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Konzern widerspricht: "Frei erfunden"
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Gerüchte um Real-Verkauf in Ritterhude

Brigitte Lange 10.01.2019 0 Kommentare

Um den Real-Supermarkt in Ihlpohl kursieren derzeit viele Gerüchte. Das Unternehmen trat dem jetzt in einer Stellungnahme entgegen und dementierte einen angeblich geplanten Verkauf an Edeka und eine Schließung für mindestens zwei Jahre.
Um den Real-Supermarkt in Ihlpohl kursieren derzeit viele Gerüchte. Das Unternehmen trat dem jetzt in einer Stellungnahme entgegen und dementierte einen angeblich geplanten Verkauf an Edeka und eine Schließung für mindestens zwei Jahre. (Christian Kosak)

In Ritterhude ist die Gerüchteküche über die Feiertage mächtig angeheizt worden. Angeblich solle die Real-Filiale in Ihlpohl an Edeka verkauft und direkt danach für mindestens zwei Jahre geschlossen werden, hieß es. Letzteres hänge wiederum mit der Edeka-Filiale Braasch in Ritterhude zusammen, die sich bekanntlich vergrößern will. Die Redaktion wollte es genauer wissen und fragte bei Real in Düsseldorf nach. Ergebnis: „Die Gerüchte um einen Verkauf unseres Real-Marktes in Ihlpohl sind frei erfunden und entbehren jeder Grundlage“, betont Reals Geschäftsbereichsleiter Unternehmenskommunikation Markus Jablonski.

Überrascht ist der Pressesprecher nicht über die Anfrage der Redaktion: „Etwa dreimal die Woche werde ich in jüngster Zeit verstärkt mit solchen Gerüchten konfrontiert.“ Es seien Gerüchte über die verschiedensten Real-Filialen, die ihn aus ganz Deutschland erreichten. Und keines treffe zu. Diese Gerüchte seien scheinbar ganz gezielt gestreut worden. Von wem sie ausgingen, ist ihm aber nicht bekannt. Denkbar sei vielleicht ein Zusammenhang mit dem aktuellen Tarifstreit, in dem sich Real mit der Gewerkschaft Verdi befinde. Mit dieser Meinung steht Jablonski nicht allein im Unternehmen. Ein Grund für den Streit ist, dass sich Real im April 2018 komplett aus der Tarifbindung mit Verdi gelöst hat.  

Die Gerüchteküche köchelt derart, dass der Real-Konzern an die Bürgermeister der betroffenen Kommunen herangetreten ist und Gespräche anbietet. Auch Ritterhudes Bürgermeisterin Susanne Geils hat ein solches Angebot erhalten und angenommen. „Es ist das erklärte Ziel der Metro AG, ihre Real-Märkte bundesweit als Gesamtpaket zu verkaufen – und nicht einzelne Objekte zu veräußern“, berichtet Geils aus diesem Gespräch. An diesen Plänen hat sich nichts geändert, wie die Pressestelle der Metro-AG der Redaktion bestätigt. Der im September angekündigte Verkaufsprozess von Real schreite wie geplant voran.

In dem Gespräch mit Real wurde auch der Bürgermeisterin versichert, dass an den Gerüchten um einen Verkauf und eine Schließung der Filiale in Ihlpohl nichts dran sei. Zudem habe man ihr gesagt, dass sich die Mitarbeiter in Ihlpohl keine Sorgen zu machen brauchten. „Real in Ihlpohl gilt seit zehn Jahren als eine der besten Real-Filialen in Deutschland“, habe sie erfahren. Der Standort sei nicht gefährdet. Zudem wurde die Filiale in Ihlpohl erst im vorigen Jahr modernisiert. Das sei ein weiterer Grund, weshalb Real kein Interesse daran habe, diese Filiale zu veräußern, teilt Pressesprecher Jablonski der Redaktion mit.

Eventuell sei das Verkaufs-Gerücht zusätzlich durch die Tatsache befeuert worden, dass die Tankstelle auf dem Real-Gelände geschlossen wurde. „Aber die gehört nicht zu Real“, berichtet Susanne Geils. Deren Eigentümer habe inzwischen einen neuen Pächter gefunden. Voraussichtlich Ende Januar werde die Tankstelle bei Real wieder in Betrieb gehen, sei ihr von Real mitgeteilt worden, so Geils.

Nicht nur Real, auch Edeka weist die Kauf-Gerüchte zurück. „Die EDEKA Minden-Hannover hat keine Gespräche bezüglich der Immobilie des Real-Marktes in Ihlpohl geführt und führt auch aktuell keine dazu“, teilt die Pressestelle des Konzerns auf Nachfrage mit.

„Die Real-Filiale in Ihlpohl wäre viel zu groß“, wehrt auch Oliver Braasch entsprechende Spekulationen ab. Anfang 2017 hat er an der B 74, Ecke Am Großen Geeren eine Edeka-Filiale eröffnet. Die 500 Quadratmeter große Verkaufsfläche ist aber auf Dauer zu klein. Edeka sucht deshalb seit Monaten nach einer Möglichkeit, sich zu vergrößern und das möglichst in der Nähe des aktuellen Standortes. Oliver Braasch ist optimistisch: „Wir sind voll in den Verhandlungen.“ Die Fläche, um die es geht, hätten sie schon mehr als fest im Blick. Ob der Kaufvertrag bereits unterzeichnet ist, konnte er nicht sagen, da diese Verhandlungen von Edeka geführt würden. Er gehe aber davon aus, sollte alles nach Plan laufen und die entsprechenden Genehmigungen erteilt werden, „rechne ich damit, dass alles in eineinhalb Jahren fertig ist“. Über den künftigen Standort verrät er zum jetzigen Zeitpunkt nur so viel: „Er ist um die Ecke, etwas mehr als einen Steinwurf entfernt.“


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Leserkommentare
rmonsees am 22.10.2019 08:26
In Luxemburg beispielsweise, während des dortigen Volksfestes -der "Schueberfouer"- kann der ÖPNV ab 19 Uhr zum und vom Festplatz kostenfrei genutzt ...
suziwolf am 22.10.2019 08:25
Jeder 5. zum Freimarkt ...

• mit dem Auto
• geht garnicht erst hin

Abstimmung [schon jetzt] geglückt.
Ich liebe ...