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Vorsicht zum Schulbeginn
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Abc-Schützen auf neuen Wegen

Niklas Golitschek 03.08.2018 0 Kommentare

Unter anderem an der Syker Straße in Stuhr hängt ein Hinweis-Banner der Verkehrswacht.
Unter anderem an der Syker Straße in Stuhr hängt ein Hinweis-Banner der Verkehrswacht. (Michael Braunschädel)

Landkreis Diepholz. Einige Straßenzüge im Landkreis Diepholz wirkten in den vergangenen Wochen wie leer gefegt. Zahlreiche Familien verreisten in den Urlaub, genossen Sonne, Wind, Natur und die gemeinsame Freizeit. Doch allmählich füllt sich die Region wieder und kommt zu neuem Leben.

Wie jedes Jahr zum Ende der Sommerferien am 8. August fiebern im Nordkreis Diepholz Hunderte Schülerinnen und Schüler ihrer Einschulung und damit dem Start in die erste Klasse entgegen. In Stuhr sind es voraussichtlich 309 Abc-Schützen, in Wehye derer 282 und in Bassum 143; Syke und Bruchhausen-Vilsen konnten noch keine Zahlen nennen, im Twistringer Rathaus war hierfür niemand erreichbar. Die Zahlen können wegen kurzfristigen Zu- und Wegzügen bis zum tatsächlichen Schulbeginn noch variieren, heißt es aus den Rathäusern. Doch geben sie einen groben Überblick, wie viele Kinder sich bald auf den Weg zur Schule machen.

Sie alle sind nicht nur neu im Unterricht, sondern auch unerfahrene Verkehrsteilnehmer. Auch viele Kinder, die nun eine weiterführende Schule besuchen, müssen sich auf einen neuen Schulweg einstellen. "Dieser stellt eine besondere Herausforderung für diese jungen Menschen dar", mahnt Hartmut Martens, Fachdienstleiter Feuerwehr und Verkehr bei der Gemeinde Stuhr. Insbesondere bei den Zebrastreifen, die den Fußgängern ja erleichtern sollen, die Straße zu überqueren, verhalten sich Autofahrer aber offenbar nicht immer richtig. Martens stellt klar: "Grundsätzlich gilt, dass Fußgänger – auch Krankenfahrstühle und Rollstühle – Vorfahrt vor dem motorisierten Verkehr haben." Autofahrer sollten deshalb mit reduzierter Geschwindigkeit, bei unübersichtlicher Lage in Schritttempo an den Überweg heranfahren und nach Blickkontakt mit den Fußgängern diesen ermöglichen, die Straße zu überqueren. An den Zebrastreifen sei es zudem ebenso verboten wie direkt davor, darauf oder dahinter zu parken.

Auch für Fußgänger hat Martens einige Tipps parat, die zunächst simpel klingen mögen. Vor dem Überqueren stehen bleiben, nach rechts und links schauen, "den Blickkontakt mit den Fahrern halten". Das gleiche Prozedere gelte bei der Hälfte des Weges noch einmal. "Kinder sollten auf jeden Fall ein deutliches Handzeichen geben und den Überweg erst betreten, wenn die Fahrzeugführer erkennbar anhalten", so Martens. Für Radfahrer gelten auf Fahrbahn und Radwegen mit Zebrastreifen derweil die selben Regeln wie für Autofahrer. Wollen sie selbst die Straße überqueren, müssen sie absteigen.

Schulweg einüben

Um das Unfallrisiko weiter zu reduzieren, rät Wolfgang Rathke von der Verkehrswacht Grafschaft Hoya Eltern dazu, den Schulweg mehrfach gemeinsam mit den Kindern abzugehen und auf Gefahrenstellen hinzuweisen. "Kinder haben noch nicht die Wahrnehmung wie Erwachsene. Sie können Geschwindigkeiten nicht einschätzen", nennt er ein Beispiel. Sie seien zudem impulsiver und ließen sich schneller ablenken, heißt es im Elternratgeber der Verkehrswacht. Deswegen gelte an allen Schulen und Kindergärten nun die Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde. Oft wüssten sie auch noch nicht genau, wo sie die Straße überqueren dürfen und wo nicht. In Syke, Bassum und Leeste sind zudem Verkehrshelfer aus den Klassenstufen sechs bis acht aktiv. "Hier hat es noch keinen tödlichen Unfall gegeben. Das zeigt, wie wichtig sie sind", sagt Rathke. Zudem hat die Verkehrswacht an einigen Stellen, die sie als gefahrloser für die Straßenüberquerung erachtet als andere Stellen, den Bordstein mit gelben Füßen markiert. Bei den Gemeinden fänden sich zudem Schulwegepläne.

Für die Autofahrer hängt die Verkehrswacht auch wieder die bekannten Banner auf, etwa am Syker Schwimmbad. "Achten Sie auf Kinder", prangt es dort in großen Lettern. Denn mehr als Hinweise könne sie nicht geben, weiß Rathke. Aus diesem Grund bittet auch die Gemeinde Stuhr darum, sich vor allem zum Ende der Sommerferien und in den ersten Schulwochen "besonders umsichtig zu verhalten und Rücksicht und Vorsicht walten zu lassen".


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...