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Die Bio-Bäuerin Jutta Koch erweitert mit griechischem Olivenöl aus eigener Produktion das Angebot beim Regio-Markt am 6. Mai
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Markt der Köstlichkeiten

Andrea Grotheer 13.04.2017 0 Kommentare

Olivenöl-Präsentation auf dem RegioMarkt
Beim nächsten Beverstedter Regio-Markt am 6. Mai stellt Bio-Bäuerin Jutta Koch das von ihr auf der griechischen Halbinsel Pilion produzierte Olivenöl vor. (Andrea Grotheer)

Jutta Koch lebt seit Dezember 2016 in Hechthausen (Gemeinde Hemmoor). Erst vergangenes Jahr ist sie nach Deutschland zurückgekehrt. 30 Jahre hat sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, einem gebürtigen Berliner, auf der Halbinsel Pilion an der Ostküste Griechenlands verbracht. Beide waren selbstständig: Jutta Koch als Bio-Bäuerin, ihr Mann als Bauunternehmer und Schreiner. Die Griechenland-Krise hat sie zurück gebracht: „Als Gesetze geändert wurden, wurde es unsicher, als die Partei von Tsipras an die Macht kam, erst recht komisch“, erinnert sich Jutta Koch. Allerdings habe auch das Alter eine Rolle gespielt.

Ernte von 350 Olivenbäumen

„Unsere Kinder sind schon lange in Deutschland, sie sind bikulturell aufgewachsen und haben als Jugendliche Griechenland verlassen“, erzählt die 55-Jährige, die seit 25 Jahren eigenes Olivenöl herstellt und seit 2004 eingetragene Bio-Bäuerin ist. Rund 350 Bäume bewirtschaftet sie auf Pilion. „Lange Zeit habe ich das Öl nur an Freunde verkauft, bis die Idee kam, es auch in Deutschland zu vermarkten“, erzählt Jutta Koch und freut sich sehr über die Unterstützung, die sie von den anderen Marktbeschickern bekommen hat. „Alle haben sich sehr kollegial verhalten“, sagt sie.

Die Erntezeit für ihre Oliven namens „Amphissa“ beginnt im Oktober. Unter den Bäumen werden Netze und Planen ausgebreitet, früher wurde der Baum mit Bambusstöcken in Schwingungen versetzt und die Oliven wurden so zum Fallen gebracht. Heute werden vorwiegend batteriebetriebene Erntemaschinen eingesetzt. „Mit den  Bambusstöcken hat man die Ansätze für das nächste Jahr verletzt und damit die kommende Ernte verdorben“, weiß Jutta Koch. Von der Plane geht es für die Früchte in Kisten. „In Säcken findet die Oxidation zu schnell statt“, erklärt die Expertin.

Möglichst am gleichen Tag müssten die Oliven zur Pressung gebracht werden. „Es dauert eineinhalb Stunden, bis das Öl herauskommt“, so Jutta Koch weiter. Das Olivenöl werde in eigene Fässer abgefüllt und gelagert, der noch sehr ölhaltige Trester wird als Brennmaterial verkauft. Die Bio-Produktion wird in Griechenland von verschiedenen Organisationen wie Bio Hellas, Dio oder – wie bei Jutta Koch – vom TÜV Austria überwacht. „Wir dürfen beispielsweise nur mit biologischem Dünger wie Schafs- oder Ziegenmist düngen und vertreiben die Olivenfliege, die die Olive durch das Ablegen ihrer Eier in der Frucht zerstört, eher mit Fallen als mit den zugelassenen Spritzmitteln“, erläutert sie die Vorschriften.

Kochs Olivenöl entsteht in Kaltpressung, bei der 27 bis 32 Grad warmes Wasser dem Oliven-Brei zugeführt wird, der eine Temperatur von 10 bis 15 Grad hat. „Durch das Mischen mit den kalten Oliven entsteht eine viel geringere Temperatur“, erklärt Jutta Koch den Begriff Kaltpressung. „Es handelt sich um eine schonende Herstellungsart, bei der die Mineralstoffe erhalten bleiben.“ Der Ertrag sei allerdings um etwa zehn Prozent geringer als bei der Heißpressung. Die Oliven werden auch eingelegt angeboten.

Wer mehr über die Olivenölproduktion von Jutta Koch wissen möchte, kann sich beim nächsten Regio-Markt am Sonnabend, 6. Mai, von 15 bis 18 Uhr ausführlich informieren. Die Bio-Bäuerin stellt sich und ihre Produktion vor, beantwortet Fragen und bietet Kostproben an. Regelmäßig wird sie auf dem Markt zu finden sein, nur während der Erntezeit im Herbst ist sie in Griechenland.

Der Regio-Markt findet am ersten Sonnabend im Monat statt, im Juli ist Sommerpause. Organisiert wird die Veranstaltung von einem Förderverein. Dessen Ziele sind die Werbung für die Erzeugung gesunder Lebensmittel, die Förderung der Lebensqualität in der Region und die Stärkung des Umweltbewusstseins. Der Markt bietet Fleisch- und Wurstwaren von Rind, Schwein und Geflügel, Brat- und Räucherfisch, Käse- und Milchprodukte, Obst und Gemüse, Honig und Wein sowie Gewürze und weitere Öle aus regionaler und Bio-Produktion.

Zu einer Einkaufspause lädt das Marktcafé mit Kuchen aus eigener Herstellung und fair gehandeltem Kaffee ein. Zeitgleich hat das an die Markthalle angrenzende Lädchen „RegioArabesk“ geöffnet, in dem orientalische Lebensmittel verkauft werden. Info unter www.regiomarkt-beverstedt.de.


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Leserkommentare
admiral_brommy am 19.10.2019 13:20
Durchaus nicht.



Bildungserfolg hängt immer von diversen Faktoren ab. Daher ist es Aufgabe der Politik, diese Faktoren so ...
suziwolf am 19.10.2019 13:17
@Siegfried ...

Sie machen aber jetzt die Idee der BI zum
regelrechten Mischmasch.

• Produktion von Aluminium ...