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Mehrheit für Bebauungsplan
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Wohnraum im Bargtener Süden

Christian Valek 20.09.2017 1 Kommentar

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Die Firma Hilse möchte auf dem Areal an der Straße Bargten weitere sechs Häuser errichten. Der Ausschuss gab dazu grünes Licht. (Christian Valek)

Osterholz-Scharmbeck. In Bargten wird in den kommenden Jahren weiter gebaut. Die Mitglieder im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung haben sich mehrheitlich für einen überarbeiteten Entwurf des Bebauungs- und Flächennutzungsplans ausgesprochen. Der sieht vor, dass im Bereich „Südlich Bargten“ weitere zehn Bauplätze geschaffen werden. Drei Häuser sind bereits im vorderen Bereich des Areals errichtet worden. Einem Anwohner ist das Bauvorhaben der Firma Hilse weiterhin ein Dorn im Auge.

Karsten Bredemeier hatte sich in der Einwohnerfragestunde zum Thema zu Wort gemeldet. Er hält die Bebauung nach wie vor für unrechtmäßig. Ihn ärgert unter anderem das Abholzen stattlicher Bäume in seiner Nachbarschaft und die aus seiner Sicht mangelhaften Vorschläge zur Oberflächen-Entwässerung. Zudem befürchtet er, dass Immissionen, ausgehend von einem landwirtschaftlichen Betrieb, der gut 100 Meter entfernt liegt, die zukünftigen Bewohner belästigen könnten. Bredemeier will nicht, dass Bargten mit einer fortschreitenden Erschließung den dörflichen Charakter verliert (wir berichteten).

„Keine Wertsteigerung“

Die favorisierte zweite Variante des Bebauungsplans, die ihm und Nachbarn die Bebauung der hinteren Grundstücke erlauben soll, ist für ihn kein Ausgleich. Die Erschließung der Grundstücke über eine schmale Stichstraße von der Straße Bargten her sei eine fixe Idee. „Wer will schon Verkehr vor seinem Wohnzimmerfenster“, fragte er in die Runde. „Wir erfahren keine Wertsteigerung durch die Hinterlandbebauung“, steht für Karsten Bredemeier fest.

Das wiederum sehen die Vertreter der Verwaltung und Susanne Thein vom Bremer Planungsbüro Instara anders. Man habe den Befürchtungen der Anwohner bereits Rechnung getragen, hieß es. So sind im neuen Entwurf nur Einzel- statt Doppelhäuser auf dem rückwärtigen Gelände zugelassen. Die eingeschossigen Gebäude dürfen nur noch bis zu neun Meter hoch sein. Die Zaunhöhe soll bei maximal 1,20 Meter liegen, die Wallhecke an der Südseite des etwa 10 000 Quadratmeter weiten Geländes soll erhalten bleiben. Es gibt weitere Bauvorschriften. Für die gefällten Bäume werden an andere Stelle Ersatzpflanzungen gemacht. Dass diese in der Nähe von Bad Bederkesa vorgenommen werden sollen, missfiel unter anderem Ratsfrau Anja Heuser von Bündnis 90 / Die Grünen. Sie sprach sich dafür aus, die Kompensationsmaßnahmen für sieben abgeholzte Bäume auf dem Gelände selbst umzusetzen. Auch Jörg Monsees (SPD) stieß dieser Punkt übel auf. „Kann man das nicht im Landkreis Osterholz machen?“

Die Stadtplanerin Susanne Thein verwies darauf, dass das Baugebiet bereits baumreich sei. Deshalb könne man dort darauf verzichten. Zudem sei man darauf angewiesen, dass Ersatzpflanzungen fachgerecht ausgeführt würden. Dazu sei eine anerkannte „Kompensations-Poolfläche“ nötig. Es geht um 175 Quadratmeter. Während Christopher Schulze (Die Linke) das Bauvorhaben ablehnt und Hans-Hermann Hattendorf (Bürgerfraktion) bei der Erschließung des Areals vom „Schaffen vollendeter Tatsachen“ spricht, begrüßen Politiker von CDU und SPD das Bauvorhaben uneingeschränkt. „Bargten blüht auf“, steht für SPD-Mann Jörg Monsees fest. Michael Rolf-Pissarczyk (CDU) befürwortet das Vorhaben ebenso. „Dass das Ganze nicht einfach ist, merken wir.“ Das Ergebnis jedoch werde begeistern. „Der dörfliche Charakter in Bargten bleibt bestehen“, betonte der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion.

Für die Vertreter der Stadtverwaltung markiert das Bauvorhaben den Auftakt zur weiteren Erschließung des Ortsteils. „Gerade der Bereich Buschhausen ist ein wichtiger, weil dort eine Infrastruktur vorliegt“, sagte Frank Wiesner, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung und Bauen. Wiesner geht von einer „perspektivischen, südlichen Erschließung“ des Quartiers aus, wie er sagte. Es geht um den Bereich zwischen den Straßen Am Kohlhof und Am Kohlgarten. Dort könnten Bauwilligen in den kommenden Jahren Dutzende Bauplätze angeboten werden. In einer Sitzungsvorlage vom September 2016 war von bis zu 90 möglichen Bauplätzen die Rede, die mittel- bis langfristig dort erschlossen werden könnten.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...