Ausbau der Linie 4 in Lilienthal

Rechtsabbiegespur soll Stau vermeiden

Lilienthal. Um die Kreisstraße 8 für den Berufsverkehr vom Stau zu befreien, wird dort ab Dienstag eine zusätzliche Rechtsaabbiegespur gebaut. Die Maßnahme kostet etwa 140.000 Euro, die zusätzlich über das Projekt Linie 4 abgerechnet werden.
21.11.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Rechtsabbiegespur soll Stau vermeiden
Von Peter Hanuschke
Rechtsabbiegespur soll Stau vermeiden

Ab Höhe Einmündung der Trupermoorer Landstraße soll in Richtung der Kreuzung zur Entlastungsstraße eine zusätzliche Fahr

Hasselberg

Lilienthal. Seit die Falkenberger Landstraße wegen der Linie-4-Arbeiten nur noch einspurig zwischen dem Falkenberger Kreuz bis zur Kreuzung Lilienthaler Allee aus Richtung Bremen befahrbar ist, kommt es aufgrund der Verkehrsverlagerungen vor allem morgens zu Staus auf der Kreisstraße 8. Deshalb wird dort - ab Bäckerei Holsten bis zur Entlastungsstraße - ab Dienstagmorgen eine zusätzliche Rechtsabbiegespur gebaut. Die Maßnahme kostet etwa 140.000 Euro, die zusätzlich über das Projekt Linie 4 abgerechnet werden.

Lilienthal. Gerade morgens während des Berufsverkehrs kommt es zu Staus auf der Kreisstraße 8 vor der Kreuzung zur Entlastungsstraße. Dort hat der Verkehr extrem zugenommen, seit die Falkenberger Landstraße wegen des Linie-4-Baus ab der Kreuzung Lilienthaler Allee nur noch einspurig aus Richtung Bremen befahrbar ist. Mit einer zusätzlichen Rechtsabbiegespur soll die Leistungsfähigkeit dieses Knotenpunktes wesentlich erhöht und die Staubildung reduziert werden. Der Bau dieser Rechtsabbiegespur, der das Straßenbahn-Projekt Linie 4 um 140.000 Euro teurer werden lässt, soll morgen beginnen. Der Fertigstellungstermin ist für die 50. Kalenderwoche vorgesehen.

Durch die temporäre Einbahnstraßenregelung auf der Falkenberger Landstraße müssen die Verkehre in Richtung Lilienthal und Bremen aus dem nördlichen Umfeld Lilienthals vom Falkenberger Kreuz aus über die Trupermoorer Landstraße (K 18) bis zur Moorhauser Landstraße (K8) geführt werden. Von hier aus führt die Umleitungsstrecke über einen kurzen Abschnitt der K 8 in Richtung Lilienthal auf die Ortsentlastungsstraße. Dort können die Verkehrsteilnehmer rechts abbiegen und entlang der Ortsentlastungsstraße zur Ortsmitte Lilienthals, aber auch nach Bremen fahren.

Durch die vorrangige Abführung des Verkehrs von der Trupermoorer Landstraße mit stadteinwärtiger Fahrtrichtung ergebe sich zwar eine komfortable Abwicklung des Verkehrs aus dieser Richtung, stellt das Consult Team Bremen (CTB) fest, das für den Bauablauf der Linie-4-Maßnahme zuständig ist. Gleichzeitig resultiere daraus aber eine häufige Staubildung auf der K 8 rückwirkend nach Frankenburg - besonders in den morgendlichen Starkverkehrszeiten sowie unter kritischen Witterungsbedingungen komme es zu einer deutlichen Aufstauung im Bereich der K 8 und K 18. Im abendlichen Feierabendverkehr ergebe sich ein ähnliches Problem in der Gegenrichtung auf der Ortsentlastungsstraße, von wo aus umfangreiche Verkehrsmengen als Linksabbieger in den relevanten Abschnitt der K 8 einfahren, und es so am Kreuzungspunkt K 8/K 18 ebenfalls zu Staubildungen komme.

"Zur Verbesserung der Situation wurde in Abstimmung zwischen der Gemeinde Lilienthal, der Wirtschaftsbetriebe Lilienthal GmbH als Vorhabensträger für den Bau der Straßenbahn sowie dem Landkreis Osterholz als Straßenbaulastträger der K8 der Bau einer Rechtsabbiegespur an der Moorhauser Landstraße (K8) auf die Ortsentlastungsstraße vereinbart", heißt es von Seiten des CTB.

Keine Auskunft zum Kreisel

Mit den Bauarbeiten soll am morgigen Dienstag, 22. November, ab 9 Uhr begonnen werden. In der Nacht zu Dienstag werde Baustelle eingerichtet, teilt DTB mit. Um die Dauer der Baustelle so gering wie möglich zu halten, sind folgende Maßnahmen für die Verkehrsführung im Kreuzungsbereich vorgesehen: Auf der K8 aus Frankenburg kommend wird die jetzige Geradeausspur und der Verkehr Richtung Lilienthal/Bremen auf einer Spur geführt. Der Verkehr in Gegenrichtung ist weiterhin möglich. Auf der Ortsentlastungsstraße aus Bremen kommend werden die vorhandenen drei Spuren auf zwei reduziert. Der Verkehr in Richtung Ortsmitte Lilienthal/Bremen wird auf dem jetzigen Linksabbieger Richtung Frankenburg geführt, und die jetzige Geradeausspur ist für alle Richtungen nutzbar.

Diese Rechtsabbiegespur könne aus Sicht von Bauamtsleiter Manfred Lütjen auch nach Beendigung des Linie-4-Baus und der damit verbundenen Aufhebung der Einbahnstraßenregelung auf der Falkenberger Landstraße weiter bestehen bleiben. Ob durch eine solche Maßnahme eine mögliche Kreisel-Lösung in diesem Kreuzungsbereich endgültig vom Tisch sei, könne Lütjen derzeit nicht sagen. "Ich sage lediglich, die Rechtsabbiegespur kann bestehen bleiben, sie muss nicht." Zu Auswirkungen auf den diskutierten Kreisel, könne er sich deshalb zu nichts Konkretem äußern, sagte der Bauamtsleiter auf Nachfrage dieser Zeitung.

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