Wetter: wolkig, 7 bis 15 °C
3. Craft Beer Days
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

„Obama ist der Renner“

Christa Neckermann 16.06.2019 0 Kommentare

Biersorten über Biersorten: Die 3. Craft Beer Days auf dem Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck waren ein Eldorado für die Freunde von Hopfen und Malz.
Biersorten über Biersorten: Die 3. Craft Beer Days auf dem Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck waren ein Eldorado für die Freunde von Hopfen und Malz. (Maximilian von Lachner)

Osterholz-Scharmbeck. Amerikanisches Bier wird normalerweise von Bierliebhabern geschmacklich irgendwo zwischen mineralwasserverdünntem Clausthaler und reinem Leitungswasser angesiedelt – welche Überraschung daher, dass sich das „White House Honey Ale Obama“ der Osterholzer Hausbrauerei auf den Craft Beer Days als echter Renner herausstellt. „Die Craft Beer-Bewegung hat weltweit Hopfenzüchter zu neuen Kreationen angeregt“, erklärt Dirk Unglaube, Braumeister der Osterholzer Hausbrauerei. Er nennt die Hopfensorte „Citra“ als Beispiel, die dem Bier eine frische, fruchtige Note verleiht. Der Honig, den Dirk Unglaube für sein leicht süßes White House Honey Ale verwendet, stammt aus einer Imkerei in Ritterhude. „Wir verwenden für unser Bier überwiegend regionale Produkte“, versichert Unglaube. Und das Ergebnis überzeugt, immer wieder lassen sich die Gäste der Craft Beer Days ihre Gläser nachfüllen.

Auch Braumeister Dirk Paul aus Hamburg hat ein ungewöhnliches Bier zu den Craft Beer Days mitgebracht. „Auf 2000 Liter Bier setze ich knapp zwei Kilo Hanfblätter und etwa sieben Kilo Hanfblüten ein. So entsteht ein obergäriges Hanf-Bier mit 6,1 Prozent nach englischer Ale-Brauart“, erklärt er den Gästen an seinem kleinen Stand. Es ist ein kräftiges Bier mit einer nordisch-herben Note, genau das richtige für einen Sommertag im Freien mit Bratwurst und guten Freunden. Angst vor einer Polizeikontrolle müssten die Liebhaber des Hanf-Ale nur in Hinblick auf die verkonsumierten Biermengen haben, beruhigt Dirk Paul. „Wir verwenden nur Nutzhanf, darin ist kein THC enthalten.“

Kleinere Gläsergröße kommt an

Damit die Gäste die große Auswahl an lokal hergestellten Bieren auch so richtig probieren können, haben die Organisatoren des Wirtschaftstreffs Osterholz die Anbieter gebeten, das Bier in kleineren Gläsern auszuschenken. Dem kommen die Biergestalter gern nach – oder schenken die Gläser eben nur halbvoll aus. Eine kleine Umfrage unter den Gästen ergibt, dass dieses Verfahren großen Anklang findet. „Das Bier ist klasse, nur die Musik ist etwas zu laut. Man muss so schreien, wenn man sich unterhalten will“, meint Bernd Schiller, der gerade mit Bekannten „In Gottes Namen“, ein Klosterbier der Häsefelder Brauerei aus Daverden, genießt. „Echt lecker, kann ich nur empfehlen.“

Vielleicht war die Musik etwas laut, dafür war sie aber auch unterhaltsam, schmissig und einfach gut. Am Freitag wurden die Gäste der Craft Beer Days von Sam Rockalot, Stellar Stereo und Aron L. Flow unterhalten, am Sonnabend standen die Musiker von Opas Studio und die Apollo Apes auf der Volksbank-Bühne des Marktplatzes.

Und was wäre ein Bierfest ohne deftiges Essen? Die Imbissbuden, die Bratwurst, Crêpes, chinesische Nudelgerichte und mehr anboten, sorgten für die nötigen Unterlagen, um „Schnuckenbräu – und alles wird gut“ genauso unbeschadet zu überstehen wie das Bier vom Butjenter Brauhaus oder das schottische Bier, mit dem Stallings Bistro auf dem Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck vertreten war. Manfred Hoff hatte Biere mit so vielversprechenden Namen wie „The Wolf of Glen Moray“, „Nessies Monster Mash“ oder „Hobgoblin Gold“ mitgebracht. Eine Abwechslung zum Bier bot der Cider, der englische Apfelwein, der ebenfalls am Stand von Manfred Hoff ausprobiert werden konnte.

Aus Bornhöved war Jörg Wöllhaf vom Gotthilf Braukeller angereist. Seine Biere erregten schon aufgrund ihrer Namen Aufmerksamkeit, wie etwa Rosamunde, das fruchtige Frühlingsbier, mit frischen Kirschen gebraut, dabei aber nicht süß. „Kurt“ hingegen war diesmal kein Rebenprodukt, sondern ein elegantes Stout mit signifikantem Malzkörper und kräftiger Röstmalznote, einem Hauch dunkler Schokolade und mittlerem Bittergehalt. Im Kontrast dazu das helle „Bert“, ein Indian Pale Ale mit kräftigem Hopfenaroma nach Zitrusfrüchten und herber Bitternote.

Gut, dass die vertretenen Brauhäuser meist auch im Internet gefunden werden können, sodass die auf den Craft Beer Days entdeckten neuen Lieblingsbiere auch nachgeordert werden können.


Mein Osterholz
Ihr Portal für Osterholz und umzu

Herzlich willkommen in Ihrem Portal für Osterholz-Scharmbeck und umzu. Hier informiert Sie die Redaktion des Osterholzer Kreisblatt über wichtige Nachrichten und Veranstaltungen aus Ihrer Umgebung - von Gnarrenburg über Beverstedt, Hagen, Hambergen und Ritterhude bis in die Kreisstadt. Und das tun wir gerne: Tag für Tag und Sonntag auch. Wir sind für Sie da.

Haben Sie Informationen, Kritik oder Anregungen. Schreiben Sie uns. Wir freuen uns darauf.

Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 15 °C / 7 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/wolkig.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
Die Sportmeldungen aus der Region
Veranstaltung für Ihre Region
Sonderthemen aus der Region
Sonderthemen aus der Region
Sporttabellen & Ergebnisse
Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

Traueranzeigen
WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...