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Schützenverein Oldendorf
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Mit Schwung in die kommenden 100 Jahre

Peter von Döllen 19.05.2019 0 Kommentare

Nils Glaubke ist seit 2017 Vorsitzender des Schützenvereins Oldendorf.
Nils Glaubke ist seit 2017 Vorsitzender des Schützenvereins Oldendorf. (Christian Kosak)

Oldendorf. Vieles ist anders beim Schützenverein Oldendorf. Nachwuchssorgen hat er derzeit nicht, der  Altersdurchschnitt des Vorstands beträgt gerade mal 38 Jahre. Schießwart Nico Gramlich ist mit 19 Jahren das jüngste Mitglied in der Riege. So mag es kaum verwundern, wenn auch das 100-jährige Bestehen etwas anders gefeiert wird, als sonst in der Region üblich. „Wir werden auch einen Kommers machen“, verrät der Vorsitzende Nils Glaubke. Direkt im Anschluss soll es am Sonnabend, 25. Mai, im Zelt am Schießstand aber bei einer zünftigen Party mit DJ abgehen, zu der rund 400 Gäste erwartet werden. Ein bekannter Spirituosenhersteller will sogar zwei neue Sorten bei der Feier vorstellen. Die jungen Leute im Verein zeigen auch bei der Feier, wo es lang geht. Jung und Alt werden beim Schützenverein Oldendorf gleichermaßen mitgenommen.

Auf Tradition wollen aber auch sie nicht verzichten. „Es war schnell klar, dass wir einen Umzug machen werden“, sagt Nils Glaubke. Um 18 Uhr wird der Tross mit Begleitung des Jungen Blasorchesters Wilstedt in Richtung Schützenhalle aufbrechen. Und der traditionelle Kommers wird mit junger Fete verknüpft. Die Mischung macht es eben. „Jeder hat Lust darauf, alle sind heiß“, ist Glaubke sicher. Die Vorbereitung sei mit Arbeit verbunden, doch sie bringe weiteren Schwung in den Verein. Und aus dieser Stimmung heraus haben sich viele Ideen entwickelt, die über das Jubiläum hinaus etwas bewegen können.

Beispiel Oldendorfer Mundorgel: „Wir haben bemerkt, viele Schützen können Lieder anstimmen, aber nicht durchsingen“, erklärt Glaubke. Die Mundorgel soll Abhilfe schaffen. Im Prinzip ist es ein Liederbuch, das jedem Mitglied des Vereins überreicht wird. „Das war viel Arbeit“, sagt Glaubke. Die haben hauptsächlich die beiden Liedbeauftragten Andrea Zittlau und Robert Windhorst geleistet, wie Nils Glaubke betont. Sie hätten sogar selber Lieder für die Oldendorfer Schützen komponiert. Doch der Einsatz habe sich gelohnt. Die Mundorgel sei ein Schmuckstück geworden, an dem die Mitglieder noch lange Spaß haben werden.

Der junge Vorstand: Nils Glaubke, Kira Suhling, Steffen Müller, Timo Mesterharm, Anke Antholz, Hartmut Suhling, Nico Gramlich, Lena Mersmann und Niklas Antholz (v.l.).
Der junge Vorstand: Nils Glaubke, Kira Suhling, Steffen Müller, Timo Mesterharm, Anke Antholz, Hartmut Suhling, Nico Gramlich, Lena Mersmann und Niklas Antholz (v.l.). (vdo)

Ein Kraftakt sei auch die Festschrift gewesen. Sie zeugt von der bewegten Geschichte des Schützenvereins Oldendorf. Darin ist das erste Protokoll abgebildet. „In der heutigen Versammlung wurde von den anwesenden Personen ein Schützenverein mit dem Namen Schützenverein Oldendorf gegründet. Sämtliche Anwesende erklärten sich als Mitglied“, ist dort handschriftlich zu lesen. Das war am 4. Juni 1919. Der erste Vorstand bestand aus Hauptmann Johann Grotjohann, Leutnant Diedrich Mertens, Feldwebel Theodor Jedenhans, Schriftführer Johann Mertens II, Oberschützen Diedrich Hünken und Heinrich Fischbeck. Erster Schützenkönig wurde Johann Haßler.

In der Folge bemühten sich die Mitglieder in einer schweren Zeit, den Verein weiterzuentwickeln. „Mehr konnten unsere Vorgänger zum Aufbau des Vereinslebens damals nicht tun“, heißt es in der Festschrift. Noch schwieriger wurde es zwischen 1933 und 1948. Im neuen Deutschland war wenig Platz für ein Vereinsleben. Der Zweite Weltkrieg und die schwere Zeit danach hemmten das Vereinsleben.

Dafür ging es ab 1949 schnell voran. Die Zahl der Mitglieder überschritt die Marke 60, der Schießstand wurde nach modernsten Erkenntnissen ausgebaut. Immer mehr kam auch der Schießsport in den Fokus. 1970 wurden erstmals sechs Jugendliche als Mitglieder im Verein aufgenommen. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte wurde 1975 wieder eine Damengruppe aufgenommen. Ein Jahr darauf wurde erstmals eine Königin in Oldendorf gekrönt.

Nachdem Verhandlungen mit dem damaligen Wirt gescheitert waren, wurde 1977 beschlossen, eine neue Schützenhalle zu bauen. Ein Grundstück war schnell gefunden. Das Richtfest konnte 1979 gefeiert werden, im April 1980 wurde die neue Schießsportanlage eingeweiht. Sie ist immer noch die Heimat des Vereins.

Wie sehr sich die Schützen mit ihrem Jubiläum auseinandersetzen, zeigen viele Details. So wurde unter anderem das Vereinslogo, ein Pferd, dezent überarbeitet und modernisiert. Jetzt ziert es neue Jacken, die mit Unterstützung der Volksbank für alle Mitglieder angeschafft wurden. Und für die Feier wurden Bierdeckel mit dem Oldendorfer Pferd erstellt. Zudem konnte eine große Tombola mit vielen Preisen auf die Beine gestellt werden. Mit derzeit 101 Mitgliedern will der Schützenverein Oldendorf entspannt die kommenden 100 Jahre angehen.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.