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Sportliches Kartenspiel
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Ein reizender Verein

Peter von Döllen 15.04.2019 0 Kommentare

Der Vorsitzende Ralf Gampe (links) freut sich mit Stefan Schmidt, Thomas Bruse, Helmut Kück und Hans-Herrmann Böttjer über die Erfolge bei der Bremer Skatmeisterschaft.
Der Vorsitzende Ralf Gampe (links) freut sich mit Stefan Schmidt, Thomas Bruse, Helmut Kück und Hans-Herrmann Böttjer über die Erfolge bei der Bremer Skatmeisterschaft. (von Lachner)

Hambergen. Ein Donnerstagabend im Vereinsheim des Blau-Weiß Bornreihe: Es ist lebhaft, an mehreren Tischen wird diskutiert und geredet. Fußball ist donnerstags aber eher kein Thema. Dann dreht sich fast alles um Skat. Für die Beteiligten in Bornreihe ist das beliebte Kartenspiel aber kein einfacher Zeitvertreib. Für die Spieler des Skatclubs der goldenen Herzen Vollersode ist es ein echter Sport.

Glück gehört auch dazu, in erster Linie hängt es aber vom Können der Spieler ab, wie eine Runde ausgeht. Und die Vollersoder können es scheinbar ganz gut. „Wir sind Bremer Meister geworden“, sagt Thomas Bruse stolz. Genauer geht es um die Meisterschaft bei den Mannschaften. Mit Bruse traten Hans-Hermann Böttjer, Jürgen Fritsch und Helmut Kück in der Mannschaft an.

Auf den ersten Blick scheint das kein ganz großer Erfolg zu sein. Doch der Bremer Skatverband, zu dem auch umliegende Regionen gehören, ist nach Meinung vieler Skatspieler der spielstärkste in Deutschland. Der Sieg zählt umso mehr. Und auch die zweite Mannschaft verkaufte sich hervorragend. Insgesamt waren 40 Mannschaften dabei. Stefan Schmidt wurde in der Einzelwertung Vizemeister. Und: Alle „Herzen“ haben sich für die norddeutsche Meisterschaft qualifiziert.

Die Meisterschaft ist aber nur ein Mosaikstein in der Erfolgsgeschichte des Vollersoder Skatclubs. 1987 stiegen die Skatspieler in die Bundesliga auf. 2011 gelang es erneut. Dieses Mal dauerte das Abenteuer fünf Jahre, in denen die goldenen Herzen zu den 20 besten Vereinen Deutschlands zählten. Dabei ging es eigentlich zunächst nur darum, den direkten Abstieg zu vermeiden. „Es ist eine gute Qualität hier“, freut sich Helmut Kück, der den Verein mitgegründet hat. Zudem gebe es gute Trainingsbedingungen. Jeden Donnerstag treffen sie sich dazu in Bornreihe.

Natürlich haben die Spieler Spaß am Skat. Doch es geht um viel mehr. Eine Portion Glück gehöre auch dazu. Im Gegensatz zu vielen anderen Kartenspielen könne ein guter Spieler aber aus allen Karten etwas machen. Sonst würden nicht immer die gleichen Spieler in den Ergebnislisten an vorderen Stellen stehen, so Kück. „Dazu gehört logisches Denken, Konzentration und Feeling für die Karten“, meint er. Eine Spur Psychologie spiele aber auch eine Rolle. Kück sagt: „Man muss seine Gegner kennen.“ Dabei komme es vor allem darauf an, enge und knappe Spiele, die auf Messers Schneide stehen, zu gewinnen.

Taktik gehört auch dazu

Manchmal müsse man sich aber auch zurückhalten und taktisch spielen. Gerade, wenn es um die Mannschaft gehe. Dann stehe die Gemeinsamkeit an vorderster Stelle, schwärmen die Vollersoder Skatfreunde. In einer Mannschaft zu spielen, ist für sie etwas ganz Besonderes.

Dieses Jahr läuft es in der 2. Bundesliga Nord ganz gut. Nach dem ersten von fünf Spieltagen führt die erste Mannschaft mit 8:1 Punkten. „9:0 ist das Maximalergebnis an einem Spieltag“, verdeutlicht Thomas Bruse das gute Ergebnis. Und wer weiß, vielleicht gelingt wieder mal der Aufstieg in die höchste Klasse.

Die goldenen Herzen existieren seit 45 Jahren. Helmut Kück kann sich als letztes aktives Gründungsmitglied noch gut an die Anfänge des Vereins erinnern. Am 7. Februar 1974 fanden sich zwölf Männer in der Gaststätte „Am Mühlenberg“ in Wallhöfen zusammen und gründeten den Skatclub. „Nach nur einem halben Jahr hatten wir schon 20 Mitglieder“, berichtet Kück.

Heute sind 15 Mitglieder aktiv dabei. Wie bei anderen Vereinen auch, hat der Verein ein wenig Nachwuchssorgen. „Wer Lust hat, kann einfach mal vorbeikommen“, lädt Kück deshalb Interessierte ein. Bedenken wegen der eigenen Spielstärke braucht dabei keiner zu haben. „Jeder wird offen aufgenommen“, versichert Kück. Jeden Donnerstag treffen sich die Skatspieler um 19.40 Uhr zum Übungsabend im Vereinsheim des Blau-Weiß Bornreihe.


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Leserkommentare
darkstarbremen am 21.10.2019 19:36
Endlich ein richtiger Ansatz in der Ausbildung. Das ist sehr zu fördern. Und was wird mit den anderen Studiengängen in der Pflege in Bremen?
darkstarbremen am 21.10.2019 19:31
Inwiefern wurden denn die Gehälter der Pflege in Kliniken gedrückt? Der TVÖD Pflege in den Kliniken wurde nicht gesenkt. Das ist auch richtig so. Nur ...