Plattdüütsche Week schließt mit gut besuchter GalaPlatte ab

Ganderkesee. Eine 'GalaPlatte' ist als Höhepunkt und Abschluss der Plattdeutschen Woche den Gästen am Sonnabend in Immer serviert worden. Der Saal vom Gasthaus Witte drohte aus allen Nähten zu platzen. Etwa 350 Freunde der niederdeutschen Sprache hatten sich dort eingefunden und genossen das unterhaltsame und höchst amüsante Betthupferl.
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Von Elke Lutzebäck

Ganderkesee. Eine 'GalaPlatte' ist als Höhepunkt und Abschluss der Plattdeutschen Woche den Gästen am Sonnabend in Immer serviert worden. Der Saal vom Gasthaus Witte drohte aus allen Nähten zu platzen. Etwa 350 Freunde der niederdeutschen Sprache hatten sich dort eingefunden und genossen das unterhaltsame und höchst amüsante Betthupferl.

Reichlich schmunzeln mussten die Gäste über das, was die beiden jungen Gewinner des plattdeutschen Lesewettbewerbs in der Gemeinde Ganderkesee zum Besten gaben. Drittklässler Mirco Timmermann und der Viertklässler Jonas Fischer vertelten ihre Döntjes und brachten so das Publikum - darunter Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas - zum herzhaften Lachen. Nach ihrem Beitrag machten die Jungs Platz auf der Bühne für die Talkrunde. Mit von der Partie waren der aus zahlreichen Sendungen des NDR bekannte Moderator und Buchautor Yared Dibaba, der als XXL- Ostfriese und als Knakenbreker bezeichnete Tamme Hanken aus Filsum, Cornelia Ehlers vom Oldenburgischen Staatstheater und Rita Kropp von der Oldenburgischen Landschaft sowie Alfred Meyer, Bürgermeister von Wiesmoor. Yared Dibaba übernahm die Moderation und ließ die geladenen Gäste mit einer gehörigen Portion Witz zu Wort kommen - auf Plattdüütsch versteht sich.

Dibaba wollte von Hanken, der vielen vor allem durch eine NDR-Doku geläufig ist, wissen: 'Hast Du denn schon mal Theater gespielt?' Der Zweimetermann reagierte prompt: 'Mein ganzes Leben ist ein Theater.' Damit hatte er sofort die Lacher auf seiner Seite. Hanken plauderte zur Freude der Zuschauer aus dem Nähkästchen und gab die ein und andere humorige Anekdote zum Besten. Einen Seitenhieb auf Griechenland verkniff sich der Riese nicht. Erst habe man dem Land finanziell unter die Arme gegriffen und dafür als Dank beim Eurovision Song Contest nur zwei Punkte kassiert. Hanken meinte lachend: 'Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätten die das Geld sofort zurückzahlen müssen.' Ob Plattdeutsch eine gute Sprache für Menschen mit Migrationshintergrund sei, steuerte Dibaba wieder zum Thema hin. Er selbst habe schließlich einen Migrationsvordergrund. 'Man sieht ja, dass ich woanders herkomme', sagte Dibaba und spielte auf seine dunkle Hautfarbe an. Nachdem sich die Runde aufgelöst hatte,

wurden die Gäste von den Organisatoren gebeten, in Anlehnung an 'Inas Nacht' Fragen an Dibaba und Gerken-Klaas auf Bierdeckeln zu notieren. 'Bitte nicht fragen, was hältst Du von Biogasanlagen', richtete sich Mitorganisatorin Angela Hillen an die Gala-Besucher.

Während sich die Gäste Fragen überlegten, trat die Gewinnerin des Wettbewerbs 'Ganderkesee sucht den Superplattfuß' ins Rampenlicht. Die 13-jährige Fentke Stolle, die sich selbst auf der Gitarre begleitete, präsentierte die Melodie des Stücks 'Lemon Tree', sang dazu allerdings auf Niederdeutsch einen abgewandelten Text und machte damit gleichzeitig der Gemeinde Ganderkesee eine Liebeserklärung. Auch Ursula Hinrichs vom Ohnsorg-Theater traf mit ihrer Lesung den Geschmack der Menge. Alle Darbietungen des Abends wurden mit reichlich Applaus honoriert. Organisiert wurde die Plattdüütsche Week von Meike Saalfeld, Angela Hillen und Dirk Wieting.

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