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Schülerpraktikum bei Stern-Magazin
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Traumberuf Journalismus

Christian Pfeiff 11.03.2019 0 Kommentare

Für Isabella Stechel-Marceddu hat das Magazin Stern eine Ausnahme gemacht und sie zum Praktikum eingeladen.
Für Isabella Stechel-Marceddu hat das Magazin Stern eine Ausnahme gemacht und sie zum Praktikum eingeladen. (Daniel Düsterdiek)

Bramstedt. Die in Hamburg ansässige Redaktion des Magazins „Stern“ ist nicht eben dafür bekannt, Schülerpraktikanten anzunehmen. Tatsächlich rät sie auf ihrer Homepage Schülern sogar explizit ab. Für Isabella Stechel-Marceddu aus Bramstedt machte die Redaktion allerdings eine Ausnahme: Die Schülerin der Hagener Waldschule wurde nicht nur die erste Schülerpraktikantin des Magazins überhaupt, sondern durfte als solche aktiv an einem Interview mit dem Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mitwirken. Das Ergebnis ist in der achten Ausgabe des „Stern“ vom 14. Februar dieses Jahres nachzulesen.

Aus welchen Beweggründen die Stern-Redaktion für sie ihre Regel erstmals außer Kraft setzte, kann die junge Bramstedterin selbst nur raten: „Mir wurde gesagt, dass meine Bewerbung aufgrund meiner bisherigen Qualifikation überzeugte. Ich kann also nur vermuten, dass dies bei vorherigen Bewerbern nicht der Fall war“, sagt Isabella Stechel-Marceddu. Denn Journalismus ist für die Schülerin kein Neuland: Seit der fünften Klasse ist die heutige Elftklässlerin für die Schülerzeitung „Eulenpost“ der Hagener Waldschule als Autorin tätig. Vor drei Jahren übernahm sie schließlich auch die Leitung der Schülerzeitung.

In JPN-Vorstand gewählt

In dieser Zeit entdeckte die 17-Jährige ihre Leidenschaft für den Journalismus. Eine Leidenschaft, die sie später auch zu ihrem Beruf machen will. Darauf bereitet sie sich zielstrebig und konsequent vor: Neben der Schülerzeitungsleitung engagiert sich Isabella Stechel-Marceddu seit sechs Jahren auch bei der „Jungen Presse Niedersachsen“ (JPN), einem landesweiten Zusammenschluss unkommerzieller jugendeigener Medien. Vor Kurzem wurde sie schließlich auch in den Vorstand der JPN gewählt.

„Wenn man Glück hat, ist dies ein Beruf, der nie langweilig wird; man arbeitet stets nah am Weltgeschehen, und das ändert sich ja ständig“, erklärt die Schülerin, warum ihre Leidenschaft für den Journalismus in den vergangenen Jahren beständig gewachsen ist – und mit ihr die Zahl der besuchten Seminare und absolvierten Praktika.

Dass dieser Beruf je nach Ausübung schlimmstenfalls auch finanzielle und persönliche Risiken bergen kann, ist der der jungen Bramstedterin bewusst: „Meine zweite große Leidenschaft wäre allerdings das Schauspiel, bei dem das Berufsrisiko keinesfalls geringer ist. Ich möchte aber einem Beruf nachgehen, an dem ich Spaß habe.“

Während ihres zweiwöchigen Aufenthalts in Hamburg hatte Isabella Stechel-Marceddu Gelegenheit, in die Welt des Berufsjournalismus einzutauchen. Dabei ergab sich die Gelegenheit, an einem Interview mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier mitzuwirken. Nachdem dieser wenige Tage zuvor auf einer Schülerdemonstration ausgebuht worden war, ohne überhaupt ein Statement abgeben zu können, nutzte der Wirtschaftsminister dieses Zusammentreffen, seine Dialogbereitschaft mit der Jugend unter Beweis zu stellen.

„Diese Situation wurde auch im Vorfeld des Interviews durch die Pressesprecherin des Ministers thematisiert. Ich hatte durchaus das Gefühl, dass Altmaier den ehrlichen Dialog suchte und auch mit den Leuten in Berlin ehrlich reden wollte – und das ist doch zumindest ein guter Schritt“, fasst die Schülerin ihren persönlichen Eindruck von dem Treffen mit Altmaier zusammen.

Sonderpreis für Schülerzeitung

Frisch gewähltes JPN-Vorstandsmitglied, erste „Stern“-Schülerpraktikantin und als solche prominent in dem Magazin vertreten – als wäre das alles nicht genug, wurde nun auch die „Eulenpost“ ausgezeichnet. Die Schülerzeitung, die nicht in gedruckter Form, sondern als öffentlich zugängliche Web-Seite im Internet erscheint, erhielt vom Jugendmedienwettbewerb „Unzensiert“ einen Sonderpreis vom Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.

Besser könnte es für die junge leidenschaftliche Nachwuchsjournalistin aus der Gemeinde Bramstedt, die sich später unter anderem eine Berufslaufbahn als TV-Korrespondentin vorstellen könnte, derzeit also gar nicht laufen.

Ein bisschen Glück war allerdings auch mit von der Partie, wie Isabella Stechel-Marceddu zugibt: „Ich hatte tatsächlich nur zwei Bewerbungen um einen Praktikumsplatz verschickt – eine an den 'Stern', die andere an den 'Spiegel'“, verrät die Siebzehnjährige mit einem Schmunzeln.


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