Schüler unterrichteten Senioren am Computer Projekt 'Silver-Surfer' möchte weitermachen

Langwedel. Sonst müssen sie immer zuhören, doch diesmal unterrichteten sie selbst. Schüler und Schülerinnen der Schule am Goldbach führten Männer und Frauen zwischen Mitte 50 und Mitte 80 in die Welt der Bits und Bytes ein.
27.02.2010, 09:11
Lesedauer: 2 Min
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Projekt 'Silver-Surfer' möchte weitermachen
Von Anke Landwehr

Langwedel. Sonst müssen sie immer zuhören, doch diesmal unterrichteten sie selbst. Schüler und Schülerinnen der Schule am Goldbach führten Männer und Frauen zwischen Mitte 50 und Mitte 80 in die Welt der Bits und Bytes ein. Die gelehrigen Oldies bedauerten nur eines: Dass der Lehrgang so kurz war.

Die zweimal eine Stunde waren allerdings von vornherein als Schnupperkursus gedacht. Dank der 1:1-Betreuung durch die Jugendlichen brachten sie den Teilnehmern dennoch eine ganze Menge. Ein gutes Dutzend 'Silver-Surfer' nicht nur aus Langwedel, sondern auch aus umliegenden Gemeinden weiß nun, was die virtuelle Welt zu bieten hat. Manche betraten sie zum ersten Mal, andere hatten schon einige Vorkenntnisse.

'Ran an den Computer' ist ein Generationenprojekt der Sparkassen in Niedersachsen und des Vereins n-21, der in Zusammenarbeit mit der Landesregierung, kommunalen Spitzenverbänden und der Wirtschaft das neue Lernen mit neuen Medien fördert. Die Aktion läuft noch bis Ende März an rund 100 Schulen in Niedersachsen.

Nicht den Anschluss verlieren

In Langwedel nahmen sich Schulleiter Wolfgang May und Informatiklehrer Frank Pfeifer der Sache an. Den von ihnen rekrutierten Schülern gefiel der Schnupperkursus ebenso gut wie den Teilnehmern. Das war jedenfalls der Eindruck der Langwedeler Gleichstellungsbeauftragten Karin Sievers, die das Projekt zusammen mit der Seniorenbeauftragten Kathrin Moje unterstützt hatte.

'Wir hatten selbst schon daran gedacht, einen PC-Lehrgang für Senioren anzubieten', so Sievers. Sie und Moje überlegten noch, ob es wohl überhaupt einen Bedarf gebe, als das n-21-Projekt angeboten wurde und nun ist die Frage beantwortet: Selbst Menschen im sehr reifen Alter sind daran interessiert, sich auf die weltweite Datenautobahn zu begeben. Sievers: 'Sie wollen mitreden können und nicht den Anschluss verlieren. Inzwischen läuft so viel über das Internet, dass manches an einem vorbeigeht, wenn man sich damit nicht halbwegs auskennt.'

Die von den Jugendlichen geschulten Männer und Frauen sind jetzt in der Lage, eine E-mail zu schreiben und sie wissen, wie man im Internet einkaufen oder eine Reise buchen kann, sind darin allerdings noch nicht sattelfest. 'Alle haben gesagt, dass sie gerne weitermachen würden', berichtet Karin Sievers. Deshalb will sie jetzt versuchen, in Langwedel einen PC-Kursus für Senioren zu organisieren.

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