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Aktionswoche Alkohol
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Wenn Verständnis nicht mehr hilft

Christa Neckermann 21.05.2019 0 Kommentare

Karl-Heinz Kabbeck (links), Sicherheitsbeauftragter der Firma Faun, und Mario Böschen, Betriebsratsvorsitzender von Faun, lassen sich von Angelika Meurer-Schaffenberg über ein Firmenkonzept zum Thema
Karl-Heinz Kabbeck (links), Sicherheitsbeauftragter der Firma Faun, und Mario Böschen, Betriebsratsvorsitzender von Faun, lassen sich von Angelika Meurer-Schaffenberg über ein Firmenkonzept zum Thema "Alkohol am Arbeitsplatz" beraten. (Christa Neckermann)

Osterholz-Scharmbeck. Alkohol am Arbeitsplatz ist sowohl ein gesellschaftliches als auch wirtschaftliches Problem – darauf macht Angelika Meurer-Schaffenberg von der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werks Osterholz-Scharmbeck aufmerksam. Laut einer Studie der World Health Organisation (WHO) spielen Alkohol und Medikamente bei jedem fünften Arbeitsunfall eine Rolle. Und nicht nur Arbeitsunfälle stellen ein Risiko dar: Erhöhter Alkoholkonsum geht auch mit höheren Fehlzeiten und Ausfällen sowie Produktivitäts- und Qualitätsverlusten in den Betrieben einher.

Daher schließt sich das Diakonische Werk des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck der Aktionswoche „Alkohol“ an. „Kein Alkohol am Arbeitsplatz“, lautet das Schwerpunktthema. Vom 18. bis 26. Mai finden dazu zahlreiche Veranstaltungen statt, um auf gesundheitliche und soziale Risiken von Alkoholmissbrauch aufmerksam zu machen.

Konzepte für Unternehmen

In Osterholz-Scharmbeck ist die Firma Faun auf dem Weg, mithilfe von Angelika Meurer-Schaffenberg ein Konzept für das Unternehmen zu entwickeln. „Alkohol wird in unserer Gesellschaft verharmlost, aber die Folgen sind enorm. Nicht nur für den Betroffenen, auch das Umfeld – sei es familiär oder am Arbeitsplatz – leidet unter der Alkoholkrankheit", erläutert Angelika Meurer-Schaffenberg. Oft werde ein Betroffener aus falsch verstandener Solidarität von seinem Umfeld lange gedeckt, bevor Hilfe angenommen wird.

„Bei der Suchtprävention fragen wir den Alkoholkranken zunächst, ob er oder sie selbst ein Problem in seinem Umgang mit Alkohol sieht. Wir fragen dann, ob er oder sie daran etwas ändern möchte“, erklärt Meurer-Schaffenberg. Dafür sei zunächst wichtig, zu erfahren, was Alkohol für den Betroffenen darstelle. „Wenn das Feierabendbier entspannt, dann fragen wir den Hilfesuchenden, was ihn außer Alkohol noch entspannen könnte und versuchen, gemeinsam mit dem Betroffenen für ihn zugeschnittene Lösungen zu finden“, erläutert Meurer-Schaffenberg.

Karl-Heinz Kabbeck, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Faun, und Mario Böschen, Betriebsratsvorsitzender bei Faun, sind sich darüber im Klaren, dass ein Unternehmen über Mittel und Wege verfügt, betroffenen Mitarbeitern frühzeitig deutlich zu machen, wie wichtig die eigene Beteiligung an der Veränderung der eigenen Situation ist.

Auch die Verbindlichkeit einer vorbeugenden Maßnahme ist im unternehmerischen Umfeld deutlich höher als im privaten Bereich. „Was wir gemeinsam mit der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention im Diakonischen Werk erarbeiten wollen, ist ein Konzept, das auf die Gegebenheiten und Bedürfnisse speziell in unserem Unternehmen abgestimmt ist“, erklärt Mario Böschen.

„Die Maßnahmen können von Dienstvereinbarungen über Stufenpläne bis zu betrieblichen Suchtkrankenhelfern oder kollegialen Beratungen reichen“, erklärt Angelika Meurer-Schaffenberg. Die Idee der Aktionswoche ist es, den Fokus auf das Thema „Alkohol am Arbeitsplatz“ zu richten und damit sowohl Vorgesetzte als auch Kollegen zu ermutigen, professionelle Unterstützung im Umgang mit Suchterkrankungen am Arbeitsplatz einzuholen. Dazu findet beispielsweise am Sonnabend, 25. Mai, in der Zeit von 12.30 bis 18 Uhr ein Selbsthilfegruppentag im Guttemplerhaus statt.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...