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„Jugend debattiert“
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Qual der Wahl für die Jury

Friedrich-Wilhelm Armbrust 09.02.2018 0 Kommentare

Jugend debattiert
Conrad, Lara, Bastian und Madita (von links) diskutierten. (Friedrich-Wilhelm Armbrust)

Osterholz-Scharmbeck. Die Jury tagt. Jetzt haben sie Pause im Klassenhaus des Gymnasiums an der Loger Straße. Conrad und Lara, Bastian und Madita warten. Sie stehen in der Endrunde bei „Jugend debattiert“. Gerade hatten sie noch schiedlich-friedlich miteinander gestritten. Hin und her ist es zwischen Conrad und Lara einerseits und Bastian und Madita andererseits gegangen. Ihr Thema hieß in der Pro-und-Contra-Debatte: „Sollen in stark belasteten Großstädten Diesel-Fahrverbote erlassen werden?“

Conrad und Lara waren dafür, Bastian und Madita dagegen. Das war die Vorgabe genauso wie das Thema. Man solle den Dieselfahrern eine Abwrackprämie geben, damit sie auf Benziner umsteigen, um den CO2-Ausstoß zu verringern, so der Standpunkt von Conrad und Lara. Man habe die Gesundheit der Menschen im Auge zu behalten. Bastian und Madita traten dafür ein, die Hardware in Dieselfahrzeugen zu verbessern. Sie waren der Auffassung, dass man auch die finanziellen Nachteile gerade für nicht so gut Betuchte berücksichtigen muss, sollten sie gezwungen sein, ihr Fahrzeug abzuschaffen. Die Pause zog sich hin. Dann wurden die vier in den Debattier-Raum gerufen.

Noch immer verriet die vierköpfige Jury nicht, für wen sie sich als Sieger des Rededuells entschieden hat. „Ihr habt uns die Entscheidung schwer gemacht“, sagte Jurymitglied Matthias Daum vom Niedersächsischen Internatsgymnasium in Bad Bederkesa. Auch Birgit Loeper vom Gymnasium Ritterhude, als Schüler Jasper Rieck und Helke Keßler vom Gymnasium in der Loger Straße, mussten darüber befinden, wessen Beiträge am überzeugendsten waren. Erst einmal wurde zu jedem einzelnen eine Einschätzung seiner Redekunst verlesen. Die 17-jährige Madita wurde dafür gelobt, „dass du hinterfragt hast“. Aber in ihrer freien Aussprache solle sie sich noch mehr Raum verschaffen, lautete der Tipp.

Lara, 17 Jahre, hat laut Jury ihre Eröffnungsrede fundiert angefangen. In der freien Aussprache sei es günstiger, mehr Anknüpfungspunkte beim Gegenüber zu suchen, gab ihr die Jury mit auf den Weg. Jedes Rededuell lief nach einem bestimmten Muster ab. Zunächst vertrat jeder in der Eröffnung seinen Standpunkt zu dem vorgegebenen Thema. Dafür waren zwei Minuten Zeit. In der freien Aussprache tauschten die Debattierer ihre Argumente aus. Zwölf Minuten gab es dafür. In der Schlussrunde hatte jeder noch einmal eine Minute Zeit, erneut auf Streitfragen vor dem Hintergrund der zuvor diskutierten Argumente einzugehen. Für den 16-jährigen Bastian gab es Lob. „Du hast die Debatte vorangetrieben und hattest gute, starke Argumente. Du warst sehr präsent. Nur in der Schlussrede müsstest du noch die Struktur verbessern“, hatte die Jury ausgemacht. Mit fundierten Sachkenntnissen, einer gut akzentuierten freien Aussprache und sehr strukturiert sei der 19-jährige Conrad zur Sache gegangen, lautete die Einschätzung der vier Juroren.

Für Hannover qualifiziert

Für ihn und seine Partnerin Lara sprach sich die Jury als Gewinner aus. Beide dürfen nun zum Landeswettbewerb nach Hannover in den Landtag fahren. Da können sie sich mit anderen Gewinnern der Regionalwettbewerbe messen. Schon im vergangenen Jahr waren beide in Hannover dabei. „Die da mitmachen, sind echt freakig und so richtige Originale“, so die Erfahrung von Lara. Jeder sei da sehr begabt und sehr gut vorbereitet, blickte Conrad zurück. „Da bekommt man seine Grenzen aufgezeigt“, so der 19-Jährige.

Die Landessieger schließlich fahren zum Bundeswettbewerb nach Berlin. Für zwei Altersgruppen ist der Wettbewerb ausgeschrieben. Die Altersgruppe eins umfasst die Klassen acht bis zehn, die Altersgruppe zwei die Jahrgangsstufen zehn bis 13. In der ersten Altersgruppe gewannen Charlotte Jacobsen aus der zehnten Klasse des Osterholz-Scharmbecker Gymnasiums und Lotta Pfeiff aus Bad  Bederkesa. Im Finale waren außerdem Luisa Maack aus Bad Bederkesa und Jette Voigt von der IGS Lilienthal.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.