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Lübberstedter entwickeln Neuheit
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Eine neue Ära im Trecker-Rennsport

Andreas Palme 20.05.2019 0 Kommentare

"Voll auf E" ist dieser Renntrecker, den Nils Koschnitzki (Foto) zusammen mit seinem Kollegen André Röhl vom „2-Stroke-Racing Team“ entwickelt hat. (Christian Kosak)

Lübberstedt. In Lübberstedt haben „Profi-Bastler“ einen batteriebetriebenen Renntrecker gebaut. Der Lübberstedter Nils Koschnitzki hat die Innovation zusammen mit André Röhl in nur vierwöchiger Bauzeit  zur Einsatztauglichkeit entwickelt. Die beiden Konstruktionsmechaniker vom „2-Stroke-Racing Team“ wollen mit ihrer Neuentwicklung jetzt an Wettbewerben teilnehmen und dabei die Haltbarkeit ihrer Konstruktion testen.

„Meines Wissens  sind wir das einzige Team, das einen Akku-betriebenen Renntrecker auf die Piste gebracht hat“, erklärt Koschnitzki nicht ohne Stolz, auch wenn man erst einmal nur außerhalb der Wertung starten dürfe.  Zuschauer haben beim Drepte-Cup am 15. Juni und beim Beeke-Cup am 31. August  Gelegenheit, diese Innovation live und in Aktion zu erleben. Elektromobilität im Rennsport liegt derzeit voll im Trend. Selbst zur Formel 1 gibt es mittlerweile ein Pendant: die Formel E.

Zwölf Kilowatt Leistung bringt der Elektromotor auf die Hinterräder des Renntreckers – geräuschlos.
Zwölf Kilowatt Leistung bringt der Elektromotor auf die Hinterräder des Renntreckers – geräuschlos. (Christian Kosak)

Kürzlich testete das „2 Stroke-Team“ seinen Akku-Trecker beim  „Anknattern“ auf dem Büh-Ring in Driftsethe. Dort, beim Renntreckerclub Driftsethe, wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt.  Im Beisein von zahlreichen Clubkameraden präsentierten  Koschnitzki und Röhl ihren Eigenbau und boten eine eindrucksvolle Vorstellung ihres Gefährts, das mit seinen zwölf KW Leistung fast lautlos und sehr gut im „benzinbetriebenen“ Fahrerfeld mit halten konnte. „Man muss seine Fahrweise an das neue, wesentlich leichtere Gefährt anpassen“, so Fahrer André Röhl. Wiegen bisherige Renntrecker etwa 150 Kilogramm, so kommt der Stromer mit 105 Kilogramm Gewicht aus. „Der Bau des Strompeichers war die größte Herausforderung“, betont der Konstrukteur und beschreibt die Betriebsspannung von 84 Volt die aus 260 Zellen eine Leistung von 2700 W/h generiert.

„Wir haben vor zehn Jahren mit dem Renntreckersport begonnen und waren in den Klassen super-Standard und der offenen Klasse sehr erfolgreich“, blickt Koschnitzki auf die Zeit mit Benzin-betriebenen Treckern zurück. Das Team schaffte immerhin die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften. „Ein Auszubildender in unserem Betrieb weckte  seinerzeit das Interesse am Renntreckersport bei mir“, berichtet Koschnitzki. So wurde aus einem alten Aufsitzmäher das erste Gefährt gebastelt. Als Fahrer stand André Röhl bereit, der vom Moto-Cross auf die Renntrecker umgestiegen ist. „Das ist genau mein Ding“, erklärte Röhl nach den ersten Erfolgen, die Lust auf mehr machten. So entstand das „2-Stroke-Racing-Team“, das bis jetzt zahlreiche Erfolge feierte. Inzwischen ergänzt noch André Eding das Team, der jedoch benzinbetrieben unterwegs ist.

Die Idee zum Elektroantrieb reifte in Nils Koschnitzki, als er in einem Video im Internet ein E-Bikes in Aktion sah. Die „unglaubliche Leistungsfähigkeit“ reizte den Handwerker zum Einsatz im Renntrecker. Jetzt brauchen Koschnitzki und Röhl den Kraftstoffkanister nur noch zum Betanken des Stromaggregates, mit dem der Akku des Renntreckers geladen wird. „Wir gehen bisher davon aus, dass die Akku-Kapazität für einen Lauf ausreicht“, erklärt Koschnitzki und demonstriert, wie er mit seinem Smartphone  die Leistungskurve des Renners via Blue-Tooth verändern kann. Nach zehn Jahren Rennsport mit konventionellem Antrieb möchte das Team Koschnitzki/Röhl mit dem Elektroantrieb in eine neue Zeit des Motorsports aufbrechen.


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Leserkommentare
Gissmo am 23.10.2019 09:36
Danke für die konstruktive Antwort, man kann sich scheinbar ja doch noch ohne Beleidigungen hier im Kommentarbereich austoben, so machts doch allen ...
RalfBlumenthal am 23.10.2019 09:28
Was macht ein Ortsamtsleiter, der seinen Willen nicht bekommt ?
Er macht nichtöffentlich, was öffentlich gehört !
So geht das nicht, Herr ...