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Interview mit der Schauspielerin Heidi Mahler
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„Ich bin ich selbst“

Peter von Döllen 09.10.2019 0 Kommentare

Heidi Mahler kommt in die Kreisstadt.
Heidi Mahler kommt in die Kreisstadt. (Oliver Fantitsch)

Frau Mahler, Sie sollen gesagt haben, „En Mann mit Charakter“ ist das letzte Stück für Sie. Wie war das gemeint? Ziehen Sie sich komplett zurück?

Heidi Mahler: So ist es geplant. Das wird aber nicht von heute auf morgen passieren. Jetzt kommen erst noch die Tour und die Gastspiele. Ich werde aber keine neuen Stücke mehr spielen.

Aber Sie spielen noch mal „Tratsch op de Trepp“?

Ja, das mache ich auch noch. Wir spielen es noch mal in Hamburg und noch mal auf einer kleinen Tournee. Der Abschied zieht sich ein wenig hin.

Was machen Sie dann mit Ihrer Zeit?

Ich werde unheimlich fleißig sein. Ich habe hier zu Hause ein großes Grundstück. Dabei ist sogar ein wenig Wald. Ich gehe dann meiner gärtnerischen Seite nach.

Wie empfinden Sie Aufführungen in anderen Spielstätten. Die Stadthalle ist beispielsweise viel größer als ein Theater?

Das merkt man schon. Es dauert manchmal etwas länger, bis der Funke überspringt. Wir sind ein Volkstheater, bei dem der Kontakt zum Publikum wichtig ist. Ich denke aber, das klappt schon.

Stört es Sie, wenn Sie mit ihrer Mutter verglichen werden?

Überhaupt nicht. Meine Mutter war eine großartige Schauspielerin. Mit ihr verglichen zu werden, ist eine tolle Sache. Ich mache aber ein eigenes Ding. Ich bin ich selbst und brauche mich nicht zu verstecken.

Wie gelingt es, Klassiker erfolgreich zu inszenieren, wenn bekannte und beliebte Schauspieler wie beispielsweise Henry Vahl, Jürgen Pooch oder Werner Riepel fehlen?

„En Mann mit Charakter“ haben wir als ganz neues Stück inszeniert. Es sind andere Schauspieler dabei. Wir haben beispielsweise ein zauberhaftes junges Paar auf der Bühne. Überhaupt ist es ein relativ junges Team. Das ist eine ganz frische Inszenierung und wir haben einen Riesenerfolg damit.

Sie haben schon öfter in dem Stück mitgespielt…

Inzwischen habe ich alle weiblichen Rollen verkörpert und stand dabei auch mit meiner Mutter zusammen auf der Bühne.

Braucht das Ohnsorg Theater oder auch andere Theater solche Klassiker?

Klassische Stücke sind der Renner. Aber das Ohnsorg Theater hatte schon immer einen gemischten Spielplan, auf dem auch ernste Stücke standen. Es wird auch immer versucht, neue Stücke zu inszenieren. Der Eindruck, das Ohnsorg Theater steht für Komödien, kommt durch die Fernsehübertragungen, bei denen nur solche Stücke gezeigt wurden.

Worum geht es bei „En Mann mit Charakter“?

Es geht um einen liebenswerten Sturkopp, der alles kontrollieren möchte. Aber die weiblichen Familienmitglieder schieben ihn immer dahin, wo er hin soll.

Das Publikum kann sich also auf einen unterhaltsamen Abend freuen?

Es wird ein toller Abend mit einem heiteren Volksstück.

Plattdeutsch ist ja nicht gleich Plattdeutsch. In welchem Dialekt spielen Sie das Stück?

„En Mann mit Charakter“ wurde von Wilfried Wroost im reinsten Hamburger Platt geschrieben. Wir haben es aber auf Holsteiner Platt umgestellt. So spielen wir es im norddeutschen Raum. Wir sind aber auch in anderen Regionen mit dem Lustspiel unterwegs. Dort verwenden wir missingsch, also Hamburger Dialekt, wie er auch bei den Fernsehsendungen gemacht wurde.

 

Das Interview führte Peter von Döllen.

 

Zur Person

Heidi Mahler

ist 75 Jahre alt und die Tochter der 2010 verstorbenen Hamburger Volksschauspielerin Heidi Kabel. Sie gehörte lange Zeit zum festen Ensemble des Ohnsorg Theaters.

Zur Sache

Ohnsorg-Theater in der Stadthalle

Wer Heidi Mahler in ihrer letzten Rolle erleben möchte, hat am kommenden Sonnabend, 12. Oktober, die Gelegenheit dazu. Das Ohnsorg Theater gastiert zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Stadthalle. Der Vorhang zu der Komödie „En Mann mit Charakter“ wird sich um 20 Uhr öffnen.


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Leserkommentare
cklammer am 23.10.2019 09:05
Na, wir wissen ja, wie das geht: etwas gleichartiges wird ja am Weserstadion schon beim jedem Heimspiel von Werder umgesetzt.

Da wird ...
oharena am 23.10.2019 09:04
wen soll man jetzt mehr "lieben" - die Polizei, de Anschläge verhindert hat - oder die "lieben" Terroristen, die keine Anschläge verübt haben?