Experiment als gefährlich eingestuft

Polizei stoppt Mitfahrer-Aktion

Worpswede (msö). Für den „Mitfahrpunkt“ im Worpsweder Edeka-Markt ist das Aus da, noch ehe das Experiment so richtig in Gang gekommen ist. „Es ist problematisch, weil die Aktion komplett anonym abläuft.
18.03.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Michael Schön

Für den „Mitfahrpunkt“ im Worpsweder Edeka-Markt ist das Aus da, noch ehe das Experiment so richtig in Gang gekommen ist. „Es ist problematisch, weil die Aktion komplett anonym abläuft. Keiner weiß, bei wem er einsteigt. Bei unserer Präventionsarbeit raten wir aber im Gegenteil dazu, Fremden gegenüber skeptisch zu sein“, erklärte gestern ein Sprecher der Polizei, nachdem er mit der Vorsitzenden des Seniorenbeirates, Roswitha Ebeling, das sofortige Ende der Aktion verabredet hatte.

Roswitha Ebeling wollte es vor allem betagteren Menschen erleichtern, mit ihren Einkaufstüten schnell und komfortabel nach Hause zu gelangen. Zusammen mit dem Marktleiter und der Bäckerei Barnstorff hatte sie dafür gesorgt, dass in Sichtweite der Kasse zwei Stühle bereitgestellt wurden, auf denen nicht motorisierte Kunden auf eine Mitfahrgelegenheit warten konnten. Die Kommunikation erfolgte über ebenfalls vor Ort erhältliche Schilder, die auf das Ziel der Wartenden hinwiesen.

Eine gute Idee, fand auch der Polizeisprecher, allerdings auch eine nicht ganz ungefährliche, weil die Aktion dazu missbraucht werden könnte, um beispielsweise einen Diebstahl, einen Einbruch oder andere Straftaten vorzubereiten. Roswitha Ebeling konnte die Bedenken der Ordnungshüter durchaus nachvollziehen. „Schade, aber es ist besser, wir ziehen einen Schlussstrich, bevor noch etwas passiert“, sagte die Sprecherin des Seniorenbeirates.

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