Veranstaltungen aus Ihrer Umgebung - von Gnarrenburg über Beverstedt, Hagen, Hambergen und Ritterhude bis in die Kreisstadt. Und das tun wir gerne: Tag für Tag und Sonntag auch. Wir sind für Sie da.

Haben Sie Informationen, Kritik oder Anregungen. Schreiben Sie uns. Wir freuen uns darauf.

Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 16 °C / 11 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/Nebel.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
Die Sportmeldungen aus der Region
Veranstaltung für Ihre Region
Sonderthemen aus der Region
Sonderthemen aus der Region
Sporttabellen & Ergebnisse
Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

Traueranzeigen
WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
Gissmo am 23.10.2019 09:36
Danke für die konstruktive Antwort, man kann sich scheinbar ja doch noch ohne Beleidigungen hier im Kommentarbereich austoben, so machts doch allen ...
RalfBlumenthal am 23.10.2019 09:28
Was macht ein Ortsamtsleiter, der seinen Willen nicht bekommt ?
Er macht nichtöffentlich, was öffentlich gehört !
So geht das nicht, Herr ...