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Bios feiert Herbstfest
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Ein Markt für Natur und Umwelt

Friedrich-Wilhelm Armbrust 16.09.2019 0 Kommentare

Reges Treiben herrschte beim Herbstfest der Biologischen Station Osterholz rund um die Mühle von Rönn.
Reges Treiben herrschte beim Herbstfest der Biologischen Station Osterholz rund um die Mühle von Rönn. (Friedrich-Wilhelm Armbrust)

Osterholz-Scharmbeck. Carola Daniel aus Lesum besuchte mit ihrem Mann am Sonntagnachmittag zum ersten Mal das Herbstfest der Biologischen Station Osterholz (Bios). „Das ist hier gut organisiert„, lobte sie. “Es gibt viele nette Stände. Wir haben schon ein Fell gekauft, beim Drechsler einen Korken und außerdem eine Bratwurst gegessen“, zählte die Nordbremerin auf dem Gelände der von Rönnschen Mühle auf. Mitnehmen wolle sie auch noch Äpfel und Honig. Erstaunt zeigte sie sich von der Größe und dem Umfang der Veranstaltung.

Auf dem Gelände rund um die Mühle herrschte schon am frühen Mittag reges Treiben. Buchstäblich alle Hände voll zu tun hatte der Diplom-Biologe Michael Ruhnau. Er ist Pomologe, ein Kenner der Apfelsorten; die Obstbaukunde wird als Pomologie bezeichnet. Interessierte konnten ihm Äpfel aus ihrem Garten zeigen. Ruhnau analysierte dann den Apfel, wog ihn in der Hand, befühlte und schüttelte ihn. Ein Ehepaar hatte einen Golden Delicious dabei. „Am besten wäre es gewesen, wenn Sie drei, vier Früchte dabei gehabt hätten“, sagte der Apfelexperte. Denn nur eine Frucht könne auch untypisch sein.

Zu dem in diesem Fall äußerst kleinen Apfelexemplar befand Ruhnau: „Dieser hier könnte einen Schaden haben, weil er so klein ist.“ Wichtig ist ihm zufolge beim Golden Delicious, dass er einen ganzen Sommer möglichst lange am Baum bleibt. „Das ist eine fruchtbare Sorte, die sehr gut schmeckt.“ Außerdem konnten die Besucher an Ruhnaus Stand verschiedene Apfelsorten in Augenschein nehmen wie „Kaiser Wilhelm“, „Jakob Fischer“ und den „Hildsheimer“.

Emsig ging es an den Essständen und im Kuchenzelt zu. Im Angebot waren unter anderem Rinderbratwurst und Kartoffelspalten. Die Spalten wurden geölt und mit frischem Rosmarin bestreut. Dann kamen sie auf einem Blech in den Steinofen im hinteren Bereich der Mühle. Fertig gebacken waren die Spalten mit Sahne- oder Knoblauchquark zu genießen, was auch den kleinen Kindern mundete.

Das Herbstfest besaß den Charakter eines Marktes mit Informationsangebot wie etwa dem des Obstbaukundlers. Auch Vorträge standen auf dem Programm. Tasso Schikore setzte sich mit Ursachen der Vogelgrippe auseinander. Anhand untersuchter Kotproben von Wildvögeln wies er nach, dass in diesen das Virus nicht entdeckt wurde. Wildvögel seien also keine Überträger. Schikore zufolge liegt es eher nahe, dass die Transportwege der Geflügelindustrie eine Rolle spielten.

Weitere Vorträge gab es zum Klimaschutz und zur kreisweit ersten erfolgreichen Brut der Wiesenweihe seit zehn Jahren. Die Wiesenweihe ist ein Greifvogel, der am Boden brütet. In einer Ausstellung mit Stellwänden konnten sich Besucher darüber hinaus über den Schutz des Moores und seine Bedeutung für das Klima informieren.

Den Schutz der Eulen hat sich unterdessen Antje Kappel auf die Fahnen geschrieben. Kappel gehört der Eulenschutzgruppe der Bios an. Diese Gruppe stellte Nistkästen für Eulen aus. Besonders im Blick sind dabei Wald- und Steinkauz und die Schleiereule. Kappel zufolge ist die Gruppe auch dabei behilflich, nach Standorten für Eulennistplätze zu suchen. Dabei liegt der Schwerpunkt der Schutzmaßnahmen nach ihren Worten auf der Schleiereule, die traditionell in Scheunen und Ställen oder auf Dachböden brütet. Ziel sei es, ein Eulennetzwerk von freiwilligen Unterstützen aufzubauen. Am Dienstag, 24. September, ist in der Bios ab 19 Uhr das nächste Eulenschützer-Treffen.

Mit im Boot auf dem Markt war auch Lilli Kernich aus Schwanewede. An ihrem Stand konnten Gartenbesitzer Stauden erwerben wie Farn, Taglilie, Goldfelberich und Fetthenne. Neben ihr hatte Friedrich-Karl Wittenberg seinen Stand aufgestellt. Er fertigt aus Abfallholz Gedrechseltes an. Ausgelegt waren einmal Dekorationen wie Pilze. Zum anderen verkaufte er Papier-Topf-Pressen, mit denen man Anzuchttöpfe aus Zeitungspapier anfertigen kann. Gesorgt war auch für Kinder. Sie konnten malen, basteln und spielen.

Guter Dinge zeigte sich am Ende BioS-Mitarbeiter und Diplombiologe Tasso Schikore. „Das war ziemlich klasse heute. Wir hatten permanent einen ausgezeichneten Besuch. Der Kuchen war restlos alle, bis auf den letzten Krümel, wie auch die Kartoffeln.“ Alle Mitarbeiter der BioS haben laut dem Diplombiologen bis zum späten Nachmittag beachtlich zu tun gehabt. Auch die Mühlenführungen und Vorträge seien super besucht gewesen, hat Schikore ausgemacht. „Außerdem konnte ich selbst viele fruchtbare Einzelgespräche führen.“ Bei den Anbietern habe er nur größte Zufriedenheit herausgehört.


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Leserkommentare
peteris am 21.10.2019 12:30
Vielleicht wissen wir am 1.11. um 11:11h mehr.


Sie meinen sicher den 11.11. um 11:11h?
suziwolf am 21.10.2019 12:19
Und dann ... @kretschmar -
[auch wieder] eine gemeinsame Währung -

Das britische £ - Sterling -
europaweit jetzt ...