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Vollersode bringt Planung für Kindergarten voran

Peter von Döllen 18.04.2019 0 Kommentare

CDU-Politiker sind wegen der möglichen Belastung durch den Funkturm in Wallhöfen besorgt und lehnen den geplanten Kindergarten in der Schulstraße ab.
CDU-Politiker sind wegen der möglichen Belastung durch den Funkturm in Wallhöfen besorgt und lehnen den geplanten Kindergarten in der Schulstraße ab. (Brigitte Lange)

Hambergen. Gerade nehmen die Planungen für den neuen Kindergarten in Vollersode Fahrt auf. Vergangene Woche gab es auf Ebene der Samtgemeinde grünes Licht für die notwendige Anpassung des Flächennutzungsplans. Jetzt brachte auch die Gemeinde Vollersode den Bebauungsplan voran. Die Pläne bekamen aber einen kleinen Dämpfer: Torsten Wischhusen und Olav Tomfohrde (beide CDU) stimmten gegen den Bebauungsplan und ihr Parteikollege Thorsten Kück enthielt sich. Begründung: Die gesundheitliche Belastung durch Strahlen. „Wir dürften da keinen Kindergarten hin bauen. Ich werde das Ding ablehnen“, erklärte Wischhusen.

Die CDU-Politiker wurden offenbar durch Hinweise der Deutschen Funkturm GmbH verunsichert. Ihr gehört der Funkturm in Wallhöfen. Bei der frühzeitigen Beteiligung hatte sie unter anderem darauf hingewiesen, dass eine Richtfunktrasse nicht breit genug eingezeichnet war. Eigentlich ein formeller Hinweis. Gesundheitliche Gefahren gehen laut dem Unternehmen davon nicht aus. Der Richtfunkstrahl verbindet den Funkturm mit einem anderen Turm. Mit ihm werden Daten transportiert. Mit dem Mobilfunk hat er nur indirekt zu tun, wie Benedikt Albers, Pressesprecher bei der Deutschen Funkturm, auf Nachfrage der Redaktion bestätigt.

Abstandsregeln sind bei Bauvorhaben hauptsächlich wegen einer möglichen Störung des Funkbetriebs einzuhalten. „Dabei ist es wichtig, dass die Antennen exakt aufeinander ausgerichtet sind und kein Baum, Hochhaus oder Sonstiges den Datenstrom unterbricht. Das kann man sich wie eine Lichtschranke vorstellen“, sagt Benedikt Albers. Der Strahl sei stark gebündelt. Eine Gefährdung schließe er weiterhin aus. Die Richtfunktrasse läuft in einer Höhe von etw 57 Metern.

Tatsächlich hat die Deutsche Funkturm aber auch auf die notwendigen Abstände zum Funkturm wegen der Mobilfunksender hingewiesen – ebenfalls eine Standardformulierung. Die Abstände werden beim Kindergarten weit überschritten, wie bei anderen Gebäuden in Wallhöfen auch.

Torsten Wischhusen überzeugen die Aussagen nicht. „Allein mir fehlt der Glaube“, kommentierte er. Das Risiko reiche ihm für eine Ablehnung aus. Er erinnerte an die Diskussionen über eine angeblich erhöhte Krebsrate vor Jahren. Damals sei neben dem Funkturm auch die Raketenstation der Bundeswehr in Verdacht geraten. „Die CDU hatte ja einen anderen Standort vorgeschlagen“, fügte der CDU-Politiker hinzu. Auf Nachfrage von Verwaltungsvertreter Friedhelm Lütjen, warum die Bedenken so spät kämen, erwiderte Wischhusen, es sei ihm erst jetzt aufgefallen.

Im Vorfeld hatte sich die CDU-Fraktion für einen Kindergarten in Bornreihe ausgesprochen, den ein Bauunternehmer auf dem ehemaligen Gelände der Gaststätte Postels bauen und der Gemeinde vermieten wollte. Die Mehrheit der Vollersoder Ratsmitglieder stimmte aber nach langen Debatten für einen Neubau an der Schulstraße in Wallhöfen.

Bei einem weiteren Tagesordnungspunkte, der Planung des Gebäudes, mischten die CDU-Vertreter wieder mit. Die Verwaltung hatte verschiedene Entwürfe vorgelegt, die bereits in nichtöffentlichen Beratungen vorsortiert worden waren. Nach aktuellem Stand wird ein Gebäude für drei Gruppen realisiert, wobei derzeit noch nicht nach Regel- oder Krippengruppen unterschieden wird. Weiter sieht der Plan bereits einen Bewegungsraum vor, der bei drei Gruppen rechtlich nicht erforderlich wäre.

Mit eingeplant ist eine Anbau als zweiter Bauabschnitt für zwei weitere Gruppen. Es erscheint aber unwahrscheinlich, dass diese Option kurzfristig realisiert wird. „Die Kosten sind schon sehr hoch“, fand Torsten Wischhusen. Es war den Politikern aber wichtig, eine einfache Erweiterungsmöglichkeit in der Schublade zu haben, falls der Bedarf an Krippen- oder Regelplätzen weiter steigen sollte.

Die Kosten für den Neubau stehen noch nicht fest. Sie können erst genauer ermittelt werden, wenn weitere Details feststehen. Eine Rolle spielt dabei auch der Ausführungsstandard. Laut Friedhelm Lütjen könnten die Kosten über zwei Millionen Euro liegen. Ursprünglich war im vergangenen Jahr von 1,2 Millionen Euro die Rede gewesen.


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Leserkommentare
hopfen am 21.10.2019 11:38
Ein sehr gutes Beispiel dafür wie realitätsfern Politiker inzwischen sind. Würden alle fast identische Ferienzeiten bekommen, würde das absolute ...
admiral_brommy am 21.10.2019 11:29
Zitat: ".....und die Behörden lehnen seinen Asylantrag ab. "

Ausreisepflichtig scheint er aber nicht zu sein. Warum?
Warum ...