Anlieger kritisieren Vorhaben: Verkehrsausschuss berät heute Abend im Rathaus Oyten Protest gegen das "neue" Verkehrskonzept

Oyten. Die offizielle Debatte wird zwar erst heute Abend im Verkehrsausschuss geführt, aber der Protest regt sich schon vorher. Eine Anwohnerinitiative an der Sagehorner Dorfstraße kritisiert bereits im Vorfeld das neue Oytener Verkehrskonzept und sieht darin eine "Zumutung für die Anlieger".
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Protest gegen das
Von Uwe Dammann

Oyten. Die offizielle Debatte wird zwar erst heute Abend im Verkehrsausschuss geführt, aber der Protest regt sich schon vorher. Eine Anwohnerinitiative an der Sagehorner Dorfstraße kritisiert bereits im Vorfeld das neue Oytener Verkehrskonzept und sieht darin eine "Zumutung für die Anlieger".

Zum Hintergrund: Aufgrund der zunehmenden Verkehrsprobleme hatte sich in Oyten schon 2005 ein Arbeitskreis für die zukünftige Verkehrsentwicklung gebildet, der ein Gutachten für ein Verkehrskonzept Oyten-Nord-West in Auftrag gegeben hatte. Doch dieses Gutachten fand wenig Gegenliebe bei den Anliegern, so dass nach einer ersten großen öffentlichen Diskussion ein weiteres Ergänzungsgutachen in Auftrag gegeben wurde. Dieses "neue" Gutachten wurde bereits in einer nicht öffentlichen Sitzung erörtert und soll jetzt am heutigen Dienstag, 30. November, in der Sitzung im Oytener Rathaus erstmals öffentlich erörtert werden. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr.

Keine Verlegung der Kreisstraße

Nach der Verwaltungsvorlage ist demnach die angedachte Verlegung der Kreisstraße vollständig vom Tisch. Gleichzeitig soll aber eine neue Straße zwischen der K 2 am Sagehorner Denkmal und der L 168 im Bereich der Kreuzung "Im Deepen Bund" mit Anbindung südlich der Sportanlagen an die Lindenstraße für Entlastung sorgen.

Da die Landesbehörde in Lüneburg keine Einwände gegen die Straße zwischen der Lindenstraße und der L 168 hat, aber gleichzeitig eine Erweiterung der K 2 im Bereich des Denkmales in absehbarer Zeit nicht vorgesehen ist, will die Kommune zunächst nur den Bau der neuen Straße beantragen, weil sich dadurch die Erfolgsaussichten für die Finanzierung des Vorhabens erhöhen. Dieser Antrag muss zeitnah gestellt werden, weil die Verwaltung davon ausgeht, dass die bisherige Förderung auslaufen wird. Die Gemeinde erhofft sich einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Baukosten.

Der Antrag sollte bis zum 15. Februar 2011 gestellt werden. So weit die Verwaltungsvorlage. Für die Anwohner hat auch das neue Gutachten nichts an ihrer grundsätzlichen Kritik ändern können. "Konkret hat sich nichts geändert", sagen Andree Niehaus und Hans Kiel. Die Planung sehe weiterhin vor, den Verkehr auf der Sagehorner Dorfstraße zu belassen. Die Tempo-30-Zone werde aufgehoben und zur 50-km/h-Hauptstraße gemacht, kritisiert die Initiative. Betroffen seien weiterhin die Schüler, die die neue Straße im Einmündungsbereich Pestalozzistraße, Lindenstraße, Stader Straße, queren müssen. Außerdem werde der Verkehr am Kindergarten Sagehorn entlang geführt, was unweigerlich zu einer stärkeren Gefährdung der Schul- und Kindergartenkinder führen wird. Weiter glaubt die Initiative, dass den Gewerbetriebenden an der Hauptstraße die umgeleiteten Kunden fehlen. Das heißt: Es gäbe mehr Pleiten, Entlassungen und weniger Steuern in Oyten.

Das Fazit der Initiative lautet: "Diese Straße wird zur einer Ortsrandbelastungsstraße für alle", so Andree Niehaus und Hans Kiel.

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