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Agility-Turnier in Sandstedt
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Nur im Team geht's zum Sieg

ANDREAS PALME 11.06.2019 0 Kommentare

Hunde unterschiedlichster Rassen gingen beim Agility-Turnier in Sandstedt an den Start und überwanden zahlreiche Hindernisse erfolgreich.
Hunde unterschiedlichster Rassen gingen beim Agility-Turnier in Sandstedt an den Start und überwanden zahlreiche Hindernisse erfolgreich. (Andreas Palme)

Sandstedt. Das Nordseeturnier hat Hundesportfreunde aus ganz Europa an die Unterweser geführt. Zum Turnier haben sich über 500 Teilnehmer aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern angemeldet. Seit 1992 veranstalten die Weser-Ems Hoppers das Agility-Turnier, das zu den größten Freiluftturnieren der Republik gehört und den Marschenort Sandstedt in Europa bekannt macht.

„Wir sind von dem großen Teilnehmerinteresse überwältigt“, erklärt Anna Lebus, Vorsitzende der „Weser-Ems-Hoppers“. Ihr Verein, mit 90 Mitgliedern, organisiert alle zwei Jahre das große Mensch-Hunde-Event unter dem Radarturm in Sandstedt. „Wir haben über 1000 Anmeldungen“, ergänzt Rolf Franck und bedauert, dass „aus organisatorischen Gründen nur 530 Starter zugelassen werden konnten“. Insgesamt zählen die Veranstalter 3500 Starts bei diesem Turnier. „Wir haben unsere Kapazitätsgrenze mit 530 Startern erreicht“, erklärt Franck, der mit seinen 55 Helfern an der Grenze des Leistbaren angekommen ist.

„Agility“ kommt aus dem Englischen und steht für Beweglichkeit und Wendigkeit. Im schnellen Tempo meistern die Hunde dabei verschiedene Hindernisse wie Tunnel, Reifen, Wippen, Stege und Schrägwände. Unter Anleitung des Hundeführers wird ein vorgegebener Parcours absolviert. Dabei gewinnt der schnellste, fehlerfreie Lauf.

Am Start sind Hunde aller Rassen, die entsprechend ihrer Größe und Leistung in die Klassen A1, A2, A3 eingeteilt werden. Neu ist aktuell die Wettbewerbsgruppe „Para-Agility“ bei der Menschen mit Behinderung ihre Hunde über den Parcours führen. Mit zwölf Startern trifft sich das deutschlandweit größte Teilnehmerfeld des „Para-Agility“ in Sandstedt.

Auf der Sportanlage unter dem Radarturm sind vier Wettkampfringe aufgebaut. Sturmböen setzen den Bauten während des Turniers zu. Jeder Ring ist ein Parcours aus 20 Hindernissen, der von den Teams in kurzer Zeit möglichst fehlerfrei bewältigt werden muss. Pro Ring sorgen zehn Helfer und ein Wertungsrichter, der den Parcours nach seinen Vorstellungen aufbaut, für einen reibungslosen und fairen Ablauf. Auf die „Klassenbesten“ im Nordseeturnier wartet je ein Leuchtturmpokal, erstmals werden die Gewinner der Jugendklasse besonders ausgezeichnet. Die Wertungsrichter kommen aus Deutschland, Dänemark, Luxemburg, England und sogar aus Ungarn.

Veronika Herendy begibt sich immer wieder gern auf den knapp 1000 Kilometer langen Trip mit dem Auto an die Unterweser. „Wir freuen uns über das große Interesse an unserer Veranstaltung“, erklärt der Wulsbütteler Rolf Franck, der zusammen mit Ehefrau Madeleine seit einem halben Jahr am Turnierablauf feilt. Aus den anfänglich 100 Startern ist inzwischen eines der größten Agility-Freiluftturniere Deutschlands entstanden, das ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer nicht so „reibungslos über die Bühne“ gehen könnte. Dafür dankt Franck besonders dem Vorsitzenden des TSV Sandstedt, Dieter Matzel, und dem Pächter des Campingplatzes, Oliver Diekmann.

Nicht ganz zufrieden, aber vom Glück verfolgt, ist Thilo Forker aus Itzehoe. Er hat sich einen „VIP-Platz“ mit Sektfrühstück zugunsten der Papageienstation „Arche Noah“ in Hoope ersteigert. Mit seinem Boarder-Collie-Rüden „Tycho“ hat er in der Klasse A1 Wettkampferfahrung gesammelt und freut sich schon über einen Durchgang mit wenigen Fehlern in guter Zeit.

Aus Dänemark sind Marianne und Bent Larsen an die Weser gekommen. Beim Lauf in der höchsten Leistungsklasse A 3 gelingen dem Paar zwei „Null-Fehler-Läufe“. Das ist ein schöner Erfolg“, freut sich Marianne Larsen, die diesen Sport seit zehn Jahren betreibt und Dänemark bei einer Weltmeisterschaft erfolgreich vertreten hat. Während der Wettkampftage freut sich Oliver Diekmann über einen ausgebuchten Campingplatz. Der Pächter erlebt den Trubel um den Nordseepokal zum ersten Mal und unterstützt die Organisatoren nach Kräften. Viele Besucher interessieren sich für die Wettkämpfe und flanieren entlang der „Shoppingmeile“. Zahlreiche Verkaufsstände bieten hundesportliches Zubehör an, Speiseeis, Bratwurst und Fischbrötchen stillen den Appetit von Teilnehmern und Gästen.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...