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Im Brinkumer Mehr-Generationen-Haus wollen künftig Gleichgesinnte zusammenkommen und Ausflüge planen
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Single-Treff, aber keine Partnerbörse

Ina Friebel 18.11.2016 0 Kommentare

Vorstellung des neuen Singletreffs im Brinkumer MGH
Bald geht es los: Brigitte Lammers (von links), Ute Zimmermann und Wiebke Dargel bereiten sich auf den ersten Single-Treff vor. (Janina Rahn)

November, um 19 Uhr im Begegnungscafé des MGH. „Wenn etwas in eine Begegnungsstätte für Menschen jeden Alters passt, dann ein Single-Treff“, findet Daniela Gräf, Leiterin des MGH. Selbst mit dabei und gleichzeitig für die Organisation zuständig sind vier Frauen, die sich bereits im Vorfeld zusammengefunden haben. Brigitte Lammers, Ute Zimmermann und Wiebke Dargel sind drei von ihnen. Claudia von Oiste ist Praktikantin im MGH und betreut die ersten Treffen der Singles.

Ute Zimmermann hat bereits Erfahrung mit derlei Gruppen. „Als ich noch im Sauerland gewohnt habe, habe ich dort nach dem Tod meines Mannes auch einen solchen Club gegründet“, erzählt die 58-Jährige, die vor zwei Jahren nach Stuhr gekommen ist, wo auch ihre Familie lebt. Besonders wichtig ist den Frauen, dass der Treff keine Partnervermittlung ist. „Es geht darum, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam etwas zu unternehmen“, betont Zimmermann und ergänzt: „Natürlich sind aber auch Männer angesprochen. Sie beleben es.“

Für sie sei es frustrierend, alleine loszugehen, begründet Brigitte Lammers, warum sie beim Single-Treff dabei ist. „Ich will Leute finden, mit denen ich etwas unternehmen kann – vor allem am Wochenende“, sagt sie. Die regelmäßigen Treffen am Montag sollen dabei nicht das Kernstück der Gruppe bilden, vielmehr stehen die gemeinsamen Unternehmungen im Mittelpunkt. Dabei soll für jeden Geschmack etwas dabei sein, so Gräf. „Kino, Theater, Kultur, Badminton, Kegeln oder Billard“, zählt sie auf. „Ich mag vor allem klassische Musik“, erzählt Lammers in diesem Zusammenhang. Ute Zimmermann würde sich hingegen gerne sportlich betätigen, ins Musical, auf Kohltouren oder auf Weihnachtsmärkte gehen. „Alles, was mit Spaß und Bewegung zu tun hat“, fasst sie zusammen und räumt ein: „Als Außenstehende ist es schwierig, hier neue Kontakte zu finden.“ Ihr sei es wichtig, sich nicht von der Familie abhängig zu machen und ein eigenes Leben zu führen. 

Während Brigitte Lammers erst seit Kurzem verwitwet und nach eigener Aussage derzeit damit beschäftigt ist, zu sich selbst zu finden, ist Wiebke Dargel schon seit einigen Jahren alleine. Ursprünglich aus Bremen, lebt sie seit vier Jahren mit ihrem 15-jährigen Sohn in Erichshof. „Für mich ist das noch eine fremde Umgebung“, sagt die 52-Jährige, die privat gerne malt, schreibt und liest. Gleichzeitig betreut sie ehrenamtlich Kunstausstellungen. „Ich lerne auch Leute kennen, wenn ich mal einen Kaffee trinken gehe“, sagt sie. „Aber die Wochenenden und Feiertage sind schon sehr still.“ Sie merke, dass sie mehr Kontakt brauche. „Das ist für mich eine Herausforderung.“ Und diese startet nun am kommenden Montag. 

Dann soll sich die Gruppe zunächst einmal kennenlernen und überlegen, welche Unternehmungen man gemeinsam machen könnte, so Lammers. Für das erste Treffen sind rund zwei Stunden eingeplant. Aber: „Das Haus ist ist so lange offen, wie ihr möchtet“, richtet sich Daniela Gräf an die Gruppe und fügt hinzu: „Es können Menschen jeden Alters kommen.“ Wenn sich verschiedene Interessen herauskristallisieren, könne man die Gruppe bei Bedarf auch splitten. Auch das Haus selbst können die Teilnehmer beim ersten Termin genauer kennenlernen. Dafür ist Claudia von Oiste zuständig. Auch wenn Materialien gebraucht werden, kann sich die Gruppe an sie wenden.  

Gleichzeitig wolle man herausfinden, was die Teilnehmer unternehmen wollen. „Ein Single-Treff muss gelebt werden“, betont Ute Zimmermann. Man müsse die Leute für die Aktivitäten begeistern. Deswegen sei es wichtig, dass die Ansprechpartnerinnen immer eigene Ideen in der Hinterhand haben, glaubt Gräf. Das erste Treffen der vier Frauen sei zumindest schon einmal bestens verlaufen, hat Claudia von Oiste beobachtet. „Als ich sie in der Backstube beim Klönen gesehen habe, hatte ich direkt ein gutes Gefühl“, sagt sie.

Am Single-Treff kann jeder teilnehmen, der Spaß haben und neue Kontakte knüpfen möchte. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...