Ministerin überreichte Auszeichnung in Hannover / Unabhängige Kommission wertete Unterlagen aus Qualitätssiegel für Modersohn-Museum

Fischerhude. Das Museumskonzept ist ausgezeichnet, das Personal qualifiziert und die finanzielle Basis dauerhaft. Gleich mehrere Lobeshymnen aus berufenem Munde gab es in Hannover für das Fischerhuder Otto-Modersohn-Museum. Eine unabhängige Kommission erkannte dem Fischerhuder Privatmuseum ein Qualitätssiegel zu. "Wir freuen uns sehr über die Anerkennung und Auszeichnung unserer langjährigen Arbeit am Werk Otto Modersohns und seines künstlerischen Umfeldes", sagt Antje Modersohn, Enkelin des Malers.
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Qualitätssiegel für Modersohn-Museum
Von Uwe Dammann

Fischerhude. Das Museumskonzept ist ausgezeichnet, das Personal qualifiziert und die finanzielle Basis dauerhaft. Gleich mehrere Lobeshymnen aus berufenem Munde gab es in Hannover für das Fischerhuder Otto-Modersohn-Museum. Eine unabhängige Kommission erkannte dem Fischerhuder Privatmuseum ein Qualitätssiegel zu. "Wir freuen uns sehr über die Anerkennung und Auszeichnung unserer langjährigen Arbeit am Werk Otto Modersohns und seines künstlerischen Umfeldes", sagt Antje Modersohn, Enkelin des Malers.

"Das Otto Modersohn Museum hat sich im Rahmen der Museumsregistrierung in Niedersachsen und Bremen 2010 qualifiziert. Die Registrierung bescheinigt dem Museum die Erfüllung der vom Deutschen Museumsbund / ICOM Deutschland 2006 formulierten Standards für Museen", heißt es in der Urkunde, die jetzt in Hannover überreicht wurde. Das Museum habe nicht nur eine institutionelle und finanzielle Basis, sondern auch ein Leitbild und ein gutes Konzept. Im Bereich des Forschens und der Dokumentation des Nachlasses von Otto Modersohn erreiche das Haus eine entsprechende Qualität.

Weiterhin bescheinigte die unabhängige Kommission ein gutes Sammlungskonzept. Nach drei erfolgreichen Durchgängen ist die vierte Runde der Museumsregistrierung in Niedersachsen und Bremen abgeschlossen worden. In einer Feierstunde zeichneten die Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka, und Dr. Sabine Schormann, Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, 17 Museen für ihre qualitativ hochwertige Arbeit aus. Ziel ist es, zur Weiterentwicklung und Zukunftssicherung der Häuser beizutragen.

Die teilnehmenden Museen werden durch Schulungen und von Experten begleitet, um ihre Stärken und Schwächen zu analysieren und Verbesserungen zu entwickeln. Drei Partner führen die Museumsregistrierung gemeinsam durch: Das Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. und die Niedersächsische Sparkassenstiftung. "Die Registrierung ist als Qualitätssiegel ein vorbildliches Instrument, um die hochwertige Arbeit in den niedersächsischen Museen auszuzeichnen. Wichtig ist den Beteiligten, dass die Kunststätten als Ganzes betrachtet werden. Denn so kann den einzelnen Häusern eine umfassende Aussage über ihr Engagement an die Hand gegeben werden", sagte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka

Die Registrierung geht davon aus, dass Museen weitaus mehr sind als Ausstellungshäuser. Sie betreuen Sammlungen und bewahren sie für die Nachwelt, sie forschen anhand ihrer Sammlungen und vermitteln diese einem breiten Publikum. Dazu bedarf es auch einer gut funktionierenden Organisation mit allen Facetten des Managements, von Personal bis Finanzen sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Zur Bewertung dieser Arbeitsfelder gibt es Standards, die 2006 vom Deutschen Museumsbund/ICOM Deutschland entwickelt wurden. Die Registrierung hilft Museen, ihre konzeptionellen Grundlagen zu verbessern. Durch Fortbildung und Beratung werden die Museen fit gemacht, wo Nachholbedarf besteht. Die Registrierung hilft kleineren Häusern, sich zu professionalisieren.

Auf sieben Jahre befristet

Die Registrierung gilt befristet für sieben Jahre und muss dann erneuert werden. Einige Museen werden vorläufig eingestuft, um vor der endgültigen Registrierung binnen drei Jahren noch nicht abgeschlossene Vorhaben in einzelnen Bereichen, wie beispielsweise die Neugestaltung eines Teils der Dauerausstellung, die Optimierung der Magazine oder Inventarisierungsmaßnahmen beenden zu können.

Das Fischerhuder Otto-Modersohn-Museum besteht seit 1974 und will in diesem Jahr einen Anbau realisieren. Vor kurzem machte die Einrichtung Schlagzeilen, weil ein benachbarter Landwirt kurzerhand die Zufahrt mit einem Stacheldrahtzaun versperrt hatte.

Die Einfahrt, die seit über 30 Jahren von Besuchern genutzt wurde, liegt auf seinem Grund und Boden. Der Zaun ist hier zwar immer noch vorhanden, aber das Gebäude hat eine zweite Auffahrt, die problemlos genutzt werden kann.

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