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Geldstrafe für Angeklagten
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Teure Ackerschlepper-Fahrt

Friedrich-Wilhelm Armbrust 10.07.2019 0 Kommentare

Osterholz-Scharmbeck. In diesem Fall war das Mitteilungsbedürfnis des 59-jährigen Angeklagten aus Neuenbrook südlich von Itzehoe ausgesprochen groß. Es reichte über den Abschluss der Gerichtsverhandlung hinaus. So gab er zum Beispiel unaufgefordert auch Auskunft über seine jüngste Beziehung.

Auf der Anklagebank saß der Mann nun wegen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis und wegen Urkundenfälschung. Unterwegs war der 59-Jährige mit einem Ackerschlepper gewesen. An dem Fahrzeug befanden sich falsche Kennzeichen. 

Als die Polizei ihn Anfang März in Ritterhude ertappte, hatte er gerade sein Gefährt auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes abgestellt. Gemessen wurde ein Atemalkoholgehalt von 1,1 Promille. Eine Trunkenheitsfahrt stand aber nicht zur Anklage.

Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe räumte der 59-Jährige sofort ein: „Das ist alles so recht.“ Zum Hintergrund sagte er, dass die Behörden ihm „riesengroße Auflagen gemacht“ hätten, sodass er einen Baukran verkaufen musste. Er habe sogar schon Bußgelder für die „Unordnung auf dem Grundstück“ zahlen müssen. In Ritterhude habe er einen Abnehmer für den Kran gefunden, sagte der gelernte Maurer. Wegen eines Arbeitsunfalls 2002 kann er diesen Beruf nach eigener Aussage aber nicht mehr ausüben.

„Der Traktor stand auf dem Hof. Meine Söhne hatten die Kennzeichen abgemacht. Ich habe dann dem Traktor andere Kennzeichen verpasst. Ich wollte nicht absichtlich gesetzeswidrig handeln.“ Dies sei aus der Not heraus geschehen, so der Angeklagte.

Vier Eintragungen aus dem Bundeszentalregister schlugen ebenfalls zu Buche. Darunter befinden sich fahrlässige Trunkenheit im Verkehr, vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis und unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen. Der Staatsanwalt beantragte eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 30 Euro, 1800 Euro, eine Sperrfrist für den Führerschein von einem Jahr und ein Verbot für das Fahren mit dem Mofa.

Will jemand Mofa fahren, muss er im Besitz einer Mofa-Prüfbescheinigung sein. Dafür ist eine Ausbildung in einer Fahrschule erforderlich. Die Prüfung erfolgt durch den TÜV, der auch die Prüfbescheinigung ausstellt.

Allerdings dürfen Menschen ein Mofa ohne Prüfbescheinigung führen, wenn sie  vor dem 1. April 1965 geboren wurden. Sie brauchen keine Mofa-Prüfbescheinigung und auch keine Fahrerlaubnis. Darum hatte der Staatsanwalt auch ein Extra-Verbot für das Fahren mit dem Mofa beantragt.

Diesem Antrag schloss sich Strafrichterin Johanna Kopischke an. „Das sind Straftaten“, rief sie dem 59-Jährigen eindringlich ins Gedächtnis. „Finger weg von Motorfahrzeugen im Straßenverkehr“, ermahnte sie ihn. 


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...