Wetter: Nebel, 11 bis 16 °C
Breitbandausbau
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Schnelleres Surfen für 230 Anschlüsse

Brigitte Lange 27.05.2019 0 Kommentare

Als letzte Gemeinde im Landkreis beginnen nun auch in Ritterhude die Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau.
Als letzte Gemeinde im Landkreis beginnen nun auch in Ritterhude die Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau. (Patrick Pleul/dpa)

Ritterhude. Schnelles Internet sollte heute so selbstverständlich sein wie der Festnetzanschluss fürs Telefon, findet Ritterhudes Bürgermeisterin Susanne Geils. Aber auch der sei nicht direkt überall vorhanden gewesen, räumte sie ein: „Wir bekamen unseren Telefonanschluss erst 1974.“ Umso mehr begrüßte sie es gestern beim Pressetermin, dass der mit öffentlichen Mitteln geförderte Breitbandausbau im Landkreis Osterholz nun weiter gehe und auch Ritterhudes Bürger und Betriebe davon profitierten.

„In drei Wochen sollen die Tiefbauarbeiten hier beginnen“, bestätigte Hendrik Lüürs, Kommunalbetreuer bei EWE-Netz. Ziel sei es, dass die Arbeiten landkreisweit bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sind. Genauer eingrenzen konnte Lüürs das Datum nicht; zu viele Faktoren spielten hinein. EWE habe beispielsweise die Arbeiten an zehn verschiedene Baufirmen vergeben. Auch werde in allen Gemeinden gleichzeitig der Ausbau vorangetrieben und nicht eine Gemeinde nach der anderen abgearbeitet.

Ritterhude ist nun die letzte der Landkreis-Kommunen, in der die Bauarbeiter anrücken. Es gehe in der Hamme-Gemeinde bei diesem Ausbau aber auch nur um 230 Anschlüsse, räumte Geils ein. Kein Vergleich zur Gemeinde Lilienthal, meinte sie: „Da sind es 1000 Anschlüsse.“ Aber jeder der 230 Ritterhuder Anschlüsse sei wichtig. Die Nutzer würden schon lange auf einen schnellen Internetzugang warten. „Gut zwei Jahre“, bestätigte Landrat Bernd Lütjen.

Aufwendiges Förderverfahren

„Wir wären gern schneller gewesen, aber das ging nicht“, erinnerte er an das Bewerbungsverfahren um die Fördermittel von Land und Bund. Bei dem Verfahren hätten sich mehrmals die Förderbedingungen geändert. Alle Fördergebiete immer wieder daran anzupassen, sei „ein Mordsaufwand“ gewesen. „Und diese Änderungen mussten in affenartiger Geschwindigkeit geschehen; ich habe den Landkreis sehr bedauert“, bemerkte Susanne Geils. Sie sei daher froh gewesen, dass der Landkreis das Bewerbungsverfahren für alle Kommunen übernommen hatte.

In diesem Bewerbungsverfahren um Fördermittel hatte der Landkreis Osterholz Geld für insgesamt 6500 Anschlüsse in allen Kreis-Kommunen beantragt. Alles Anschlüsse, bei denen bisher mit maximal mit 30 MBit pro Sekunde durchs Internet gesurft und deren Tempo sich sonst in den kommenden drei Jahren voraussichtlich nicht ändern würde. Denn Anschlüsse, deren Nutzer schneller im Netz unterwegs sein können, fielen durchs Förderraster. Für den Landkreis ergab das am Ende 134 Fördergebiete. Acht davon – mit 230 Anschlüssen – liegen im Gebiet von Ritterhude. In erster Linie sind dies Bereiche in Werschenrege und Stendorf, in Ihlpohl und Platjenwerbe und nahe Osterhagen. Mit dabei: das Gewerbegebiet Max-Planck-Straße.

„Diese acht Fördergebiete sind in zwei Technikarten unterteilt“, geht Lüürs auf Details ein. In sechs Gebieten würden die Glasfaserkabel direkt bis in die Haushalte gelegt. In den beiden übrigen werden die Glasfaserkabel an den Verteilerkästen enden. Kupferkabel stellten die Verbindung zu den Häusern her. Je größer die Distanz zwischen Verteilerkasten und Haus, desto langsamer wird die Verbindung ins Internet. Die Entscheidung, welche Gebiete welche Technik bekommen, habe der Landkreis zusammen mit der Gemeinde getroffen, erklärte Lüürs auf Nachfrage. Es sei darum gegangen, wie sie mit dem verfügbaren Geld, das meiste erreichen könnten, sagte Bernd Lütjen. „Das ist ein sehr guter Zwischenschritt“, bestärkte Hendrik Lüürs den Landrat in dieser Vorgehensweise. Schließlich würden auch diese Nutzer künftig mit 50 bis 100 MBit/s surfen können. Durchaus ein Unterschied zu den maximal 30 MBit, mit denen sie aktuell im Internet unterwegs sind.

Die Ritterhuder, deren Anschlüsse die Kriterien der Förderung erfüllen, müssen für den reinen Anschluss nichts bezahlen, hieß es beim Pressetermin. Denn dieser Ausbau durch EWE wird mit öffentlichen Mitteln gefördert: Mit dem Fördergeld wird die Wirtschaftlichkeitslücke geschlossen, die das Oldenburger Unternehmen für sich beim Breitbandausbau ermittelt hat. Für den gesamten Landkreis Osterholz beträgt diese Lücke zehn Millionen Euro. Auf Ritterhude runtergebrochen, handelt es sich um einen Betrag von 364 000 Euro. Davon werden 182 000 Euro vom Bund und weitere 72 000 Euro vom Land übernommen. „Der Landkreis und die Gemeinde Ritterhude tragen jeweils die Kofinanzierung in Höhe von rund 55 000 Euro“, teilte Landkreissprecherin Jana Lindemann mit.

Ohne diese Fördermittel könne solch ein Glasfaseranschluss bis ins Haus die Nutzer schnell bis zu 10 000 Euro kosten, gab Hendrik Lüürs zu bedenken. Daher sei es sinnvoll abzuklären, ob der eigene Anschluss von dem geförderten Breitbandausbau profitiere.


Ein Artikel von
Mein Osterholz
Ihr Portal für Osterholz und umzu

Herzlich willkommen in Ihrem Portal für Osterholz-Scharmbeck und umzu. Hier informiert Sie die Redaktion des Osterholzer Kreisblatt über wichtige Nachrichten und Veranstaltungen aus Ihrer Umgebung - von Gnarrenburg über Beverstedt, Hagen, Hambergen und Ritterhude bis in die Kreisstadt. Und das tun wir gerne: Tag für Tag und Sonntag auch. Wir sind für Sie da.

Haben Sie Informationen, Kritik oder Anregungen. Schreiben Sie uns. Wir freuen uns darauf.

Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 16 °C / 11 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/Nebel.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
Die Sportmeldungen aus der Region
Veranstaltung für Ihre Region
Sonderthemen aus der Region
Sonderthemen aus der Region
Sporttabellen & Ergebnisse
Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

Traueranzeigen
WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?