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Noch zwei Jahre ohne Lappen

Friedrich-Wilhelm Armbrust 02.12.2018 0 Kommentare

Weil er ohne Fahrerlaubnis mit einem Kleintraktor gefahren ist, muss ein 56-Jähriger nun weitere zwei Jahre ohne Führerschein auskommen.
Weil er ohne Fahrerlaubnis mit einem Kleintraktor gefahren ist, muss ein 56-Jähriger nun weitere zwei Jahre ohne Führerschein auskommen. (David-Wolfgang Ebener)

Osterholz-Scharmbeck.  „Warum sind Sie damit gefahren?“, fragte Strafrichter Marcus Lemke den 56-jährigen Angeklagten aus Schwanewede. Zwei Mal war dieser dabei erwischt worden, wie er Mitte April mit einem Kleintraktor auf den Straßen Meyenburger Damm und An der Zehntscheune unterwegs war. Allerdings ohne Führerschein. Der war ihm in der Vergangenheit wegen anderer Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung entzogen worden. Das war deshalb in diesem Fall Fahren ohne Fahrerlaubnis und ist eine Straftat. Dazu hatte der Schwaneweder etliche Punkte in Flensburg angesammelt. Das besondere Problem war zudem, dass der 56-Jährige während seiner Touren unter mehrfach laufender Bewährung stand.

Zu unterscheiden ist als Sanktion der Entzug der Fahrerlaubnis von einem Fahrverbot. Ein Fahrverbot läuft in der Regel über wenige Monate, der Führerschein wird dem Betroffenen nach Ablauf einer bestimmten Frist automatisch zugeschickt. Liegt aber ein Entzug der Fahrerlaubnis vor, steht an deren Ende meist eine medizinisch-psychologische Untersuchung. Die Länge der Sperrfrist beträgt laut Gesetz mindestens sechs Monate und höchstens fünf Jahre.

„Das war irrtümlicherweise“, sagte der Angeklagte. Er habe nicht gewusst, dass er das Fahrzeug nicht hätte fahren dürfen. „Der läuft nicht schneller als acht, neun Kilometer“, erklärte der 56-jährige Schwaneweder. Außerdem sei der Trecker gedrosselt. Ihm sei gesagt worden, dass er eine Mofa fahren dürfe, deshalb dürfe er auch den Kleintrecker fahren, sprang Pflichtverteidiger Joachim Eickhoff seinem Mandanten zur Seite.

20 Eintragungen weist das Bundeszentralregister bei dem Schwaneweder auf. Mehrfach Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und Trunkenheit hat er auf dem Kerbholz. Die Staatsanwältin beantragte eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 20 Euro (1800 Euro) und einen weiteren Entzug der Fahrerlaubnis für drei Jahre. „Er hat nicht pfiffig gehandelt. Er ist da total blauäugig reingerutscht“, sagte Verteidiger Eickhoff. Der Anwalt bat um eine „sehr milde Geldstrafe“. Er hatte zwischendurch auch angemerkt, dass es aufgrund von nachbarschaftlichen Zwistigkeiten zu der Anzeige gekommen sei.

Strafrichter Lemke brummte dem Angeklagten schließlich eine Geldstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis von 90 Tagessätzen zu 10 Euro (900 Euro) auf. Hinzu kommt eine Sperrfrist für den Führerschein von zwei Jahren. „Hier muss etwas Spürbares her“, sagte er in seiner Urteilsbegründung. „Das darf sich nicht wiederholen. Sie sind haarscharf an einer Freiheitsstrafe vorbeigekommen“, gab der Vorsitzende zu bedenken.


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Leserkommentare
Opferanode am 20.10.2019 15:37
@ Holger
"dass der rechte Extremismus zur Zeit das beherrschende Thema ist."

was das beherrschende Thema ist, dass bestimmen ...
holger_sell am 20.10.2019 15:36
Kultur ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und gerade auch in Bremen ein Magnet für den Tourismus.
Außerdem ist Kulturbewusstsein ein großer ...